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Anhang I. Wann ist Bettine geboren?

Full text: Bettine von Arnim und Friedrich Wilhelm IV. / Arnim, Bettina von (Public Domain)

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Anhang. 
die zweite dieser Eintragungen, wenn sie sich auch nicht auf Bettine, 
sondern auf die jüngere Schwester Meline, später verehelichte v. Guaita, 
bezieht, ist in unsern Zusammenhang von außerordentlicher Wichtig⸗ 
keit. Sie thut auch für die Zweifelsüchtigen dar, daß Bettine, als 
deren Geburtstag der 4. April feststeht, im Jahre 1788 unmöglich 
geboren sein kann, da 8 Monate nachher in der kinderreichen Familie 
schon ein neuer Sprößling folgte, daß aber nach nur dreimonatlicher 
Zwischenzeit eine Mutter schon wieder ein Kind zur Welt bringt, das 
geht, wie Bettine zu sagen pflegte, über alle Uumöglichkeiten hinaus. 
II. 
Bettine von Arnim Mitarbeiterin an einem historischen 
Werke. 
Bettine von Arnim schreibt an Nathusius (Ilius Pamphilius 
und die Ambrosia 2, 135): „Es muß ein Buch existiren was meisten— 
theils aus meinen eigenen Nachrichten und Bemerkungen gebildet ist, 
anno 1810 schrieb B. etwas über die Tiroler Revolution, ich gab 
ihm alle meine Papiere dazu, namentlich sagt ich ihm alles, wie es 
mit Hofers Tode war — findest du das Buch nicht im Buchhandel, 
so doch in der Berliner Bibliothek“.) Und wenig anders an einer 
späteren Stelle (2, 170): „Hab ich Dir geschrieben, daß anno 1811 
ein Büchlein über die Tiroler Revolution aus meinen Notizen, 
Liedern, kleinen Zeitungsnachrichten, die ich aufbewahrt hatte und aus 
mündlichen Berichten des Sebastian Riedel, Adjutanten Hofers, 
zusammengebracht waren? Mich däucht, es war England zugeeignet 
und muß anno 1812 herausgekommen sein“. 
Da Bettine in den Jahresangaben nie ganz genau ist, so darf 
der Widerspruch zwischen 1811 und 1812 nicht urgirt werden. Aber 
) Nathusius muß den Rath nicht befolgt haben. In seiner Bibliothek 
Kirchhoff und Wiegand, Katalog 805 ff. Leipzig 1892) findet sich Bartholdys 
Buch nicht. Freilich ist eine eigene Abtheilung fuͤr politische Geschichte 
nicht vorhanden, aber auch in der Abtheilung über Volksbücher sieht es 
nicht. Von Bettine besaß er das Königsbuch, die Gespräche mit Dämonen 
zwei Ausgaben), das Tagebuch (nebst der englischen Uebersetzung), merk— 
würdigerweise nicht Jsius Pamphilius. Daß er noch anderes beseffen, z. B. 
die Günderode, geht aus E. G., Maria Nathusius, Gotha 1894, S. 60 
hervor. (Marie und Bettine daselbst S. 68 ff. Vgl. auch Fürstin Reuß, 
Philipp Nathusius, Berlin 1896, passim)
	        
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