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Sooßen

Full text: Wie man in Berlin zur Zeit der Königin Luise kochte / Fontane, Friedérique C. (Public Domain)

ans Rohlfeuer. Wenn die Suppe ganz einge⸗ 
kocht, dann gießet man wieder ein paar Koͤffel 
voll dazu, bis der Reis so ist, daß man ihn essen 
kann; er muß aber nicht zergehen. Dann thut 
man daran etwas kleine Rostnen, so vorher mit 
wasser gahr gekocht sind, waͤscht selbige und 
rhut sie unter den Reis, nebst etwas klein ge⸗ 
schnittenen Zitronen⸗Schaalen. Unterdessen quirlet 
man von z3 Eyern das Gelbe und gießet es all⸗ 
maͤhlich unter den Reis, ruͤhret es durcheinander, 
nimmts alsdann vom Feuer und setzet es hin, 
daß es kalt wird. Der Topf aber wird dichte 
zugedeckt, und wenn man die KRuůuhner⸗Potage 
aufgiebt, woran Peterstlien⸗Wurzel und Blum⸗ 
bohl seyn kann, so thut man mit einem silbernen 
Loͤffel, welcher in der Suppe immer naß gemacht 
werden muß, die Reis⸗Kloͤße aus dem Topf und 
legt sie in die Suppe, sie muͤßen aber niemals 
noch mitgekocht werden. 
189. Die sehr gute Schaum⸗Mehlspeise. 
Man nimmt auf eine kleine Schuͤssel 12 Eyer, 
ohngefaͤhr 6 Koth Zucker, und von 1, vitronen 
den Saft, von der halben ohngefaͤhr die Schaale. 
Die groͤßte Haͤlfte des Zuckers nimmt man unter 
das Selb vom Ey, mit dem uͤbrigen wird die 
halbe Zitrone abgerieben und unter den Zitronen⸗ 
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