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Full text: OroVerde (Rights reserved) Ausgabe 2012 (Rights reserved)

OroVerde Was ist uns unsere Natur wer t? Das Magazin für die Freunde der Tropenwälder Mai 2013 Neues aus den internationalen Projekten - ab Seite 12 Unsere Projekte in Deutschland - ab Seite 18 Interview mit Bestsellerautorin Tanja Busse - ab Seite 8 Jetzt im Angebot! Elisabeth-Kalko-Stiftung fördert Tropenforschung Seite 29 *unverbindiche Preisempfehlung er sb hre 012 Ja 2 ht ic Anzeigen BÜROTECHNIK So schön kann der Einstieg in professionellen Datenschutz sein! HSM GmbH + Co. KG · Germany · info@hsm.eu · Gratis-Hotline 00800 / 44 77 77 66 HS M OD NULLSTROM ND Der Aktenvernichter HSM SECURIO C16 eignet sich als Kleinster in der SECURIO-Familie ideal für den privaten Bereich und das kleine Büro zu Hause. Schön kompakt, schön sparsam, schön sicher – und alles in der HSM-Qualität „Made in Germany“. www.hsm.eu A DE I HS M ELLEN VOLLST - B Y- M HSM ER Y MAN H W L-S CHNE I Great Products, Great People. D M US I M S TA N G A VORWORT & INHALT Liebe Freunde von OroVerde, Wissenschaftler des IUCN gehen davon aus, dass in der Frühzeit etwa alle 1000 bis 5000 Jahre eine Säugetierart ausgestorben ist. Diese Zahl definiert in etwa die Dynamik im Arteninventar, die wir natürlicherweise auf unserem Planeten zu erwarten haben. Heute beobachten wir einen Verlust an Arten, der 1000 mal höher liegt! Aktuell verlieren wir etwa alle zehn Jahre eine Säugetierart. Im gleichen Zeitraum stirbt auch eine Vogelart aus. Und eine Amphibienart und und und …. Damit aber nicht genug. Wir müssen davon ausgehen, dass sich diese durch den Menschen verursachte Entwicklung noch einmal um den Faktor 10 beschleunigen wird. Immerhin sind wir in der Zwischenzeit so weit, dass wir das Problem überhaupt erkennen. Vor zwei Jahren hat die internationale Staatengemeinschaft in Nagoya beschlossen, das weltweite Artensterben bis zum Jahr 2020 zu stoppen. So schön solche Beschlüsse auch sein mögen, sie sollten nicht darüber hinwegtäuschen, dass damit erst mal nur Papier beschrieben und für die Arten noch nichts erreicht wurde. Ein gutes (schlechtes) Beispiel dafür mag die EU sein, die sich schon für 2010 vorgenommen hatte, das Artensterben innerhalb der EU zu stoppen. Als absehbar war, dass dieses Ziel krachend verfehlt werden wird, hat man nicht etwa die Anstrengungen verstärkt, sondern hat einfach die Frist bis 2020 verlängert. So darf es im Artenschutz nicht weitergehen! Es ist deshalb begrüßenswert, dass sich nun auch Ökonomen dieser gewaltigen Aufgabe angenommen haben und in den letzten Jahren große Studien über den Wert, den vielfältige und intakte Ökosysteme liefern, vorgelegt haben. Die Summen, die genannt wurden sind gewaltig und übersteigen die Kosten, die ein effektiver Schutz der Ökosysteme verursachen würde, um ein Vielfaches. In unserem Schwerpunkt beleuchten wir die Hintergründe dieser neuen Bewertungsansätze. Es ist aber lange noch nicht ausgemacht, ob diese neuen Studien wirklich zu einem Umsteuern beitragen oder ob den vielen politischen Papieren und Absichtserklärungen nun einfach noch ein dicker Stapel wissenschaftlicher Stellungnahmen hinzugefügt wird. Was ich Ihnen aber versichern kann ist, dass OroVerde weiterhin seinem Prinzip treu bleibt und wir alles in unserer Macht stehende tun, um die konkrete Situation vor Ort in den tropischen Regenwäldern der Welt zu verbessern. Schwerpunkt 4 8 12 14 14 15 16 18 20 20 20 20 21 21 Was ist uns unsere Natur wert? Interview mit Bestsellerautorin Tanja Busse Unsere Schutzprojekte vor Ort Guatemala: Schatz am Izabal-See endeckt Der OroVerde-Investment-Check Monitoringflug über den Nationalpark Honduras: Sensationsfund in Patuca Unsere Projekte in Deutschland Immer unterwegs: Unsere Wanderausstellung OroVerde auf der Bildungsmesse didacta Audiovisionsvortrag von Konrad Wothe Espritkunde wünscht sich Regenwald Ihr persönlicher Regenwaldkalender 2014 Sponsorenlauf - Schüler aktiv für den Wald Kennst du schon das Faultier? OroVerde-Wettbewerb für Schüler Der Altpapier-Check Rätselecke Bilanz Ergebnisrechnung Einnahmen und Ausgaben Zuwendungen und Zuschüsse; Fazit Ein Testament für den Tropenwald Zustiftung unter dem Dach von OroVerde Mit Bußgeldern Gutes tun Nachruf Ihre Ansprechpartner in Bonn Die OroVerde-Gremien Aus den internationalen Projekten Unsere Projekte in Deutschland Kids & Teens 22 22 23 23 24 25 26 27 28 29 30 30 31 31 Finanzbericht 2012 Helfen und Handeln Aus der Geschäftsstelle Prof. Dr. Harald Kächele Vorsitzender des Stiftungsrats von OroVerde Rechts: Die Fächertaube zählt mit einer Körperlänge von 74 Zentimetern und einem Gewicht von etwa 2,5 Kilogramm zu den größten und schwersten Taubenarten. Die IUCN stuft sie auf der Roten Liste als „gefährdet“ ein. *unverbindiche Preisempfehlung 99 12. 3 OroVerde 2013 SCHWERPUNKT Was ist uns unsere Natur wert? „Heutzutage kennen die Leute von allem den Preis und von nichts den Wert.“ Dieses Zitat von Oscar Wilde fällt einem zu den um sich greifenden Bemühungen ein, für Teile der Natur und ihrer Funktionen einen ökonomischen Preis zu berechnen. Oft erleben wir, dass derartige Rechnungen nicht aufgehen und spätestens bei der praktischen Anwendung scheitern, wie zum Beispiel der CO2-Emmissionshandel. Dabei sind die Motive häufig ehrenhaft: Solange ein bestimmtes Gut in unserem Wirtschaftssystem keinen Preis hat, wird es im Übermaß beansprucht und verbraucht. Durch die Ermittlung eines ökonomischen Preises lässt sich im Idealfall der Verbrauch reduzieren und eine nachhaltige Wirtschaftsweise erreichen. Warum schützen wir unsere Natur und Umwelt? Was müssen wir tun, damit aus der Ökonomisierung von Natur nicht nur ein neues Geschäftsfeld wird? Und wo sollte eine Ökonomisierung abgelehnt werden? 4 OroVerde 2013 Restposten *unverbin diche Preis empfehlu ng Der Schutz der Natur um ihrer selbst willen Der Zuwachs der Erdbevölkerung ist ungebrochen und nimmt Ausmaße an, die zu einem verheerenden Ressourcenverbrauch und zur immer weiteren Zerstörung der Naturräume führen. Mit wachsender Härte zwingen uns die Probleme umzudenken. Noch immer erscheint die Natur im Haushalt des Menschen nur als ein Rechnungsposten unter vielen. Aber der Mensch selbst ist nur ein Faktor unter anderen im Haushalt der Natur. Er gehört der Natur an und muss lernen, das, von dem er nur ein Teil ist, als Ganzes zu bewahren. Er muss die Natur um ihrer selbst willen schützen – unabhängig von allen Nützlichkeitserwägungen und ökonomischen Betrachtungen. men und Pflanzen, darüber dann Pflanzenfresser und ganz oben die fleischfressenden Tiere als Spitze dieser Nahrungspyramide. Grundsätzlich sind alle Arten für die Funktionsweise eines Ökosystems wichtig und notwendig – zieht man einzelne Karten aus dem Kartenhaus, wird es instabil und bricht schnell zusammen. Das droht in der Natur, wenn Arten stark zurückgehen oder aussterben. „Apotheke Regenwald“ ist der Titel eines Buches und erklärt an zahlreichen Beispielen, dass Wirkstoffe aus tropischen Pflanzen schon heute in der Medizin unverzichtbar sind. Zudem schlummern in den tausenden noch unerforschten Pflanzenarten der Tropen zahlreiche neue und noch unentdeckte Wirkstoffe. Aus dem Rosablühenden Immergrün der Tropenwälder Madagaskars wurden Arzneien entwickelt, die Heilungschancen des Morbus Hodgkins und der lymphatischen Leukämie bei Kindern entscheidend verbessert haben. Doch viele Pflanzen wurden auf ihre Wirkungen als Krebsmittel oder Antibiotika noch gar nicht untersucht. Wer kann und will hier einen Gründe für den Natur- und Artenschutz Ist ein Käfer weniger Wert als ein Jaguar? In einem Ökosystem bilden alle Tier- und Pflanzenarten – von Bakterien bis hin zu Raubtieren, wie zum Beispiel dem Tiger – ein zusammenhängendes Netzwerk. Dies kann man sich am besten wie ein großes Kartenhaus vorstellen: ganz unten die Mikroorganis- 5 OroVerde 2013 SCHWERPUNKT monetären Wert festlegen? Auch in der Pflanzenzüchtung spielen die Genreserven, insbesondere der tropischen Arten eine große Rolle. Viele Pestizide zeigen keine Wirkung mehr – Schädlinge sind resistent. Um Rückkreuzungen zu ermöglichen ist es nötig den genetischen Pool unserer Nutzpflanzen, der in den Wildpflanzen liegt zu bewahren. Einmal vernichtet ist der immense Genpool der Tropenwälder nicht mehr zu rekonstruieren. Eine Monetarisierung dieses Pools ist nicht möglich – es geht um das langfristige Bestehen des Lebens auf dem Planeten Erde. Ist ein Insekt überhaupt nur etwas wert, wenn ein Medikament aus ihm gewonnen werden kann? Dank unserer europäischen Sichtweise hängen wir gerne und schnell an alles ein Preisschild. Der Wert bemisst sich oft am kurzfristigen ökonomischen Nutzen. Globale Zusammenhänge und langfristige Perspektiven werden nicht berücksichtigt. Viele indigene Völker kämpfen gegen die Zerstörung ihres Lebensraumes durch die Förderung von Erdöl. Ist das Vorkommen erschöpft, bleiben giftige Ölseen zurück. Regenwald im Sonderangebot Der Gedanke von Rendite und Kosten-Nutzen-Rechnungen ist kulturabhängig. Unterschiedliche Völker haben verschiedene Vorstellungen von Mutter Erde, von Natur und auch vom Besitz – in vielen Sprachen gibt es kein Wort für „haben“. Die indigenen Völker Boliviens legten das „buen vivir“, das „gute Leben“ als Verfassungsziel ihres Staates fest. Die Entwicklung soll hier im Einklang mit der Natur geschehen. von Menschen erbracht werden – dafür fehlt natürlich das Geld. Für Umwelt- und Naturschützer ist eine ökonomische Bewertung problematisch: ist einem bestimmten Waldgebiet lediglich ein monetärer Wert zugeordnet wird, ist es möglich, diesen mit dem Wert des darunter liegenden Erdöls zu vergleichen. Wird nun aufgrund hoher Ölpreise das „schwarze Gold“ gefördert, ist der Regenwald als Wasser- und Kohlenstoffspeicher und Hort der Artenvielfalt für immer verschwunden. Das Öl wird verbraucht. Zurück bleibt eine verseuchte