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Band 1 Die Geheimnisse des Alexianer-Klosters Mariaberg. Bruder Heinrich

Full text: Interessante Kriminal-Prozesse von kulturhistorischer Bedeutung / Friedländer, Hugo (Public Domain) Ausgabe 1 Band 1 (Public Domain)

Die Geheimnisse des AlexianerKlosters Mariaberg. 
Bruder Heinrich. 
Von jeher haftete den Klöstern etwas Sagenhaftes an. 
Der Umstand, daß die Klöster mit einer hohen Mauer um- 
geben waren, daß kein Unbefugter Eintritt fand und die 
Klosterbewohner nur selten in die Außenwelt kamen, ver- 
lieh den Klöstern etwas Geheimnisvolles. Es war daher 
begreiflich, daß, als im Sommer 1895 vor der Strafkammer 
des Aachener Landgerichts in einem Beleidigungsprozeß die 
Geheimnisse eines Klosters aufgerollt wurden, die ganze 
Kulturwelt den Prozeß mit atemloser Spannung verfolgte. 
In einer Vorstadt Aachens erhob sich ein langgestreckter 
grauer Bau. Ein Kruzifix und das Muttergottesbild waren 
wohl der einzige Schmuck dieses dürftigen Gebäudes, das 
augenscheinlich schon viele Jahrhunderte überdauert hatte. Es 
war das Kloster Mariaberg, das den Alexianerbrüdern, 
einem katholischen Laienorden, zum Aufenthalt diente. Die 
Brüder beschäftigten sich mit Krankenpflege. In der Haupt- 
sache fanden Epileptiker Aufnahme. Aber auch Geistes- 
kranke wurden in dem Kloster verpflegt, Anfang der 90er 
Jahre des vorigen Jahrhunderts verlangte ein katholischer 
Geistlicher aus Schottland, namens Forbes, in das Kloster 
Mariaberg aufgenommen zu werden. Er kam. auf Empfeh- 
lung des Bischofs von Schottland, da ihm der Bischof dies 
Kloster als gutes Sanatorium empfohlen hatte. Anfäng- 
lich gefiel es dem schottischen Geistlichen im Kloster Maria- 
berg. Es standen ihm. zwei Zimmer zur Verfügung und er 
hatte über die Behandlung keine Klage zu führen. Eines
	        
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