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Geschichtliches

Full text: Illustrierter Führer durch Berlin, Charlottenburg und Umgebung / Woerl, Leo (Public Domain)

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Geschichtliches. 
Vor 700 Jahren, zur Zeit Albrecht des Bären, waren Berlin 
und Kölln nur zwei unbedeutende Fischerdörfer, In der ersten 
Hälfte des 18. Jahrh. wird bereits Kölln erwähnt, aber von Berlin 
überflügelt, das bald unter den Städten der Mark Brandenburg 
eine wichtige Rolle spielt... Berlin und Kölln vereinigten sich im 
Jahre 1807 unter ersterem Namen zu gemeinsamer Verwaltung; 
sie schwangen Sich bald unter bayerischen und luxemburgischen 
Fürsten zu hervorragender Stellung empor und vertraten den 
märkischen Städtebund bei der Hansa. Nachdem 1415 die Hohen- 
zollern zur Herrschaft gelangt waren, verlor indes Berlin-Kölln 
seine fast reichsstädtische Selbständigkeit, Kurfürst FriedrichlIl. 
Eisenzahn (1440—1470) nahm der Stadt (1442) vollends ihre Hoheits- 
rechte und erbaute sich an Stelle des jetzigen Schlosses eine Burg. 
Kurfürst Johann Cicero (1486—1499) verlegte die Residenz von 
Spandau nach Berlin. Unter dem Großen Kurfürsten Friedrich 
ilhelm (1640—1688) hob sich die im 30jährigen Kriege herab- 
es mm eng Stadt bedeutend. Er legte den Friedrichs-Werder und 
ie Neustadt, nach seiner Gemahlin Dorotheenstadt genannt, 
an, und brachte die Einwohnerzahl, insbesondere durch Aufnahme 
zahlreicher französischer Refugies von 6000 auf 20000. Sein Nach- 
folger, König Friedrich I. (regierte als Kurfürst Friedrich II. 
1688—1701, als König bis 1713) tat viel für Verschönerung der 
Residenz. Er erbaute u. a. das kgl. Schloß, mehrere Kirchen, das 
koughaus, errichtete an der Langen Brücke die Reiterstatue des 
Großen Kurfürsten, gründete die Akademie der Wissenschaften 
und Künste und die Friedrichsstadt, Unter ihm stieg die Bevöl- 
kerungszahl auf61000. Friedrich Wilhelm I. (1713—1740) zwang 
die bemittelten Bewohner Berlins, die neuen Stadtteile, namentlich 
die Wilhelmstrasse, mit Palästen und Wohnhäusern zu füllen; die 
Bevölkerungsziffer wuchs unter ihm auf 91000, Diese Zahl stieg 
unter Friedrich II, dem Großen (1740—1786), auf 145000. Der 
König unterstützte Künste und Wissenschaften, Handel und Ge- 
Werbe und erbaute das ODE den (1893 niedergelegten) Dom, 
die katholische Hedwigskirche, den Palast des Prinzen Heinrich 
jetzt die Universität), die kgl. Bibliothek usw. Aus der Zeit des 
KOnigs Friedrich WilheimIl, (1786—1797) ist insbesondere die 
Erric tung des DEE Brandenburger Tores zu erwähnen. 
Unter Friedrich Wilhelm IIl. (1797—1840) wurde die Bautätig- 
keit an durch die Napoleonischen. Kriege zurückgedrängt, 
durch die 1808 Ging ern Städteordnung aber dann die Fortent- 
wickelung Berlins begünstigt. Der König gründete 1810 die Univer- 
sität, und 1826 entstanden weitere Prachtbauten: das Schauspielhaus, 
die Schloßbrücke, das Museum, die Bauakademie. 1526 wurde die 
Gasbeleuchtung eingeführt, 1838 die erste Eisenbahn (nach Potsdam) 
gebaut. Im Todesjahre des Königs betrug die Einwohnerzahl 
330000 Seelen. Unter dem Kunstliebenden König Friedrich
	        
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