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Bei den Friedensfreunden

Full text: Tartarin in Berlin / Wolff, Max Josef (Public Domain)

Cartarin strahlte. Er überflog das Aktenstück, während 
die schöne Kusine unter dem Tisch seine Hand streichelte. 
„Es ist von der größten Wichtigkeit, es bestätigt unsere 
schlimmsten Vermutungen.“ Er wollte das Blatt ein-— 
stecken. 
„Bis morgen dürfen Sie es behalten. Dann muß 
es mein Vertrauensmann wieder haben, sonst wird er 
entdeckt. Er läuft die größte Gefahr für die paar tausend 
Mark.“ 
Tartarin zog seine Brieftasche. Doch der Ooktor 
wollte kein Geld. „Ich hoffe Frankreich noch ganz andere 
Sachen zu liefern. Das war meine Revanche für das 
kleine Oiner. Wir verständigen uns später darüber. 
Wie groß, glauben Sie, ist die Stärke des deutschen 
Heeres ? 
„1oo ooo Mann nach dem Friedensvertrag.“ Der 
Doktor lachte ungläubig. „Unfere Kontrolloffiziere be— 
stätigen diese Zahl.“ 
„Man hat Sie schmählich getäuscht. Abgesehen von 
der Polizei und den Freikorps stehen 104 000 Mann unter 
den Waffen.“ 
Tartarin goß vor Entsetzen ein Glas Champagner 
hinter. ODer Ooktor bestellte sofort eine neue Flasche 
„64 000 Mann über die zulässige Zahl?“ 
„Sie glauben mir nicht. Gehen Sie mal in eine deutsche 
Kaserne. Überall stehen überzählige Betten. Auf solche 
Kleinigkeiten achten die Herren Kontrolloffiziere nicht. 
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