Path:
Sooßen

Full text: Wie man in Berlin zur Zeit der Königin Luise kochte / Fontane, Friedérique C. (Public Domain)

so hacket man sie fein, nimmt ein Stuͤck Butter 
dazu und bringet ste mit einem Messer unter die 
Sardellen, wozu man das Messer flach nimmt 
und sie auf das Brett einige mal durchstreichet; 
dann thut man sie zu den Eyern und gießet die 
Fleischbruͤhe dazu und laͤßet sie unter bestaͤndigem 
Ruhren kochen. Ein Stuͤck Butter machet man 
auch noch fuͤrhero dazu, denn es ist wohl zu 
merken, daß die Sooße etwas fett steigen muß. 
Wenn man sie nun gekocht hat, thut man ein 
wenig dvitronensaft und Zucker dazu, doch so, 
daß beides den Geschmack von den Sardellen 
nicht uͤbelnimmt, sondern nur wenig zu schmecken 
ist. Auf 2 junge Huͤhner oder 2 Rapaunen ist 
dieser Sooße genung. Womit sie auch am besten 
schmecket. 
141. Bine Sooße zum Rindfleisch. 
Machet Braun⸗Mehl, aber nicht zu braun, 
— 
Essig und Zubehoͤr dazu, und gießet dann etwas 
Fleischbruͤhe darunter. 
142. Cahor Sooße. 
Man nimmt beynahe ein quart Cahor,**) ohn⸗ 
gefaͤhr so viel Wasser wie man Cahor zuruͤck⸗ 
*) Eingemachte Gurken. 
**x) Cahor — ein wein. 
00 954
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.