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Die furchtbare Erfindung

Full text: Tartarin in Berlin / Wolff, Max Josef (Public Domain)

Cartarin hatte heute andere Sorgen. „Macht so viel 
Aufstände, wie ihr wollt. Ihr wißt, Frankreich verläßt 
seine Freunde nicht. Auf ein paar tote Oeutsche kommt 
es nicht an, auch einige Ftaliener könnt ihr abschießen, 
aber hütet euch vor den Engländern. Verdient haben sie 
es zwar, die Schufte, aber sie sind ...“ 
„Verkappte Oeutsche,“ wagte der Pole seinen großen 
Freund zu unterbrechen, „elende Verräter an der heiligen 
Sache Polens! Oenken Sie sich, mein erhabener Gönner, 
sie unterhandeln mit denOeutschen wegen eines Bundnisses.“ 
„Diese Halunken! Was sagen Sie?“ 
„Ich habe den Vertragsentwurf selber gesehen. Mit 
eigenen Augen, wie ich Sie vor mir sehe.“ 
„Unmöglich!“ Tiefes Entsetzen malte sich auf Tartarins 
Angesicht. 
„Wir Polen haben keine Geheimnisse vor Frankreich. 
Ein edler Mann gab mir die Gelegenheit, ein Freund des 
Friedens, ein Freund Polens.“ 
„Or. Bamberg?“ 
Zetzt staunte der Pole. „Sie kennen ihn?“ 
Tartarin genoß seinen Criumph. „Oh, wir sind auch 
wachsam. Wir lassen uns nicht Übertölpeln. Niemals!“ 
„Niemals!“ stimmte der edle Pole ein. Begeistert 
brückten sich beide die Hände. 
„Auch mir hat Or. Bamberg die wichtigsten Nach- 
richten vermittelt. Kann man ihm vertrauen?“ 
„Wie seinem eigenen Vater. Freilich will es sein 
Unglück, daß er ein Oeutscher ist. Aber er hat es nicht 
—F
	        
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