Path:
Spielerleben

Full text: Spielerleben und Anderes / Skowronnek, Richard (Public Domain)

N NG NENNEN 15 
Ich warf und kassierte und be- 
zahlte, alles mechanisch und unter 
dem Drucke einer Erregung, die mir 
die Schläfen zu sprengen drohte. Der 
Geldhaufen vor mir wurde grösser 
und grösser, ich musste mir von der 
Ordonnanz einen Suppenteller geben 
lassen, um ihn zu bergen, . 
Allmählich wurden die Einsätze 
kleiner, einzelne der Mitspieler. hatten 
sich bereits bei mir Geld geliehen. 
Der lange G., der vorsichtig pointierte 
und etwas im Gewinn war, beugte 
sich zu mir herunter und raunte mir 
ins Ohr: „Nun ist’s. genug, sagen Sie 
die drei letzten‘ Schläge an.“ 
Ich that wie mir geheissen; an dem 
Tische erhob sich Widerspruch, 
„Halten Sie die Ohren steif!“ 
flüsterte mein Mentor. 
Ich erklärte, nicht mehr weiter 
spielen zu können, da ich schon um 
fünf Uhr heraus müsste. 
„Nun, meinetwegen, hören wir 
auf,“ rief der Baron von P. herüber 
— er stand bei den Kürassieren und 
war Besitzer eines der ‘grössten
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.