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[Fleisch]

Full text: Wie man in Berlin zur Zeit der Königin Luise kochte / Fontane, Friedérique C. (Public Domain)

gleichen wohl eingemachte Spitz⸗Murcheln, thut 
beyderley in einen Tiegel und thut daran ein 
Stuͤckchen wohl schmeckende Butter, etwas Mus—⸗ 
kathen⸗Blumen, und dazu etwas KHuͤhnerfleisch⸗ 
bruͤhe, und etwas geriebene Semmel; und laͤßet 
selbiges 1/, Vierthelstunde kochen. Hieran kann 
man auch wenn die Rrebse Eyer haben, solche 
mit daran thun, auch einen guten Koͤffel voll 
Krebs⸗Butter. Dann thut man die KHuͤhner in 
eine Schuͤssel und gießet die Sooße daruͤber, es 
muß aber keine lange Bruͤhe seyn. 
123. Ein gekochtes altes Huhn mir 
Weiß⸗Rohl. 
Man setzet ein altes Huhn bey, schaͤumet es 
wohl und salzet es. Unterdessen schneidet man 
Weiß⸗Kohl so fein als Salat, thuet dann selbigen 
in einen großen Tiegel, welcher zugedeckt werden 
kann, gießet von der Huüͤhnerbruͤhe darauf, thuet 
daran ein gut Teil Butter, etwas Muskathen⸗ 
Blumen, auch ein Stuͤckchen Zucker, laͤßet es 
eine gute Stunde kochen und ruͤhret es einige 
Male um. Zuletzt thut man fein geschnittene 
Petersilie, und fein geriebne Semmel daran und 
und laͤßet selbiges mit durchkochen. Dann thut 
man das Huhn auf den Rohl, muß aber keine 
lange Suppe seyn, sonst schmeckt es nicht kraͤftig. 
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