Umwelt, die wichtige Leistungen des Regenwaldes nicht mehr übernehmen kann. Wasserquellen trocknen aus, fruchtbarer Boden wird weggespült und den Menschen fehlen wichtige Rohstoffe wie Feuerholz und Baustoffe, sowie der Wald als Ernährungsgrundlage. Für alles Geld der Welt wird es nicht möglich sein, den entstandenen Schaden gänzlich zu beseitigen, dass „grüne Gold“ ist dann für immer verloren. Regenwald schafft Rendite! Die Diskussion um eine ökonomische Bewertung von Ökosystemen ist nicht neu. Eine internationale Studie berechnete Umweltdleistungen von Ökosystemen. Bewertet wurden dabei nicht nur die Leistung für sauberes Wasser, frische Luft, das Klima, den Genpool und medizinische Verwendbarkeit, sondern auch für Nahrung und Tourismus. Ein Hektar tropischer Regenwald erbringt nach Berechnungen dieser Studie je nach Lage Leistungen, die sonst bis zu 16.000 US-Dollar im Jahr kosten würden, viel Geld in einem Land wie Guatemala, in dem das durchschnittliche Tageseinkommen bei 50 Cent liegt. Trotz aller Umrechnungen: Wo Bäume nicht vor Erosion schützen und ihre Wurzeln kein Wasser filtern, müssen fehlende Dienstleistungen *unverbindiche Preisempfehlung Für indigene Völker ist eine intakte Natur häufig die Grundlage ihres Lebens. Ausverkauf Wasser, sauberer Luft und üppiger Artenvielfalt ist kein monetärer Wert beizumessen! Verbraucher haben es in der Hand! Der richtige Griff im Supermarkt schont die Tropenwälder unserer Erde. Der Wert des Waldes: Unser Überleben Auch die besten wissenschaftlichen Analysen stoßen an ihre Grenzen wenn es darum geht, die Artenvielfalt unserer Erde, die Regenwälder und die Natur an sich zu berechnen. Denn sie sind unschätzbar wertvoll: sie sichern unser Überleben auf diesem Planeten. Moderne Technik wird nie die Arbeitsleistung eines Baumes oder einer Biene ersetzen können. Zumal es fraglich ist, ob so eine Welt überhaupt erstrebenswert ist. Der ästhetische Wert eines schillernden Quetzal im Flug ist unbestritten und auch der vermeidlich hässliche kubanische Schlitzrüssler hat eine Existenzberechtigung. Gerade Tropenwälder sind Netzwerke des Lebens, die wegen der Artenvielfalt und den Abhängigkeiten der Arten untereinander existieren können. Global denken, lokal handeln “Wäre der Regenwald eine Bank, ihr hättet ihn längst gerettet!“ - kann keine Maxime der internationalen Politik sein. Aber auch im Kleinen wird viel für den Regenwaldschutz bewegt. Nach dem Motto global denken und lokal handeln arbeitet OroVerde auch mit seinen Partnern in Übersee zusammen. Mit Aufklärungskampagnen und Informationsmaterial wird Bewusstsein geschaffen, für den vielfältigsten Lebensraum unserer Erde. Auf der anderen Seite ist klar, dass jeder Mensch aktiv werden muss. So hat unser Konsumverhalten in Deutschland schwerwiegende Auswirkungen auf den Regenwald – ob Fleischkonsum, Papierverbrauch oder Rohstoffe für Handys. Jeder Einzelne kann schon durch kleine Verhaltensänderungen viel bewirken. Allein durch die Nutzung von Recyclingpapier werden viele Bäume vor der Axt gerettet. Regenwaldschutz ist nicht teuer - im Gegenteil. Der ehemalige Chefökonom der Weltbank Nicholas Stern stellte 2006 fest, dass es für die Menschheit durchaus kostengünstiger ist, jetzt in den Umwelt- und Klimaschutz zu investieren, als die Folgekosten des Klimawandels in Form von Hungersnöten, Wüstenbildung und Naturkatastrophen zu tragen. Während für die Prävention 1 Prozent des globalen Bruttoinlandproduktes benötigt werden, würden die Folgekosten mit 5 bis 20 Prozent zu Buche schlagen. Die UN-Artenschutzkonferenz im November 2012 in Indien kam zu der Erkenntnis, dass weltweit 40 Milliarden US-Dollar investiert werden müssen, um bis 2020 die Abholzung unserer Wälder zu halbieren und das dramatische Artensterben zu stoppen. Der Erhalt dieses Lebensraumes würde wiederum 85 Milliarden US-Dollar an Nutzen bringen. Summen die sich im Vergleich zu anderen Ausgaben mickrig anhören. 2011 wurden weltweit über 530 Milliarden US-Dollar an Subventionen für die fossilen Energieträger Kohle, Öl und Erdgas bezahlt. Allein die weltweiten Rüstungsausgaben beliefen sich im selben Jahr auf 1.738 Milliarden US-Dollar! Wenn Milliarden für Rüstungsgüter ausgegeben werden, kann dann nicht ein Bruchteil dieser Summe in den Artenschutz fließen? Verschieben wir unsere Werte! In Zusammenarbeit mit den Menschen in den tropischen Regenwäldern schützt OroVerde mit seinen Förderern seit 1989 den bedrohten Lebensraum vieler wundervoller Tier- und Pflanzenarten. Ob in Honduras, Guatemala oder Indonesien, der Fokus liegt hier auf den „Hotspots der Artenvielfalt“, also Gebiete die besonders schützenswert sind. Die Projekte haben dabei meist Pioniercharakter und sollen als Blaupause für zukünftige Schutzmaßnahmen dienen. Der monetäre Aufwand ist im Vergleich zu den herausragenden Ergebnissen jedoch gering. • *unverbin diche Preis empfehlu ng 7 OroVerde 2013 SCHWERPUNKT „Wir brauchen Nachhaltigkeit im modernen Konsumwunderland!“ Europa ist schockiert über Pferdefleischskandale, verschimmeltes Tierfutter und falsche Bio-Eier. Tanja Busse spricht im Interview darüber, warum es sich lohnt, die Inhaltsstoffe unserer Lebensmittel genau zu kontrollieren und wie es sich anfühlt drei Tage durch Sumatra zu fahren und kein einziges Stückchen Regenwald zu sehen. OroVerde: Sie beschäftigen sich intensiv mit Konsum, Kaufverhalten und angebotenen Produkten. Worin sehen Sie die größte Herausforderung im Hinblick auf nachhaltige Entwicklung? Tanja Busse: Trotz vierzig Jahren Konsumkritik und Debatten über die Wegwerfgesellschaft kaufen und verbrauchen wir immer mehr. Anfang 2013 hat eine neue Billigbekleidungskette ihre erste deutsche Filiale eröffnet, Primark, die verspricht, wie H&M zu sein, aber noch billiger. Durch die günstigen Preise, die solche Ketten bieten, werden wir konditioniert, Kleidung und Schuhe wie Einwegartikel zu kaufen. Wir tragen sie nur ein paar Mal und schmeißen sie dann weg. Hat ja nur ein paar Euro gekostet, weniger als ein Döner! Passenderweise produziert die Industrie auch immer weniger langlebige Kleidungsstücke, sondern Teile, die nur eine Saison halten. Das ist das Gegenteil von Nachhaltigkeit! OroVerde: Was können wir dagegen tun? Tanja Busse: Um das zu ändern, müssen wir uns ein anderes Konsumverhalten antrainieren. Das ist nicht leicht. Besonders für Kinder und Jugendliche ist es schwer, sich dem Markenterror zu entziehen. Ein Problem: Unternehmen haben das Wort Nachhaltigkeit längst gekapert und segeln damit ins Konsumwunderland, wo angeblich alles zusammen geht: Ressourcen schonen, nachhaltig produzieren, zu günstigen Preisen anbieten und den Konsumenten beglücken. In den meisten Fällen ist das aber Greenwashing oder nur ein klitzekleines Stückchen Verbesserung, für das laut auf die Pauke gehauen wird. OroVerde: Wie ist schon beim Einkauf Greenwashing zu erkennen? Tanja Busse: Damit wir als Konsument/innen bewerten können, was wirklich etwas bringt und was nur grün gewaschene konventionelle Produktion ist, brauchen wir umfassende Informationsrechte. Wir brauchen ein Verbraucherinformationsgesetz, das Unternehmen dazu zwingt, unsere Fragen zu beantworten. Aus welchem Wald kommt das Holz für den Tisch, den ich gekauft habe? Was ist das für ein Aroma im Müsliriegel? Bisher dürfen die Unternehmen solche Fragen mit dem Hinweis aufs Betriebsgeheimnis einfach nicht beantworten. Meistens weichen sie aus und speisen uns mit freundlich verpackten allgemeinen Antworten ab. Woraus ist denn dieses Sportgerät, das so merkwürdig riecht? Aus Gummi! Ach so, und aus welchem genau und enthält es Weichmacher? Das können wir Ihnen leider nicht sagen... OroVerde: Niemand will Taschentücher aus Regenwaldholz, Schulhefte gemacht aus Urwaldriesen. Worauf sollten Verbraucher achten, damit sie ihren Werten treu bleiben können? Tanja Busse: Für die Ernährung ist das noch am einfachsten: Möglichst regional, ökologisch und saisonal einkaufen und wenig Fleisch essen! Schulhefte, Taschentücher und Servietten gibt es aus Recyclingpapier. 8 OroVerde 2013 Moderatorin und Bestsellerautorin Tanja Busse... schreibt vor allem für „Die Zeit“ und den WDR. Deutschlandweit bekannt wurde sie durch ihre Bücher „Die Einkaufsrevolution. Konsumenten entdecken ihre Macht“ und „Die Ernährungsdiktatur. Warum wir nicht länger essen dürfen, was uns die Industrie auftischt“. Einer ihrer Erfolge: Die Molkerei FrieslandCampina darf ihr fruchtfreies rotes Glibberdessert nicht mehr „Rote Grütze“ nennen. SCHWERPUNKT Kaffee, Tee und Schokolade aus fairem Handel. Bei Kleidung auf Label für gute Arbeitsbedingungen achten! Die Verbraucher-Initiative hat eine Label-Datenbank eingerichtet, in der man sich erkundigen kann, ob ein Label oder Siegel nur Fantasie-Eigenwerbung eines Unternehmens ist oder aber wirklich etwas bedeutet. Eine gute Labelübersicht findet sich hier: www.label-online.de. OroVerde: Unsere Welt ist sehr komplex. Studien und Expertisen geben zu den gleichen Fragestellungen unterschiedliche Antworten. Wie kann ich mich abends im Supermarkt noch motivieren bewusst zu konsumieren? Und was sind die Alternativen? Tanja Busse: Das Problem kenne ich gut! Man ist unterwegs und hat Hunger und weit und breit ist kein Bioladen. Oder die Tasche war so schwer, dass man den selbstgemachten Apfelsaft nicht mehr mitschleppen wollte. Oder man möchte einen neuen Wintermantel und findet was man sucht nicht bei den öko-fairen Textilfirmen. Oder, oder. Der Konsumpsychologe Stephan Grünewald hat herausgefunden, dass Bio-Käufer auch deshalb Bio kaufen, weil das beim Tanja Busse setzt sich seit Jahren für die ökologische und soziale Verträglichkeit von Alltagsgegenständen ein. In ihrem aktuellen Buch „Die Ernährungsdiktatur“ berichtet sie über Lebensmittelskandale und die alltägliche Schummelei der Unternehmen. Einkauf im riesigen Supermarkt die Komplexität reduziert. Also, welches der dreißig Müslis soll ich nehmen? Was ist denn jetzt gut für mich? Und lecker? Da hilft das Bio-Siegel bei der Auswahl, das beschleunigt und vereinfacht den Einkauf. Aber das ist nur ein Teil des bewußten Konsumierens: auf ein Label zu vertrauen und danach zu suchen! Davor muss aber jeder für sich selbst rausfinden, welchen Standard er für sich will. Und da führt kein Weg am Informieren und Recherchieren vorbei. Aber das muss man ja nicht für jeden Einkauf neu machen, sondern nur einmal für jedes Produkt. OroVerde: Das hört sich trotzdem sehr anstrengend an... Tanja Busse: Meine Empfehlung für ökologischen Konsum ist, nicht von einem Tag auf den anderen eine Perfektion von sich zu verlangen, die überfordern würde. Schritt für Schritt sein Einkaufsverhalten zu ändern, geht leicht. Ich habe mit Ernährung angefangen, dann kam Kosmetik und schließlich Kleidung. Noch immer wird Regenwald vernichtet, um unseren enormen Fleischbedarf zu decken. Ob riesige Rinderweiden im Amazonasgebiet oder kilometerweite Kahlschlagflächen für den Anbau von Soja als Tierfutter - der Regenwald verschwindet in unseren Mägen. 