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Achter Abschnitt. Die Fahnen des Regiments

Full text: Geschichte des Königlich Preussischen Kaiser Franz Garde-Grenadier-Regiments Nr. 2 / Puttkamer, Erich von (Public Domain)

Die Fahnen des Regiments. 
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Gelegentlich der Frühjahrsparade am 1. Juni 1897 erhielt die Fahne 
des 2. Bataillons ein Säkular-Fahnenband. Dasselbe ist aus schwarzer 
Seide gefertigt und trägt folgende silbergestickte Inschrift: 
Auf dem linken Bande: „Errichtet 1772 und 1797 P. II. F. W. II.“. 
auf der Rückseite: den Adler mit der Krone. 
Auf dem rechten Bande: „MW. II.“, auf der Rückseite: „1897.“ 
Beim 50 jährigen Chef-Jubiläum Seiner Majestät des Kaisers 
von Österreich überreichte bei der Parade im Lustgarten der Vertreter 
Seiner Majestät, Feldmarschall-Leutnant Baron von Steininger, 
die allen 4 Fahnen verliehene große goldene Inhaber-Jubiläums-Medaille. 
Dieselbe ist im Durchmesser 9,5 em groß und zeigt das Brustbild Seiner 
Majestät des Kaisers Franz Joseph in der Uniform des Regiments 
mit der Inschrift: „Franz Joseph J., Kaiser von Österreich, König 
von Böhmen ꝛc. und Apostolischer König von Ungarn“. 
Auf der Rückseite: „Dem Königlich Preußischen Kaiser Franz Garde— 
Grenadier-Regiment Nr. 2 von seinem Chef 1849 1899. 
Die mit einem goldenen hre versehene Medaille wird mittelst eines 
zu einer Schleife geformten Ordensbandes an der Fahnenspitze befestigt. 
Das 12 em breite gelbe Band zeigt einen breiten und zwei schmale 
schwarze Streifen. 
Im Juni 1899 erhielt die Fahnenstange des Füsilier-Bataillons an 
Stelle des Ringes, den sie zur Sicherung der Bruchstelle im Jahre 1871 
erhalten hatte, ein 30 em breites silbernes Band. 
Am 1. Januar 1900 erhielten alle 4 Fahnen die zur Jahrhundert— 
feier gestifteten Bänder. Dieselben sind schwarz-weiß-rot gestreift und 
tragen an dem einen Ende ein goldenes Schild mit einem Weund der 
Königskrone, an dem anderen Ende ein Schild mit der Inschrift: 
„L. I. 1900. 
14. X. 1814.“ 
Die Bänder wurden bei der feierlichen Einsegnung der Fahnen des 
Garde-Korps im Zeughause angelegt. 
Am 1. Januar 1900 erging folgende, für uns hochbedeutungsvolle 
Kabinets-Ordre an den Kriegsminister: 
„Ich will an denjenigen Fahnen und Standarten Meines Heeres, 
deren Tücher durch die ruhmvoll bestandenen Feldzüge und den Zeit— 
ablauf vollständig zerstört sind oder sich in einem ihre Wiederherstellung 
ausschließenden Zustande befinden, die Tücher erneuern. 
Berlin, den 1. Januar 1900. 
(gez.) Wilhelm.“ 
Die feierliche Nagelung und die Weihe der Fahnen fand am 
30. August im Zeughause, die UÜbergabe an das Regiment gelegentlich
	        
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