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Das Werk der Vernichtung

Full text: Tartarin in Berlin / Wolff, Max Josef (Public Domain)

„Oes gemeinsamen Sieges,“ verbesserte bder Ztaliener. 
„Er ist Frankreichs Ausdauer zu danken.“ 
„Ohne Ztaliens Hilfe wäre der Krieg schon 1915 ver⸗ 
loren gewesen.“ 
Tartarin lachte höhnisch. „Frankreich war damals so 
unbesiegbar wie heute.“ Die Anmaßung des Fremden 
empörte ihn. Von den Engländern mußte man sich 
manches gefallen lassen, aber diese Makkaroniesser und 
Murmeltierbändiger, diese armen Schlucker wagten zu 
mucksen! Sie konnten froh sein, daß das edle Frankreich 
sie an seiner Seite hatte mitsiegen lassen. In noch üblerer 
Laune als er abgefahren, kam er an. 
Die Arbeiterdeputation mit ihrer Bitte um Aufschub 
hatte da schlechte Aussichten. Zuerst wollte der Held sie 
überhaupt nicht zu Worte kommen lassen. 
„Es steht nicht in meiner Macht, die Befehle der Inter⸗ 
alliierten Kommission zu widerrufen.“ 
„Wir bitten auch nur um einen kurzen Aufschub. 
Wir wollen noch einen Versuch machen, das Werk zu 
retten. Es sind viele von uns, die durch die Vernichtung 
von Haus und Hof vertrieben werden, viele alte Leute, 
die mit ihren Familien brotlos werden ...“ 
Tartarin bedauerte das, aber das Glück der Völker 
stehe höher als das des einzelnen. „Europa muß Frieden, 
Frankreich will Sicherheit haben. Opfer sind unvermeid- 
bar.“ 
„Keiner von uns will den Krieg. Oie deutsche Ar- 
beiterschaft ist friedlich. Sie ist bereit, die Garantie zu 
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