1 kg Billigfleisch kostet umgerechnet 61 m2 Regenwald. Um den Regenwald zu schützen, entscheide dich beim Kauf für Biofleisch, denn bei dieser Art der Produktion wird in der Regel kein Soja zugefüttert. „Mit unserem Einkaufsverhalten können wir schon eine Menge für den Regenwaldschutz tun.“ OroVerde: Sie beschäftigen sich auch beruflich mit der Aufdeckung von Skandalen, u.a. in der Lebensmittelbranche. Wie sieht es denn da aus? Tanja Busse: Letztes Jahr habe ich zum Beispiel für ein WDR-Feature einen Hühnermäster mit zwei Ställen in denen jeweils 15 000 Masthühner leben besucht und eine industrielle Legehennenfabrik gesehen. Seitdem könnte ich keine Eier aus konventioneller Haltung mehr runterbringen. Das Bild dieser geschundenen Tiere hat sich mir eingebrannt. Fleisch esse ich schon sehr lange nicht mehr. Ich bin auf einem Bauernhof groß geworden und habe als Kind mit den Kälbchen gespielt, die wollte ich irgendwann nicht mehr essen. Jedem Fleischfreund empfehle ich sich die Ställe anzugucken, aus denen die Tiere kommen... Brandrodung für den Einkaufswagen? Fortsetzung auf Seite 11 9 OroVerde 2013 Anzeige In der Fülle liegt die ABWEHRKRAFT. Vitamin-C-Komplex nach dem Rezept der Natur www.cerola.de • SCHWERPUNKT Fortsetzung von Seite 9 OroVerde: Das ist bei brasilianischem Rindfleisch kaum möglich… Tanja Busse: Das stimmt, aber: Wir sollten uns überlegen, ob wir unbedingt Fleisch aus Südamerika essen wollen. Dabei wird dort nicht nur für die Rinderzucht massiv Regenwald abgeholzt. Auch für Futtermittel werden riesige Flächen unnötig gerodet. Nur damit das Soja dann nach Europa verschifft und dort an Rinder verfüttert werden kann. OroVerde: Für unseren nächsten Einkaufszettel. Würden Sie uns Ihre wichtigsten Einkauftipps verraten? Tanja Busse: Kein Palmöl kaufen! 2011 bin ich nach Sumatra gereist, um Palmöl-Plantagen anzugucken und was ich gesehen habe, war so katastrophal, dass ich kein Palmöl mehr essen will. Und das angebliche nachhaltige Palmöl ist nur wenig besser. OroVerde: Können Sie auf diese Reise noch etwas eingehen? Wie haben sie sich gefühlt? Tanja Busse: Ich wußte ja: Ich würde riesige Plantagen sehen, darauf war ich vorbereitet. Aber dass wir fünf Tage lang durch Sumatra fahren würden und gar keinen Regenwald sehen würden - das hat mich schockiert. Tanja Busse Die Ernährungsdiktatur Warum wir nicht länger essen dürfen, was uns die Industrie auftischt eBook ISBN: 978-3-641-04826-6 € 13,99 [D] | CHF 18,00* (* empf. VK-Preis) Anzeige Wald schützen, Kakao pflanzen. Und das mit bis zu 8,5 % Rendite. Einmal sind wir Rauchwolken gefolgt, um zu sehen, woher das Feuer kam. Auf einer Plantage haben wir die schwelende Asche entdeckt: Das war der letzte Rest Regenwald inmitten einer riesigen Plantage gewesen! Gegenüber arbeitete ein kleiner Junge mit seinem Vater, aber als wir mit ihnen ins Gespräch kamen, war sofort ein Aufseher da, der ziemlich nachdrücklich verlangte, dass wir sofort alle Fotos löschen. Eins habe ich gerettet. An den Straßen klebten übrigens überall Werbeplakate für Glyphosat. Unter den Ölpalmen wird großflächig gespritzt, was bedeutet, beinahe die gesamte Fläche Sumatras ist verseucht! Wir waren auch auf einer Plantage, die der TÜV Süd als nachhaltig zertifiziert hatte. Warum? Die Manager waren ganz stolz: Es war ihnen gelungen, die Glyphosatmenge zu halbieren! Primärwald gab es da keinen mehr. OroVerde: Was empfehlen Sie? Tanja Busse: Palmöl konsequent boykottieren und von den Herstellern Alternativen verlangen, auf die Zutatenliste gucken und bei dem Hinweis auf pflanzliches Fett nachfragen, um welches es sich handelt! Wenn das alle Konsumenten, denen der Regenwald am Herzen liegt, konsequent tun, müssen die Hersteller reagieren! • Ihre Investition in zertifizierte Aufforstung und fairen Kakao. Mit bis zu 8,5 % Rendite. 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Ecuador 4 nd ón - 1 Sc Gold oder Erdöl Der Die internationalen Projekte von OroVerde wurden gefördert und unterstützt durch: Dornier Stiftung 12 OroVerde 2013 Wasserkraft Volk A ...sondern ist ungleich wertvoller. Auf der nächsten Seite erfahren Sie mehr! a lex h z at a am Iz bal-Se Der Schatz am Izabal-See e besteht nicht aus Maya- 1 Den widrigen Umständen getrotzt Trotz schwieriger politischer Rahmenbedingungen geht die Aufbauarbeit im Nationalpark weiter voran. Es konnten Computer angeschafft werden, mit denen das Parkmanagement effektiver organisiert und vorangetrieben wird. Doch es fehlt an allen Ecken und Enden, angefangen von outdoorfähigem Schuhwerk bis zu Funkgeräten. Hier wird Ihre Spende dringend benötigt! nder von H Wer die Vielfalt der Tropenwälder erhalten will, muss die Armut besiegen. Alle 39 teilnehmenden Familien des Nationalparks Sierra del Lacandón haben bereits jeweils 50 Frucht- und 100 Tropenwaldbäume auf ihren Grundstücken m Wald lebe gepflanzt. Damit wird der de n Nutzungsdruck auf den Wald it reduziert und die Ernährungssituation verbessert. Um noch mehr Menschen für die waldschonenden Anbaumethoden zu gewinnen, schulen ausgewählte Projektteilnehmer interessierte Familien in ihren Dörfern. Mehr dazu demnächst auf www.oroverde.de. Armut bekämpfen und Regenwald schützen 1 Im E Reduzierung der Entwaldung, Erhalt der biologischen Vielfalt und Stärkung der lokalen Entwicklung sind die drei Säulen des Projekts im guatemaltekischen Nationalpark Sierra del Lacandón. Der erste beachtliche Erfolg: die Entwaldung im Nationalpark Sierra del Lacandon ging in der Trockenzeit 2011/2012 um die Hälfte zurück. Zudem wurden über 644 Hektar Wald mit den Bewohnern des Parks aufgeforstet und geschützt. Innovative Ansätze der Projektumsetzung fließen auch in internationale Diskussionen zu Wald- und Klimaschutz ein. in kla n g m Laca Die Entwaldung stoppen! W ä l r de si n d L e b e n 3 um ld bo t-Nationalp a rk ah st n re Vielfalt bewahren: Vielfalt Bew Bio-Schokolade rettet Tropenwald - und den Lebensraum einer der seltensten Großkatzen der Welt! Lesen Sie mehr zu dem neuen Projekt auf den Seiten 16 und 17. ner Wald 1 t at sc h wa rz e s G AUS DEN INTERNATIONALEN PROJEKTEN ol d Re g w en a ld s c h üt z e n Umweltbildung rettet Bergnebelwälder B il d u n g 5 Das Gebiet der Kichwa-Ureinwohner in Ecuador wird nicht durch illegale Erdölbohrungen verschmutzt! Der Interamerikanische Gerichtshof für Menschenrechte gab 2012 in höchster Instanz den Kichwa Recht, die gegen die Vergabe von Bohrlizenzen an Erdölfirmen auf ihrem Stammesgebiet geklagt hatten. Die Umsetzung des Urteils steht allerdings noch aus. Nur Dank Ihrer Spenden können wir den Menschen bei der Wahrung ihrer Kultur und dem Schutz des Waldes helfen. Die Lage in Ecuador spitzt sich zu. Mehr zur aktuellen Entwicklung unter www.oroverde.de . Gerichtsprozess Sarayaku gewonnen: Regenwald statt Erdöl! 4 ! Kinder und ihre Familien für die Umwelt und den Wald zu begeistern, ist eine wundervolle Aufgabe und sichert die Zukunft des Bergnebelwaldes. Ein hoffnungsfrohes Projekt, bei dem es darum geht, Umweltbewusstsein in der ländlichen Bevölkerung zu verankern und so die letzten intakten Bergnebelwälder Venezuelas zu schützen. In der „Zuflucht des Waldes“, dem lokalen Umweltbildungszentrum, werden die Kinder der Region zu Regenwaldrettern ausgebildet, Wassereinzugsgebiete aufgeforstet und mit den Familien Hausgärten angelegt. Für 2013 und die folgenden Jahre werden diese Aktivitäten ausgeweitet, um den Schutz des wertvollen Waldes des Cerbatana-Berglandes weiterhin zu gewährleisten. Demnächst mehr dazu! G rü h u rc galen Rod un D n ge verhindern Holzraubbau stoppen! 