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Band 7 Der Klub der Harmlosen

Full text: Interessante Kriminal-Prozesse von kulturhistorischer Bedeutung / Friedländer, Hugo (Public Domain) Ausgabe 7 Band 7 (Public Domain)

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wenn gespielt wurde, und 10 M. für die Abende, an denen 
nicht gespielt wurde. Es sei vollständig unrichtig, wenn be- 
hauptet wurde, man habe ihn so schnell wie möglich über 
die Grenze gebracht und dazu besonders mit Geld ausge- 
stattet. Er habe schon am 15. Oktober 1898 festes Engage- 
ment nach Monte Carlo angenommen gehabt, die Sache 
habe sich aber schließlich zerschlagen. Am 23. Dezember 
1898 sei er nach Italien gegangen, um in Genua eine Stelle 
anzunehmen. Er habe von den Herren nur das Geld be- 
kommen, das er regelrecht zu fordern hatte und das sich 
aus seinen baren Auslagen und aus seinen auf seiner 14tägi- 
gen Kündigung beruhenden Ansprüchen zusammensetzte. 
Nachdem der Artikel im „Berliner Tageblatt“ erschienen 
war, habe er Herrn v. Kröcher und v. Schachtmeyer gesagt, 
daß er am liebsten weggehen möchte, denn er habe noch 
niemals etwas mit der Polizei zu tun gehabt und habe die 
Nase von Berlin voll. Er entsinne sich, daß die drei An- 
geklagten ihm geratem haben, doch nicht abzureisen, Son- 
dern noch in Berlin zu bleiben, damit es nicht so aussehe, 
als ob man ihn abgeschoben habe. v. Kayser habe ihm so- 
gar gesagt, er würde ihm in Berlin eine andere Stelle ver- 
schaffen. Er habe dann aber doch aus eigenem Antriebe 
Berlin den Rücken gekehrt. Herrn Wolff habe er, ebenso 
wie sein Kollege Zummer für einen „regelrechten Gentle- 
man“ gehalten. — F.-A. Dr. Schwindt rechnete ziffernmäßig 
vor, daß Montagli bei seinem Abgange eigentlich noch mehr 
zu fordern hatte, als er geltend gemacht habe. — Am sie- 
benten Verhandlungstage wünschte R.-A. Dr. Schachtel 
einige Fragen an den Grafen Königsmarck über einige Be- 
merkungen, die Herr v. Manteuffel diesem gegenüber ge- 
macht haben soll, zu richten. — Vors.: Der Gerichtshof ist 
sich schon darüber schlüssig geworden, daß die ganze Man- 
teuffelsche Angelegenheit hier nicht weiter berührt wird. 
Für das Kollegium ist die Sache vollständig aufgeklärt. Herr 
v. Manteuffel ist doch hier nicht Angeklagter! — R.-A. Dr. 
Schachtel: Es sei sein gutes Recht, Fragen zu stellen, die er 
zur Aufklärung der Sache für notwendig erachte. — Der 
hierauf vorgerufene Graf v. Königsmarck bekundete auf Be- 
Iragen: Herr v. Manteulfel habe ihm gesagt, er habe den 
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