6 In Zusammenarbeit mit den Gemeinden im Patuca-Nationalpark wurden drei Wassereinzugsgebiete von 23,5 Hektar gesichert und aufgeforstet. Besonders aktiv: Lokale Schüler nahmen ihre Zukunft in die Hand und halfen bei der Pflanzung von 5400 Setzlingen. Außerdem wurden lokal angepasste Flyer und Hörbeiträge zum Thema Trinkwasserschutz erarbeitet. Neben wichtigen Bildungsprojekten wurde zudem eine Kampagne zum Schutz des Pumas im Nationalpark Patuca gestartet - damit die wundervollen Tiere nicht mehr aus Unwissenheit oder Angst gejagt werden. Wald+ Wass 3 Schutz von Wassereinzugsgebieten und Aufklärungsarbeit zum Puma er il +B d u n g = Z u ku Wichtige Informationen zum illegalen Holzeinschlag und zur Gefährdungen der Biodiversität des Raja Ampat Archipels wurden auf einer gemeinsamen Projektreise mit Fauna und Flora International (FFI) gesammelt und ausgewertet. Anhand dieser Ergebnisse entwickelt OroVerde mit internationalen Partnern ein umfassendes Projekt zur Bekämpfung der illegalen Aktivitäten, das Ende 2013 starten wird. Ill e n ft Indonesien West-Papua 6 Australien OroVerde arbeitet vor Ort mit vielen Partnern zusammen: 13 OroVerde 2013 AUS UNSEREN INTERNATIONALEN PROJEKTEN Guatemala: Schatz am Izabal-See entdeckt Zu den Perlen Guatemalas gehört das Projektgebiet am Izabal-See. Der Lebensraum von Quetzal und Seekuh strotzt mit seiner beeindruckenden Tier- und Pflanzenvielfalt. Aber zwei Drittel der Bevölkerung leben in extremer Armut. Eins der Probleme: Gekocht wird gesundheitsschädlich auf offenem Feuer. Eine Familie verbraucht so pro Jahr über 12 Kubikmeter Brennholz. Doch Rodungen für Brennholz führen zu Dürren oder Überschwemmungen und folglich zu schlechten Ernten. Vogelbrutstätten verschwinden, Gewässer verschmutzen. Ein Teufelskreis, den OroVerde mit Hilfe seiner Förderer nun durchbrechen will! Projektgebiet aufgeforstet. Um den Wald als Brennholzlieferanten abzulösen, wurde Brachland bereits mit schnellwachsenden einheimischen Baumarten bepflanzt. Dazu konnten mit Spenden mehr als 240 Familien an Schulungen zu Hausgärten teilnehmen und pflanzen nun Kräuter und Gemüse an. Aktuell werden Baumschulen angelegt, die eine Kapazität von 44000 Kautschukbäumen haben, aus denen dann Naturkautschuk gewonnen wird. So entschärfen wir die brisante Ernährungssituation und schaffen alternative Einkommensmöglichkeiten. Die Lösung: Insgesamt 145 Hektar Regenwald werden im Auch mit effektiven Kochherden und verbesserter Tierzucht werden die Ursachen der Armut bekämpft und gleichzeitig das wertvolle Ökosystem des Izabal-Sees samt seiner exotischen Bewohner geschützt. Denn Quetzal und Seekuh sind Elend: 85 Prozent der MenArtenreichtum: Im Isabal-See Schätze, die es zu bewahren gilt. schen leiden in den Sommer- leben die seltenen Seekühe. Ein Dank an alle Spenderinnen und monaten Hunger. Spender! • Der OroVerde-Investment-Check: Wie „grün“ sind Waldinvestments? Gut gemeint ist nicht gleich gut gemacht. Investitionen in den Wald können allzu leicht in schädlichen Monokulturen enden. Dabei erfreuen sich Investitionen in Waldfonds wachsender Beliebtheit. Sie gelten als krisensichere Geldanlage. Gleichzeitig mangelt es an Finanzmitteln, um den weltweit fortschreitenden Verlust der Biodiversität zu bremsen. Die spannenden Fragen: Arbeitet der Anbieter wirklich „grün“? Werden die nötigen sozialen und ökologischen Kriterien berücksichtigt? Können diese Waldinvestments als Finanzierungsquelle zum Schutz der Biodiversität beitragen? Um darauf Antworten zu erhalten, nimmt OroVerde gemeinsam mit dem Global Nature Fund in diesem Jahr Waldinvestmentangebote unter die Lupe. In sechs Fallstudien rund um den Globus werden bestehende Waldinvestmentprojekte auf ihre sozialen und ökologischen Auswirkungen analysiert. 14 OroVerde 2013 Die Ergebnisse fließen in Handlungsempfehlungen für Investoren, Anbieter von Waldinvestments, Finanzdienstleister und die Politik. Mit diesen praxisnahen Leitfäden lassen sich dann Investitionen in schädliche Monokultur-Plantagen in Zukunft vermeiden. Und vielleicht wird sogar einen neue Finanzierungsquelle aufgetan. Aktuelle Informationen über das Projekt finden sich dann auf unserer Internetseite (www.oroverde.de/ projekte-national/waldinvestments.html). • Waldinvestments: Ökologisch und sozial? Oder zählt doch nur der Profit? Monokulturen haben fatale Folgen für die Biodiversität. AUS UNSEREN INTERNATIONALEN PROJEKTEN „Einfach wunderschön!“ - Monitoringflug über Sierra del Lacandón Mit einer kleinen Propellermaschine ging es für die OroVerde-Mitarbeiterinnen Dr. Elke Mannigel und Linda Rohnstock rund zwei Stunden in die tropische Luft des Departments Petén im Norden Guatemalas. Mit GPS und Fotoapparaten ausgestattet konnten gezielt Aufnamen von wichtigen Stellen im Nationalpark gemacht werden, die dazu dienen, einen aktuellen Überblick über die Situation im Park zu erstellen. Bei dem Monitoringflug sah man nicht nur die Brandrodungen und Maisfelder der Gemeinden sondern auch die noch vorhandenen riesigen Waldstücke, wiederaufgeforstete Flächen und die beeindruckenden bewaldeten Bergketten. Daneben zeigte sich die unglaubliche Vielfalt an Ökosystemen: der Grenzfluss Usumacinta mit seinen teils felsigen Ufern, verschiedene Feuchtgebiete und die für die Region typischen Cenoten-Kalksteinlöcher, die durch den Einsturz einer Höhlendecke entstanden und mit Wasser gefüllt sind. Um ein Fortschreiten der Zerstörung zu verhindern, arbeitet OroVerde gemeinsam mit der guatemaltekischen Partnerorganisation derzeit intensiv in den Landgebieten des Parks. Ziel ist es, mit alternativen und nachhaltigen Einkommensquellen den Nutzungsdruck auf den Regenwald zu verringern und Kahlschlagsflächen, die in den intakten Regenwald hinein ragen, wieder aufzuforsten. Zudem werden mit Hilfe der lokalen Kleinbauern degradierte Wälder mit Pflanzungen im Unterwuchs wieder angereichert - so werden besonders seltene Bäume nachgepflanzt und die Artenvielfalt wieder Schritt für Zusammen mit Oscar Rojas von der Partnerorganisation Defensores de la Naturaleza starteten Dr. Elke Mannigel und Linda Rohnstock zum Überflug über den Nationalpark. Eine üppige, geschlossene Walddecke zieht sich über die Kernzone. Aber auch die Randbereiche, mit bereits großen, degradierten Rinderweiden, sind zu erkennen. Die Bilder entstanden mit Unterstützung von LightHawk, die Flugzeug und Pilotin zur Verfügung gestellt haben. Schritt erhöht. Um die Ernährungssicherheit der Familien zu verbessern werden Fruchtbäume und Gemüse (u. a. Mais, Bohnen und Maniok) in Agroforstsystemen angepflanzt. Inzwischen haben sich weitere Gemeinden aus den Randzonen des Parks gemeldet und würden sich gerne an den Maßnahmen beteiligen. Das ist ein toller Erfolg, denn es zeigt, dass die Arbeit mit der lokalen Bevölkerung Früchte trägt. • Der knapp 203.000 ha große Nationalpark wurde 1990 gegründet und umfasst Tief- und Hochlandregenwälder, Feuchtgebiete und Graslandschaften. Hier leben tausende Arten, wie die vom Aussterben bedrohten Hellroten Aras, die dem Ameisenbär-ähnlichen Tamanduas, Pumas, Ozelote, Brüllaffen und Jaguare. zen. Durch Ihre Hilfe wurde die bisherige Arbeit möglich: der Kauf von Flächen im Herzen des Parkes, die Wiederaufforstung und erste Maßnahmen zur Schaffung alternativer Einkommensquellen. Ein Stück des heilen Regenwaldes „gehört“ daher Ihnen - zumindest im symbolischen Sinne. Ein herzliches Dankeschön an alle Spender und Förderer, die die Arbeit im Nationalpark unterstüt- 15 OroVerde 2013 AUS UNSEREN INTERNATIONALEN PROJEKTEN Honduras: Sensationsfund im Patuca-Nationalpark Der Jubel unter den Patuca-Unterstützern nahm kein Ende: Kurz nach der Förderzusage des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) für das neue Bio-Schokoladen-Projekt im Patuca-Nationalpark, wurde ein Harpyiennest samt Jungvogel entdeckt - nicht nur für Ornithologen eine Sensation! Dennoch sind die Herausforderungen im Patuca Nationalpark groß. Im Glauben, dass der Regenwald „Niemandsland und ökonomisch wertlos“ ist, wurden große Teile gerodet und in lukratives Weideland umgewandelt. Von dem Hungerlohn, den die Großgrundbesitzer und Rinderzüchter armen Kleinbauern zahlen, können diese ihre Familien kaum ernähren. Die bessere Alternative: Bio-Schokolade! Mit dieser leckeren Köstlichkeit wird die Armut bekämpft und der Regenwald vor weiteren Rodungen bewahrt. Vielfältiger Tropenwaldschutz für Patuca Weitere wichtige Projektaktivitäten sind u.a. der Schutz von Wassereinzugsgebieten, der Aufbau vier neuer Baumschulen mit einer Kapazität von 10000 Setzlingen pro Jahr, Umweltbildung und 100 energieeffiziente Kochherde, die an bedürftige Familien verteilt werden. Mit der Anlage von 150 Hausgärten soll die einseitige Nahrungsmittelversorgung verbessert werden. Das neue Schokoladenprojekt ist vielfältig Gemeinsam mit der Organisation Asociación Patuca wird OroVerde zunächst 100 Bauern, die sich aus der Armut befreien wollen, in waldschonendem Anbau von Bio-Kakao schulen. Dabei kommt es zu einem Schneeballeffekt im Regenwald - das praxisorientierte Wissen wird „von Bauer zu Bauer“ weiter gegeben. In der nächsten Stufe gründen die Bauern eine Produzentengemeinschaft, um ihre Erzeugnisse selbstständig zu verarbeiten und zu verMit Bio-Schokolade den markten. Erste Erfahrungen Regenwald retten. darin konnten bereits 2009 in einem Pilotprojekt gesammelt werden. Ziel ist es, das weitere Vordringen der Land- und Viehwirtschaft in die wertvolle Kernzone des Parks zu verhindern und dauerhaft waldverträgliche Nutzungen in der Rand- und Pufferzone zu entwickeln. Mit mehr als 20.000 Kakaosamen, die die Kleinbauern auf zunächst 70 Hektar aussäen werden, ist die Hoffnung auf eine bessere Zukunft für ihre Familien und den Tropenwald verbunden. Damit der Plan aufgehen und in ein paar Jahren zahlreiche Kakaofrüchte geerntet werden können, beginnen jetzt intensive Vorbereitungen und Schulungen der Projektbeteiligten. 16 OroVerde 2013 Patuca-Kinder packen an: Für ihre Zukunft und den Regenwald. Die Arbeit hat Anfang 2013 begonnen, jedoch sind noch dringend weitere Spenden nötig, um das Schoko-Projekt in den nächsten drei Jahren erfolgreich durchführen zu können. Für die Unterstützung aller Patuca-Spender bedanken wir uns schon jetzt, denn ohne diesen starken Rückhalt wäre so ein Großprojekt nicht zu stemmen: Vielen Dank! • Weltweite Begeisterung bei Ornithologen! Honduras: Ein Harpyiennest samt Jungvogel wurde in der Nähe eines Dorfes in der Kernzone des Parks entdeckt. Die seltenen Tiere gehören zu den größten Raubvögeln der Welt. Der versteckte Nistplatz in schwindelerregender Höhe von 40 Metern im Patuca Nationalpark lt bewa h re ielfa ist erst der dritte dokumentierte nv n e t Nachweis in Zentralamerika - Ornithologen aus aller Welt sind begeistert! Für OroVerde ist dies ein wichtiger Erfolg und ein starkes Motiv für unser weiteres Engagement im Patuca Nationalpark. Ar AUS UNSEREN INTERNATIONALEN PROJEKTEN „Die beste Zeit einen Baum zu pflanzen war vor zwanzig Jahren. Die nächstbeste Zeit ist jetzt!“ Sprichwort aus Uganda Unser aktuelles Spendenprojekt in Patuca Vielfalt bewahren und mit Bio-Schokolade den Regenwald retten! Trotz Schutzstatus werden jedes Jahr fünf Prozent der Regenwaldfläche des Nationalparks vernichtet - das sind über 13.000 Hektar! Um die drohende Zerstörung des Patuca-Nationalparks aufzuhalten, müssen die Menschen vor Ort alternative, waldschonende Einkommensmöglichkeiten erhalten. Durch unsere Aktivitäten vor Ort sind wir auf dem richtigen Kurs, doch benötigen wir Ihre Unterstützung. Die Armut treibt die Menschen dazu ihren Lebensraum nach und nach zu zerstören. Spenden Sie für das Patuca-Projekt, 30 € reichen für 500 Kakao-Samen für zwei Patuca-Bauern. 60 € damit wir unseren Schutzplan erfolgreich umsetzen können! kann das Material für einen ökologischen Kochherd gekauft Aus werden. Der schont die Gesundheit der Menschen und den Regenwald. werden benötigt, damit ein Patuca-Bauer sich selbst aus der Armut befreien kann. Darin enthalten sind die verschiedenen Samen für den Anbau, ökologischer Dünger und das nötige Werkzeug. 104 € Ökologische Kochherde schonen den Wald un die Gesundheit der Familien. Vielen Dank für Ihre Unterstützung! Nachhaltiger Kakaoanbau schützt den Wald und mindert die Armut. Stichwort: Patuca Spendenkonto 8 310 004 Bank für Sozialwirtschaft BLZ 550 205 00 Mit Ihrer Spende erhalten Sie die Heimat des Pumas (links) und der Harpyie (oben). 17 OroVerde 2013 Vielfach preisgekrönt: u ra rs c h u tz che b Regenwaldschutz beginnt im Einkaufswagen Ob geringerer Fleischkonsum, Recyclingpapier oder Palmöl und Biodiesel - in öffentlichkeitswirksamen Kampagnen zeigt OroVerde, was jeder Einzelne zum Schutz der Regenwälder beitragen kann und bringt den Regenwald ins Bewusstsein von Konsumenten und Entscheidern. Große Furore machte die Kampagne „Donation Army“(s. Foto unten). Die Kampagne verbreitete sich tausendfach auf facebook und youtube und gewann den Silbernen Löwen in Cannes und damit einen der bedeutendsten Marketingpreise. Weitere Plakatkampagnen konnten durch die Unterstützung von Ogilvy & Mather und der Telekom über elf Millionen mal geschaltet werden. Sämtliche Kosten wurden durch die Partner getragen. So kommt das Thema Regenwald in die Öffentlichkeit! OroVerde-Leitlinien für Waldklimaprojekte geben Richtung vor Für Waldprojekte, mit denen Investoren freiwillig ihre CO2-Emissionen ausgleichen, sind zuverlässige Siegel wichtig, um Fehlentwicklungen wie artenarme Monokulturen zu vermeiden. OroVerde entwickelte gemeinsam mit dem Global Nature Fund Leitlinien für Waldklimaprojekte. Die dabei festgelegten Kriterien fließen nun in die Entwicklung eines verbesserten Standards auf der internationalen Ebene mit ein und stehen Interessierten unter www.oroverde.de/projekte-national/wald-undklima.html zur Verfügung. Ve r Wa l Wi ss Unsere nationalen Projekte d un m d K li a Experten aus dem Neuromarketing stärken Umweltkommunikationsprojekt e w n, o ll e n , t u n ! Sa ve r ou Pla n et OroVerde initiiert Kooperation mit Staufen und dem Blauen Engel zu Recyclingpapier Papier stammt von Bäumen? - Na klar! Doch nicht einmal jedes zehnte Heft wird aus umweltfreundlichem Recyclingpapier hergestellt. Aus diesem Grund initiierte OroVerde gemeinsam mit der Staufen GmbH&Co. KG eine neue Schulheft- und Büro-Edition aus 100% Recyclingpapier. Jetzt geht es weiter mit der begleitenden Kampagne „Save our Planet!“. Mehr Informationen: www.oroverde.de/projekte-national/save-our-planet.html Seit Sommer 2012 arbeitet der anerkannte Neuromarketingexperte Dr. Hans-Georg Häusel mit OroVerde zusammen. Setzlinge Baumschu Ziel ist es, Erkenntnisse aus dem Bereich der Motivationsforschung zu nutzen, um unterschiedlichste Menschen aller Art zu einem umweltbewussteren Handeln zu motivieren. Im Mittelpunkt stehen neue Wege für die Umweltkommunikation. Mehr dazu demnächst auf www.oroverde.de! er n ac e b o o k & t, F e C Über 100000 Downloads der OroVerde-Materialien o. I nt Ak ti s on wet t b e we rb e 161300 Besucher fanden im Jahr 2012 den Weg auf unsere Internetpräsenz. Diese nutzten den Downloadbereich über 1oo000 mal. Somit haben wir uns zu einer „High Traffic-Site“ gemausert, worüber wir uns als kleine Organisation natürlich sehr freuen! Ebenfalls stetig wächst unsere Community bei facebook (www.facebook.com/regenwaldschutz) sowie auf der Spendenplattform betterplace.org. Und kennen Sie schon unseren Youtube-Kanal? Hier warten bereits einige kurze Filmclips auf Sie! Die Kinderseiten sind übrigens von FragFINN ausgezeichnet worden! „Schüler schützen Regenwälder!“ und „Paper Angels“ sind die OroVerdeWettbewerbe, bei denen Kinder und Jugendliche direkt zur Tat schreiten. Sie inszenieren Theaterstücke, informieren Passanten und Mitschüler, verkaufen Kuchen für ein Schutzprojekt und vieles mehr. Lesen Sie zwei überzeugende Beispiele auf Seite 21! 18 OroVerde 2013 Pl a k at tt b we ewerb „Geist ist geil!“ statt „Geiz ist geil“ - so heißt es jedes Jahr beim beliebtesten OroVerde-Wettbewerb. Die Teilnehmenden erleben und lernen, wie Werbung gemacht wird und nutzen dieses Wissen direkt für den Regenwald: Sie entwickeln pfiffige Plakate, die zum Schutz der Regenwälder motivieren! 2012 reichten über 500 Teilnehmende ihre Plakatideen ein. Die tollsten Plakate wurden in Form von Postkarten umgesetzt und gedruckt. Jetzt die besten Motive kostenlos bestellen: info@oroverde.de. KOOPERATIONEN & SPONSORING Materialien und Wettbewerb ausgezeichnet durch: e il W Hier regnete es Auszeichnungen! w i r e s w e r t si n d Jugendliche aus sozialen Brennpunkten engagierten sich für den Regenwald und überzeugten nicht nur ihr Umfeld, sondern auch viele Preisrichter! Es wurde gekocht, getanzt und gerapt. Die Jugendlichen entwarfen Graffiti und Comics oder organisierten Sportevents. Begeistert setzten sie sich für den Regenwald ein und machten dabei regelrechte Sprünge in der persönlichen Entwicklung. Nachahmen erwünscht: Die Ergebnisse der Projekte liegen nun als Unterrichtsmaterial vor. Jetzt bestellen und den Dokumentarfilm zum Projekt ansehen! www.oroverde.de/ projekte-national/weil-wir-es-wert-sind.html Ausgezeichnet durch: Neuheiten 2012 Das neue Materialpaket „Weil wir es wert sind“ liefert Unterrichtsmaterialien zu den 14 wichtigsten Regenwaldthemen (von Biodiversität bis zu Palmöl und Holzraubbau) mit Arbeitsblättern und Aktionsvorschlägen. Jetzt bestellen: www.oroverde.de/lehrer/materialien.html Ebenfalls neu: Die Unterrichtsmaterialien „Papier“, die in Kooperation mit dem Blauen Engel und dem Schulhefthersteller Staufen entstand. Täglich gehen bis zu 30 Bestellungen ein, die von unserem Info-Team und Ehrenamtlichen schnellstmöglich bearbeitet werden. Viele Schulen werden daraufhin aktiv und lösen einen regelrechten Schneeballeffekt aus: mit Infoständen und Aktionen tragen sie das Thema weiter. ule u: „Hinterm Tellerrand beginnt die Welt“ Ne Or Ki n o d e rg a r t e n p ro j r Ve d e- Infoservic e Mehrfach mit der Note „sehr gut“ ausgezeichnet als: „Ja, da können wir helfen!“ Informationen zum Thema Regenwald - wer danach sucht, ist bei uns richtig! Insgesamt wurden im Jahr 2012 über 1650 detaillierte Infoanfragen beantwortet und damit 500 mehr als im Vorjahr. Davon waren über 600 Anfragen von Kindern - über den Nachwuchs müssen wir uns keine Sorgen machen! Haben Sie ebenfalls eine Frage oder wünschen Sie weitere Informationen? Rufen Sie uns an! Info-Telefon: 0228 - 24 290 0. Das Thema Umwelt sollte so früh wie möglich in die Bildung und Erziehung einfließen. Natürlich kindgerecht und spielerisch! Wie solche Bildungsprojekte aussehen können, das erforscht unser neues Kindergarten-Pilotprojekt, das im März 2013 startete. Mehr Informationen unter www.oroverde.de/projekte-national.html. Die nationalen Projekte von OroVerde wurden gefördert und unterstützt durch: energizing internet business Un 19 OroVerde 2013 te c rr i at h t s m e ri a li e n ! ek t SPONSORING & AKTIONEN Auf die Plätze, fertig, los! Erst das Engagement von vielen Partnern, Spendern und Helfern macht OroVerde zu dem, was sie ist: eine lebendige Stiftung mit viel Kreativität und Potential. Hier ein paar Beispiele als Spiegel der Energie, mit der sich alle Beteiligten für den Schutz der Regenwälder einsetzen! u s s t e ll u n g era d Regenwald-Wanderausstellung Immer unterwegs Bonn, Bremen, Augsburg, Rostock,... - unsere Wanderausstellung „Reichtum Tropenwald“ wandert ohne Pause durch Schulen, Museen und öffentliche Einrichtungen. Die Nachfrage ist riesig, so dass wir die Ausstellung bereits mehrfach nachproduziert haben und sie an mehreren Standorten parallel tourt. Wir freuen uns über die vielen Tropenwaldfreunde, die die Ausstellungsmöglichkeiten für uns organisieren! Kampagne eröffnet „Faszination Regenwald“ Voller Erfolg: Täglich bis zu 1000 Besucher am didacta-Stand Audiovisions-Vortrag des Naturfotografen Konrad Wothe Unglaublich: Bis zu 1000 Lehrer besuchten uns pro Tag auf der Bildungsmesse didacta und waren brennend an den Unterrichtsmaterialien und am Thema Recyclingpapier interessiert! Im Rahmen der didacta startete der Blaue Engel zudem gemeinsam mit OroVerde und der Staufen GmbH & Co. KG den Blaue Engel-Wettbewerb: „Engel-Papier. Jetzt!“. Tauchen Sie ein in die feuchtheiße Welt der Regenwälder Südamerikas, Afrikas, Asiens und Australiens. Staunen Sie über die Tricks und Strategien der Pflanzen und Tiere zum Überleben in diesem umkämpften Lebensraum. Erfahren Sie mehr über die ökologischen Zusammenhänge und die Bedeutung der Regenwälder. Begleiten Sie Konrad Wothe in dieser hervorragenden Bilderschau auf seinen abenteuerlichen Expeditionen nach West-Papua und NordostAustralien auf der Suche nach den sagenhaften Paradies- und Laubenvögeln. Der Vortrag eignet sich auch bestens für Schulen um die Jugend für die Natur zu begeistern und um die Themen „Ökosystem Regenwald“ und „Umweltschutz“ zu vermitteln (90 Minuten). Weitere Informationen und Anfragen unter www.konrad-wothe.de. Make your wish Espritkunde wünscht sich Regenwaldschutz und gewinnt! Dr. Volker Teichert, Vorsitzender der Jury Umweltzeichen Blauer Engel, Emil Bacher, Geschäftsführer von Staufen GmbH & Co. KG und Dr. Volkhard Wille von OroVerde freuen sich über die neuen Recyclingschulhefte und Unterrichtsmaterialien. 20 OroVerde 2013 18 OroVerde 2012 Im Winter 2012 rief die Kleidermarke Esprit die Kundenaktion „Make Your Wish“ ins Leben. Weltweit konnten Menschen ihre ganz persönlichen Wünsche einreichen: Wünsche für sich, für ihre Familien, ihre Liebsten und die Welt. Esprit hat aus diesem einzigartigen Pool fünf Wünsche zu sozialen, gesellschaftlichen und Umweltthemen ausgewählt und erfüllt. Einer der Wünsche war „ein Stück Regenwald kaufen und es schützen“. Mit Hilfe von OroVerde erfüllte Esprit seinen Kunden diesen Wunsch im Nationalpark Sierra del Lacandón im Norden Guatemalas. Dank Esprit konnte OroVerde dort eine 300000 Quadratmeter große Fläche Regenwald dauerhaft sicherstellen. Wir freuen uns über diese gelungene Aktion! Wa n SPONSORING & AKTIONEN Regenwaldkalender 2014 Hier kommt der Regenwald in Ihr Haus! Neu: Wäre es nicht toll, sich einen eigenen Regenwaldkalender aus den schönsten Fotos selbst zusammenzustellen? Mit dieser Idee starteten wir unsere neue Kalenderproduktion. Moderne Technik und viele Programmierstunden der Mitarbeiter der Druckerei klartext sowie wunderschöne Fotos des preisgekrönten Naturfotografen Konrad Wothe machten es möglich: Der neue Regenwaldkalender 2014 kann jetzt bestellt werden! Sie können sich für einen bereits fertig zusammengestellten Regenwaldkalender entscheiden, oder selber kreativ werden. Mehr dazu: http://oroverdeshop.directprint24.de Geschenktipp Tischkalender Ein wunderschönes Geschenk für Bekannte oder auch Kunden und Geschäftspartner. Der Eindruck eines eigenen Firmenlogos ist ohne großen Aufwand möglich und es gibt Rabattauf höhere Auflagen. Mehr dazu: http://oroverdeshop.directprint24.de Regenwald-Kalender 2014 9,7 x 42,0 cm (A3) • Querformat • Spiralbindung • 27,27 Euro, davon 5 Euro Spende für den Regenwaldschutz • Preisstaffelung nach bestellter Anzahl Tischkalender 2014 Maße • Querformat • Spiralbindung • 27,27 Euro, davon 5 Euro Spende für den Regenwaldschutz • Mengenrabatt Jugendliche aktiv für den Tropenwald Und immer um die Schule herum! Immer wieder machen sich Schulen stark für den Regenwald. Sie organisieren Sponsorenläufe, führen Theaterstücke auf oder verkaufen auf dem Schulhof selbst gebackenen Kuchen, um Schutzprojekte zu unterstützen. Unser Dank geht an alle, auch wenn wir hier nur zwei vorstellen können! Die Kinder der Klasse 5 & 6 der Albert-Schweitzer-Förderschule Herrenberg erforschten die Zusammenhänge von unseren Handys mit dem Regenwald - und wurden sofort aktiv. Um den Rohstoff Coltan zu sparen, fertigten sie Sammelkästen für alte Handys an, die sie an öffentlichen Orten aufstellten (Sparkasse, Bücherei, Bäcker). Zugleich spendeten sie gesammelte Gelder für OroVerde-Schutzprojekte, schrieben Presseartikel und vieles mehr. Initiiert durch ein paar Mädchen der 5. Jahrgangsstufe organisierten die 730 SchülerInnen des Ratsgymnasiums Münster einen Sponsorenlauf. Über 3500 € wurden dabei für OroVerde gesammelt und im Anschluss feierlich übergeben. 21 OroVerde 2013 KIDS & TEENS Nasenbären leben in Mittel- und Südamerika. Ihren Namen verdanken sie ihrer rüsselartigigen und beweglichen Nase. Kids & Teens i Kennst du schon das Faultier? Das Faultier hängt den ganzen Tag in den Bäumen und relaxt. Und wenn es mal nicht schläft, dann bewegt es sich nur im Schneckentempo. Es ist sein geruhsamer Lebensstil, der ihm seinen Namen gibt: Faultier! Doch ist das Faultier wirklich so faul? Faultiere sind die langsamsten Säugetiere der Welt. Am Tag schlafen sie zwischen 15 und 20 Stunden. Man kann also sagen, dass sie fast 30 Jahre ihres im Schnitt 40 Jahre dauernden Lebens verschlafen. Nur der Koala-Bär aus Australien schläft länger und mehr. Das anderthalb Meter lange Faultier hat im Vergleich zu seinem Körper lange Arme, die mit scharfen Sichelklauen ausgestattet sind. Der Nachteil: Sie können damit nur mühsam über den Boden rutschen. Umso besser können Faultiere die Bäume mit ihren Krallen erklimmen. Ihre Klauen sind die perfekte Kletterausrüstung! Hoch oben in den Baumkronen schlafen und essen sie. Sie ernähren sich rein pflanzlich von den nährstoffarmen Blättern – ganz in Ruhe, da hier genügend Futter vorhanden ist. Grundsätzlich ist das Faultier sehr tierlieb. In seinem Fell leben Motten, Käfer und andere Insekten. Da es im Regenwald täglich regnet, wachsen Algen an seinen Fellspitzen, weshalb es leicht grünlich aussieht. Eine optimale Tarnung, damit es von seinen Feinden, wie der Harpyie oder dem Jaguar nicht gesehen werden kann. Noch ein Faultiertrick: Durch die langsame Art spart es viel Energie und wird von anderen Regenwaldbewohnern kaum wahrgenommen. Wenn es doch zum Kampf kommt, wehrt es sich erstaunlich schnell. Das Faultier ist also nicht faul, sondern einfach clever! 22 OroVerde 2013 Faultiere haben einen sehr beweglichen Hals. Stell dir vor: Sie können wie die Eulen ihren Kopf um 180 Grad drehen. Wettbewerb Wir suchen Leute mit kreativen Köpfen und neuen Ideen, die etwas bewegen wollen! Sei also dabei und setz dich für den Regenwald ein. Die tollsten Aktionen werden von uns prämiert. M e h r In fos: w w w .o roverd e .d e uss deschl Einsen uli!!! 31. J ei!!! Sei dab Der Altpapier Check Mülltrennung wird immer wichtiger. Als richtiger Regenwaldretter trennst du natürlich deinen Müll. Aber bist du sicher, dass du richtig liegst? Hier zeigen wir dir was in den Papiermüll kommt und was nicht? KIDS & TEENS t in den P apiermÜll • Zeitungen ? & Zeitschrift en • Büropapier • Bücher ohn e Umschlag • saubere Pa pierverpacku ng • Kartons: die se sollten nu r zusammen gefaltet wer den, nicht ze rkleinert, da ganze Stücke sie als aussortiert w erden und in Verpackungsp die roduktion geh en • Bastelpapie r • Wellpappe, Papprohre Was gehÖr ein? t da r t nich ons) ehÖr nkekart Was g n (Geträ ttel, lie assenze materia apier (K erbund •V ermop apier, Th • Kohlep ht durch ten) sich nic Fahrkar ber, der ressetie mit Kle t-its, Ad • Papier sst (Pos lä uverts) ablösen ss bei K Wasser erschlu bev Selbstkle ketten, piere rbe htete Pa Silberfa beschic • ld- und o e mit G • Papier ! So kannst auch du Jetzt weisst du Bescheid Umwelt zu dazu beitragen, unsere zu sparen. entlasten und Energie htige Mache Werbung für ric use, in der Schule Papiertrennung: zu Ha n! und bei deinen Freunde Mach mit!!! Ratselecke B L J Z D S L S W G N A M R K W A A K F A T A T A E Y Q G S M E G T F V U H G K O L I B R i B H U T F C M T I S Z H W S E E R J A S E D R S R D M O I T T N Ü U R C M P U M A E O L E E T F L N X H U W X U F Y Z M N F T D L G D N E R F S F F E O F A E S A T S E R F G U E V L G G U A C F I E I T U K A N I O T I L S H F B B D L E M T K S T I E T I G E R D E G B O M Ä B X O G I M M I Y S R J P H R F Y R R E E I R S A T A H E F A E D C Y G R Q E H D A M d V R X R Ü S S E L K Ä F E R E Ü U E B D F G V M H K W G D A I K H X R Ä C V M S I N M F T R S L I Ä U O D E L A P O J Z I Q E F S C H M E T T E R L I N G T Finde alle 13 Tiere in dieser Buchstabensuppe ! L Ü T A P I R P M Q W Welche 9 Tierarten erkennst du auf dem Bild unten? Die Antwort steht auf Seite 30. H I S J 23 OroVerde 2013 FINANZBERICHT 2012 Der OroVerde-Finanzbericht 2012 Bilanz Die Bilanz gibt den Vermögensstatus zum Jahresende 2011 wieder. Die Seite der Aktiva weist die Verwendung des Vermögens aus, während die Seite der Passiva die kaufmännische Herkunft der Vermögenswerte dokumentiert. Aktiva in Euro A. Anlagevermögen I. Immaterielle Vermögensgegenstände Software II. Sachanlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung III. Finanzanlagen Wertpapiere B. Umlaufvermögen I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten C. Aktive Rechnungsabgrenzung Summe Aktiva gesamt: 73204,45 1063605,90 53660,52 1009605,38 90370,36 Aktiva 2476,60 14689,31 A. Im Anlagevermögen werden unter I. Immaterielle Vermögensgegenstände die bestehenden Softwarelizenzen ausgewiesen, bei II. den Sachanlagen handelt es sich um den Wert der Betriebsund Geschäftsausstattung und unter III. Finanzanlagen wird der Wert der gezeichneten Wertpapiere dokumentiert. B. Das Umlaufvermögen umfasst die Forderungen der Stiftung, sowie den Bestand auf den Bankkonten und in der Kasse. Passiva 0,00 1153976,26 A. Das Eigenkapital umfasst das Stiftungskapital in Höhe von 61622 € sowie die für die Absicherung der zukünftigen Projektaktivitäten und des Geschäftsbetriebes erfolgten Rücklagen, zusammen mit dem in 2012 entstandenen Jahresüberschuss in Höhe von 870,70 €. B. Beim Sonderposten handelt es sich um einen bilanztechnischen Korrekturposten für Anlagevermögen, das aus Zuwendungen finanziert wurde. C. Rückstellungen wurden gebildet für Beiträge zur Berufsgenossenschaft, Jahresabschlusskosten, für verbliebene Ansprüche von Zuwendungsgebern und Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern für noch nicht genommene Urlaubstage. D. Die Verpflichtungen weisen die zweckgebundenen Einnahmen aus, die für die weitere Durchführung der Projekte zur Verfügung stehen. E. Die Verbindlichkeiten sind aufgeteilt in Verbindlichkeiten aus Verträgen mit Zuwendungsgebern. Hier handelt es sich um öffentliche und private Mittel, die OroVerde für die zukünftige Durchführung von Projekten bereits in 2012 erhalten hat. Passiva in Euro A. Eigenkapital B. Sonderposten aus Investitionszuschüssen C. Rückstellungen D. Verpflichtungen I. Verpflichtungen aus zweckgebundenen Spenden und ähnlichen Mitteln E. Verbindlichkeiten I. Verbindlichkeiten aus Verträgen mit Zuwendungsgebern II. Verbindlichkeiten aus Verträgen mit Projektpartnern III. Sonstige Verbindlichkeiten F. Passive Rechnungsabgrenzung Summe Passiva 24 OroVerde 2013 237807,74 5534,09 35347,03 203498,61 150476,66 670960,00 630728,50 26918,51 13312,99 828,79 gesamt: 1153976,26 Die unter II. ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Verträgen mit Projektpartnern betreffen vertragliche Verpflichtungen, die gegenüber Projektpartnern in Bezug auf das Jahr 2012 bestehen. Unter III. Sonstige Verbindlichkeiten sind zum 31.12.2012 bestehende Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten sowie Steuerverbindlichkeiten zusammengefasst. F. Die Passive Rechnungsabgrenzung enthält eine Mieterstattung, die das Jahr 2013 betrifft. Ergebnisrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 Ertragsseite Spenden und Zuwendungen Die wichtigsten Standbeine zur Finanzierung unserer Projektaktivitäten sind Spendeneinnahmen, Bußgeldzuweisungen und Zuwendungen von öffentlichen und privaten Institutionen. Die Spendeneinnahmen sind in 2012 im Vergleich zum Vorjahr von 287861 € auf 322744 € deutlich angestiegen. Dieser Anstieg ist einer Spende aus einer Erbschaft zu verdanken. Die Förderbeiträge, die ein wichtiger Garant für die Kontinuität unserer Aktivitäten darstellen, haben im Vergleich zum Vorjahr deutlich, nämlich um 3370 € zugenommen. Durch die in 2012 erhaltenen Zuwendungen wurden zu 20 Prozent Inlandsprojekte wie die Bildungsarbeit an Schulen und unsere Themenarbeit zu Wald- und Klimaschutz finanziert. 80 Prozent der Zuwendungen wurden für Projekte eingesetzt, deren Aktivitäten in den internationalen Projektgebieten durchgeführt wurden. Aufwandseite Projektförderungen Hierunter fallen sämtliche Zuschüsse, die OroVerde an seine Projektpartner zur Durchführung der vereinbarten Projektaktivitäten überwiesen hat. Personalsituation Im Verlauf des Jahres 2012 blieb die Mitarbeiterzahl der Geschäftsstelle mit 10 hauptamtlichen Mitarbeitern konstant. Nichtsdestotrotz haben wir unsere Projektaktivitäten insgesamt ausweiten können. Sonstige betriebliche Aufwendungen Hier sind alle angefallenen Ausgaben dargestellt und den aufgeführten Kostenkategorien zugeordnet, die von der Geschäftsstelle direkt zur Durchführung der Projektaktivitäten verausgabt wurden, sowie für die Verwaltung der Gesamttätigkeit der Stiftung angefallen sind. Sonstige betriebliche Erträge Als weitere Unterstützung für unsere Projektaktivitäten wurden im Rahmen von Lizenzvergaben Einnahmen in Höhe von 47064 € erzielt. Die Anfang des Jahres im Rahmen unseres Bildungsprojektes fertiggestellten Unterrichtsmaterialien stießen bei Lehrern, Schülern, Schulen und sonstigen engagierten Personen auf reges Interesse, so dass wir im Verlauf des Jahres Unterrichtsmaterialien in Höhe von 16006 € verkauften. In den sonstigen Erträgen sind Zinserträge in Höhe von 5890 € enthalten. Zuführung zur Rücklage Um auch im Falle von vorübergehenden Finanzierungsengpässen eine kontinuierliche Weiterfinanzierung der Projektaktivitäten gewährleisten zu können hat der Vorstand von OroVerde beschlossen, den Betrag von 48000 Euro in eine freie Rücklage zur Finanzierung der satzungsmäßigen Stiftungsaufgaben einzustellen. 25 OroVerde 2013 Einnahmen und Erträge Zur kurz-, mittel- und langfristigen Absicherung der Aktivitäten von OroVerde legen wir großen Wert darauf, die Herkunft unserer Einnahmen möglichst breit zu streuen, damit die Entwicklung unserer Aktivitäten auf einer stabilen und verlässlichen Grundlage steht. Davon profitieren auch unsere Partner, die auf dieser Basis ebenfalls eine fachlich kompetente und auch längerfristig kontinuierliche Arbeit leisten können. Insgesamt erzielte OroVerde in 2012 Einnahmen in Höhe von 1628269 € und konnte damit die Einnahmen im Vergleich zum Vorjahr um 162123 € steigern. Eine genaue Aufteilung der Herkunft der Zuweisungen und Zuschüsse zeigt das Diagramm auf Seite 27 oben. Ausgaben Für die Aktivitäten in den Projekten im In- und Ausland wurden insgesamt 1068436 € ausgegeben. Dies entspricht einem Anteil an den Gesamtausgaben von OroVerde von 86 Prozent. Die Ausgaben, die für Verwaltungstätigkeiten der Geschäftsstelle getätigt wurden, erwiesen sich mit 132540 € im Vergleich zum Vorjahr als leicht rückläufig, wobei sich der Anteil an den Gesamtausgaben weiterhin auf 10 Prozent beläuft. Für die Öffentlichkeitsarbeit wurden insgesamt Ausgaben in Höhe von 48398 € getätigt, dies entspricht einem Anteil an den Gesamtausgaben in Höhe von 4 Prozent. Dieser Betrag enthält die Ausgaben, die OroVerde für die Gewinnung von neuen Spenderinnen, Spendern und Aktivitäten zur Betreuung der mit OroVerde verbundenen Unterstützerinnen und Unterstützer finanziert hat. FINANZBERICHT 2012 Einnahmen 2012 3.) Sponsoring & 2.) Sonstige 4.) FörderVerkäufe Erträge beiträge 4% 1% 4% 5.) Bußgelder 8% 6.) Spenden 20% Ausgaben 2012 2.) Fundraising & Spender/innenbetreuung 4% 1.) Verwaltung 10% 1.) Zuwendungen 63% 3.) Projekte 86% 1027554,08 € 1.) Zuwendungen: 21244, 47 € 2.) Sonstige Erträge: 63069,63 € 3.) Sponsoring & Verkäufe: 64056,78 € 4.) Förderbeiträge: 129600,68 € 5.) Bußgelder: 322743,60 € 6.) Spenden: 132540 € 1.) Verwaltung: 2.) Fundraising & Spenderbetreuung: 48398 € 1068436 € 3.) Projekte: 26 OroVerde 2013 FINANZBERICHT 2012 Otto Eckart Stiftung sonstige Zuwendung von Stiftungen und Fonds Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein Westfalen Umweltbundesamt Bundesamt für Naturschutz Deutsche Bundesstiftung Umwelt Bundesministerium für Umwelt Bundesministerium für wirstchafliche Zusammenarbeit Europäische Union 10.000,00 € 15.765,00 € 27.452,36 € 29.153,14 € 38.242,00 € 98.291,34 € 160.549,60 € 194.685,00 € 453.415,64 € 1.027.554,08 Zuwendungen und Zuschüsse 2012 Zuwendungen und Zuschüsse 2012 Europäische Union 453.415,64 € Bundesministerium für wirstchafliche Zusammenarbeit Bundesministerium für Umwelt Deutsche Bundesstiftung Umwelt Bundesamt für Naturschutz Umweltbundesamt Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein Westfalen sonstige Zuwendung von Stiftungen und Fonds Otto Eckart Stiftung 0 38.242,00 € 29.153,14 € 27.452,36 € 15.765,00 € 10.000,00 € 98.291,34 € 194.685,00 € 160.549,60 € 50.000 100.000 150.000 200.000 250.000 300.000 350.000 400.000 450.000 500.000 Unser Jahresabschluss wurde von der Solidaris Revisions-GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft – Steuerberatungsgesellschaft geprüft, hat zu keinen Einwendungen geführt und entspricht den freiwillig angewendeten handelsrechtlichen Vorschriften für alle Kaufleute. von OroVerde eine breite Unterstützung von Seiten vieler Spenderinnen und Spender, sowie von Stiftungen und öffentlichen Geldgebern erhalten. Der im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnende Einkommenszuwachs von 11 % dokumentiert deutlich das in uns gesetzte Vertrauen. Auf der Grundlage dieser gewachsenen Beziehungen bauen wir weiterhin auf Ihre Hilfe! Sie ermöglichen uns, unsere Aktivitäten weiterhin kontinuierlich zu intensivieren und die uns bewegenden Ziele und Visionen in die Tat umzusetzen. Ein herzliches Dankeschön an alle Spender und Unterstützer! Fazit: Auch im Jahr 2012 haben die Aktivitäten 27 OroVerde 2013 HELFEN & HANDELN Ein Testament für den Tropenwald Mit einer Testamentspende schaffen Sie etwas, was auch nach Ihnen noch bleibt. Und gewinnen das beruhigende Gefühl: Der von mir hinterlassene Wald wächst, bietet Lebewesen Schutz und hat noch lange Jahre Bestand. So hinterlassen Sie bleibende Spuren und helfen, den faszinierenden Lebensraum Regenwald auch für kommende Generationen zu bewahren. Häufige Fragen zu Testamenspenden: Wozu sind Testamente wichtig? Mit Ihrem Testament sorgen Sie vor, damit sich Ihr letzter Wille erfüllt. Materiellen Besitz und Geld kann letzten Endes niemand mitnehmen. Aber Sie können mit dem guten Gefühl gehen, dass mit dem großen oder kleinen Vermögen, das Sie im Laufe Ihres Lebens geschaffen haben, in Ihrem Sinne verfahren wird. Ein Testament gibt Ihnen diese Sicherheit. Denn liegt kein Testament vor, regelt das Gesetz, wer Ihren Besitz erbt. Nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch tritt dann die gesetzliche Erbfolge in Kraft. Zu den gesetzlichen Erben gehören ausschließlich Blutsverwandte und Ehegatten oder Partner einer eingetragenen Lebensgemeinschaft. Gibt es keine lebenden Angehörigen geht Ihr Erbe an das Bundesland, in dem sie zuletzt gewohnt haben. zudem mit einem Testament dafür einsetzen, dass Ihre Überzeugungen weitergetragen werden, indem Sie mit Ihrem Nachlass über das Leben hinaus helfen, sinnvolle Projekte zu fördern. Wie sieht es mit der Erbschaftssteuer aus? Erbschaftsspenden an gemeinnützige Organisationen sind von der Erbschaftssteuer befreit. Da durch wird garantiert, dass Ihre Testamentspende zu 100 Prozent in den Tropenwaldschutz fließen kann. Wie kann ich Menschen und Organisationen bedenken, die mir nahe stehen? Hier hilft Ihnen das Testament. Denn wenn Sie rechtzeitig mit einem Testament vorsorgen, können Sie neben Ihrer Familie auch Menschen bedenken, die Ihnen zu Lebzeiten wichtig waren. Nicht zuletzt vermeiden Sie damit Streitigkeiten unter den Hinterbliebenen. Sie können sich In Deutschland können Sie, unter Beachtung einiger formaler Vorgaben, handschriftlich Ihr eigenes Testament aufzusetzen. Aber: Nur ein notariell beurkundetes Testament ist fälschungssicher und kann nicht „verlorengehen“. Lassen Sie sich also im Zweifelsfall beraten! Mehr Informationen hierzu finden Sie in unserer Broschüre „Zukunft schenken“. Übrigens: Zwischen Aufsetzen und Einsatz des Testaments liegen oft viele glückliche Jahre. Denken Sie daher daran, das Testament alle paar Jahre zu überprüfen! Wie können Sie Ihr Testament aufsetzen? Zukunft schenken... OroVerde Ihr kostenloser Ratgeber zur Nachlassregelung Für Informationen zum Thema Erbschaft und Testament senden wir Ihnen gerne unseren kostenlosen Ratgeber „Zukunft schenken...“ zu. Sie können ihn unter www.oroverde.de oder per Telefon unter 0228 - 24290 0 unverbindlich bestellen. OroVerde-Vorstand Dr. Volkhard Wille berät Sie gerne auch persönlich und überlegt gemeinsam mit Ihnen, wie Ihre Wünsche am besten für den Schutz des tropischen Regenwaldes umgesetzt werden können. Bei weitergehenden Fragen vermitteln wir Ihnen einen vertrauenswürdigen Notar als Berater. 28 OroVerde 2013 Zu ku n ft s c h e n ke n . . . I h r Rat g e b e r z u r N a c h l a s s re g e l u n g HELFEN & HANDELN Neue Zustiftung unter dem Dach von OroVerde: Elisabeth-Kalko-Stiftung fördert Tropenforscher Überraschend verstarb die Tropenforscherin und Ökologin Prof. Dr. Elisabeth Kalko am 26. September 2011 auf einer Forschungsstation am Kilimandscharo. Ihr Herzensanliegen, die Erforschung zoologischer Aspekte tropischer Biodiversität, insbesondere der Fledermäuse, lebt durch die Gründung der Elisabeth-Kalko-Stiftung weiter. Elisabeth Kalko begeisterte junge Studenten für die Geheimnisse der Tropenwälder. Und genau hier setzt die Treuhand-Stiftung unter dem Dach von OroVerde an. Junge, engagierte Tropenwaldforscher, die Wissen über den Regenwald sammeln und das bedrohte Ökosystem für zukünftige Generationen erhalten wollen, werden finanziell gefördert. Um die vorhandenen Mittel möglichst effizient und wirkungsvoll einsetzen zu können, entschieden sich die Angehörigen von Elisabeth Kalko zur Gründung einer Treuhandstiftung, die von OroVerde verwaltet wird. Die Stiftung vergibt Stipendien zur Unterstützung wissenschaftlicher Forschungsarbeiten mit Feldarbeiten im Ausland. Förderungswürdig sind Abschlussarbeiten, die sich mit zoologischen Aspekten tropischer Biodiversität und experimenteller Ökologie der Tiere beschäftigen. Ab sofort können sich internationale Nachwuchsforscher um eine Förderung bewerben. Mehr Infos: www.elisabeth-kalko-stiftung.de Anerkennung und Sympathie bei Kollegen und Studenten erwarb sich Elisabeth Kalko durch Ihren unermüdlichen Einsatz zum Schutz der tropischen Wälder. Die Koryphäe im Bereich der Tropenökologie und der Fledermausforschung führte als Direktorin des Instituts für experimentelle Ökologie an der Universität Ulm zahlreiche TropenwaldExpeditionen durch. Zustifter willkommen: Gemeinsam viel erreichen! Worin liegen die Vorteile einer Zustiftung? Zustiftungen bündeln Kräfte, um gemeinsame Arbeitsschwerpunkte besser fördern zu können. Besonders kleinere Stiftungsvermögen können so beim Regenwaldschutz ihre Mittel um ein Vielfaches effizienter einsetzen – professionell verwaltet von OroVerde. Dabei bleiben alle steuerrechtlichen Vorteile einer Stiftung erhalten, und auf den Aufbau einer eigenen Verwaltung kann verzichtet werden. Was passiert mit meinem Stiftungskapital? Das Kapital wird ökologisch, sozial verträglich und sicher angelegt. Die Erträge fließen kontinuierlich in den vereinbarten Zweck. Alternativ kann auch eine Verbrauchsstiftung eingerichtet werden, was in Zeiten niedriger Zinsen durchaus sinnvoll sein kann. Dadurch fließt das Stiftungsvermögen direkt in das Wunschprojekt und fördert dies für einen festgelegten Zeitraum. Wie kommt eine Zustiftung zustande? Einfach durch eine Schenkung oder ein Testament, wobei diese Zuweendungen weiterhin von der Erbschafts- und Schenkungssteuerbefreit sind. Jede natürliche Person kann eine Zustiftung veranlassen. Schon ab 10000 Euro ist eine Zustiftung möglich.    Für Ihre Fragen zu Zustiftungen und Testamentspenden stehe ich gerne zur Verfügung! OroVerde-Vorstand Dr. Volkhard Wille vwille@oroverde.de Tel. 0228 - 24 290 10 29 OroVerde 2013 HELFEN & HANDELN Wussten Sie schon… …dass Bußgelder auch Gutes tun können? Möglichkeiten den Regenwaldschutz zu unterstützen gibt es viele. In Deutschland ist eine davon die Zuweisung von Bußgeldern. Für OroVerde eine wichtige Stütze: 2012 stammten acht Prozent der Einnahmen aus Bußgeldzuweisungen! Was sind denn bitte Bußgeldzuweisungen? In Deutschland kann ein Strafverfahren gegen die Zahlung eines Bußgeldes eingestellt werden - wenn die Schuld geringfügig, das öffentliche Interesse klein oder der Aufwand einer Verhandlung zu hoch ist. Dieses Bußgeld kann dann vom Gericht einer gemeinnützigen Organisation zugewiesen werden. Wer verteilt diese Bußgelder? Und wie können Tropenwaldfreunde hier Einfluss nehmen? Staatsanwälte und Richter entscheiden, ob das Geld der Staatskasse zukommt, oder in die Arbeit einer gemeinnützigen Organisation fließt. Wer persönlich von einer Bußgeldzahlung betroffen ist, kann eine begünstigte Organisation vorschlagen. Aber: Ordnungswidrigkeiten wie Falschparken oder Geschwindigkeitsübertretungen zählen nicht. Zuweiser gesucht! OroVerde bittet um Mithilfe. Kennen Sie Richter, Staatsanwälte oder arbeiten mit ihnen zusammen? Kennen Sie Anwälte, die mit Verfahren zu tun haben? Dann empfehlen Sie unsere Arbeit und leihen Ihren Freunden dieses Magazin. Sie sind selbst Bußgeldzuweiser? Dann ist dies eine weitere wunderbare Möglichkeit, die Tropenwälder zu schützen. Wir versprechen Ihnen eine professionelle Verwaltung eingehender Bußgelder und melden Ihnen zuverlässig ausstehende Zahlungen. Weitere Informationen finden Sie auch auf unserer Zuweiser-Website: www.oroverde/zuweisung Impressum Nachruf Am 12. Februar 2013 verstarb unser langjähriges Stiftungsratsmitglied Dr. Liesel Hartenstein. Sie gehörte dem Stiftungsrat von OroVerde seit 1996 an. Sie brachte ihre vielfältigen Erfahrungen als Umweltpolitikerin, zum Beispiel aus der Enquete Kommission zum Schutz der Erdatmosphäre beim Deutschen Bundestag, in die Arbeit von OroVerde ein. Wir alle kennen Dr. Liesel Hartenstein als engagierte Persönlichkeit, die sich noch bis ins hohe Alter für Natur- und Umweltschutz einsetzte, und werden sie in guter Erinnerung behalten. Herausgeber: OroVerde – Die Tropenwaldstiftung Kaiserstraße 185–197, 53113 Bonn Telefon 02 28/24 290-0 Telefax 02 28/24 290-55 www.oroverde.de info@oroverde.de V.i.S.d.P.: Dr. Volkhard Wille (Vorstand) Autor(inn)en dieser Ausgabe: Sven Brieger, Birthe Hesebeck, Kerstin Klewer, Verónica Lisetta Thomas, Dr. Elke Mannigel, Linda Rohnstock, Sylvie Schindler, Dr. Volkhard Wille Gestaltung: Andrea Steingrebe Produktion: DCM Druck Meckenheim OroVerde-Spendenkonto: Konto 8 310 004 Bank für Sozialwirtschaft BLZ 550 205 00 Zusatz für Auslandsüberweisungen: BIC: BFSWDE33MNZ IBAN: DE 20 55020500 30 OroVerde 2013 Fotonachweis: Asociacion Patuca ( S. 15 rechts), E. Bacher (S. 18 Mitte links), E. Baumann (S. 12 Mitte rechts), T. Busse (S. 8 unten, S. 9 oben), FDN (S. 12 Mitte links, S.14 Mitte links, S. 14/15 oben), FTM (S. 13 Mitte links), P. Gondecki (S. 23 unten), Helvetas (S. 15 links), B. Henneberger (S. 28 Mitte), iStockphoto/Gpoint Studio (S. 8 Supermarkt), iStockphoto/skynesher (S. 7 oben rechts), S. Jenal (S. 30 beide Jungle-Race-Bilder, S. 41 Zeichnungen), Kalko-Stiftung ( S. 29 Mitte rechts), K. Mouratidi (S.13 oben rechts), Oglivy & Mather (S. 18 Brauche Geld), OroVerde (S. 3 oben, S. 6 oben, S. 12 unten rechts, S. 13 Mitte rechts, S. 13 unten, S. 18 alle außer oben rechts & Mitte links, S. 19, S. 20 Mitte rechts, S. 21 außer Kalender, S. 22 Faultierbilder, S. 29 unten rechts, S.30 unten), P. M. Rose/Save the manatee , SHI (S. 12 oben links), T. Vollmer (S. 20 links Mitte und links unten), J. Weischer (S. 14 unten links), T. Wiersberg ( S. 6 unten, S. 29 links), K. Wothe www.konrad-wothe.de (S. 1 Titel, S. 3 unten, S. 5/6, S. 7 oben links u. unten, S. 9 unten, S. 11 unten, S. 12 unten links, S. 14 Quetzal, S. 14 unten rechts, S. 18 oben rechts, S. 22 oben, S. 24/25 oben, S. 15 Ara, S. 26/27 oben u. unten, S. 27 rechts, S. 28/29 oben, S. 30/31 oben, S. 31 Mitte); Zeichnungen: Özi-Comix (S. 23) Auflösung des Rätsels (von links nach rechts): Jaguar, Tukan, Ameisenbär, Schmetterling, Krokodil, Faultier, Tapir, Schlange und Brüllaffe. AUS DER GESCHÄFTSSTELLE Aus der Geschäftsstelle Ihre Ansprechpartner in Bonn Andrea Steingrebe Fundraising, Spenderbetreuung & Information Bis Ende Oktober 2013 in Elternzeit Sylvie Schindler Teamleitung Projektadministration und Buchhaltung sschindler@oroverde.de Tel.: 0228 - 24290 30 Annelie Fincke Internationale Projekte afincke@oroverde.de Tel.: 0228 - 24290 22 Dr. Elke Mannigel Teamleitung Internationale Projekte emannigel@oroverde.de Tel.: 0228 - 24 290 12 Sven Brieger Trainee Fundraising sbrieger@oroverde.de Tel.: 0228 - 24290 24 Dr. Volkhard Wille Vorstand vwille@oroverde.de Tel.: 0228 - 24 290 10 Christel Bedner Office, Buchhaltung & Spenderbetreuung cbedner@oroverde.de Tel.: 0228 - 24 290 16 Linda Rohnstock Internationale Projekte lrohnstock@oroverde.de Tel.: 0228 - 24 290 26 Birthe Hesebeck Teamleitung Fundraising, Öffentlichkeitsarbeit, Umweltbildung bhesebeck@oroverde.de Tel.: 0228 - 24 290 14 Elisa Rödl Umweltbildung eroedl@oroverde.de Tel.: 0228 - 24 290 20 Kerstin Klewer Internationale Projekte kklewer@oroverde.de Tel.: 0228 - 24290 28 Die Gremien von OroVerde Stiftungsrat: (ehrenamtlich tätig) Ehrenvorsitzender des Stiftungsrats von OroVerde: Prof. Dr. Manfred Niekisch, Direktor des Zoologischen Gartens Frankfurt Stiftungsratsvorsitzender: Prof. Dr. Harald Kächele, Vorsitzender der Deutschen Umwelthilfe (DUH) stellv. Stiftungsratsvorsitzender: Dr. Dietrich Gottwald, Geschäftsführender Gesellschafter Omikron, Köln Fritz Peters: Dipl.-Wirtschaftsing., Inhaber Gebr. Peters Gebäudetechnik GmbH, Ingolstadt Dr. Christian Ruck: Dipl.-Ökonom, Mitglied des Deutschen Bundestages, Augsburg Martin Gallhöfer: Geschäftsführender Gesellschafter Anton Gallhöfer Grundstücksund Beteiligungs GmbH & Co.KG, Hürth Jürgen Resch: Bundesgeschäftsführer Deutsche Umwelthilfe (DUH) Oliver Drifthaus: Geschäftsführer MundingDrifthaus Steuerberatungsgesellschaft Kristian Gross Stiftungsvorstand: (hauptamtlich tätig) Dr. Volkhard Wille Zuständige Aufsichtsbehörde: Bezirksregierung Köln Zeughausstraße 2–10 50667 Köln OroVerde - Die Tropenwaldstiftung ist eine gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts. Steuernummer: 205/5767/1684 31 OroVerde 2013 Anzeige Deutschlands grüne Bank Entscheiden Sie sich jetzt für eine Bank, die Ökologie und Ökonomie gleichwertig miteinander verbindet. 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