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Berliner Jugendwohlfahrtspflege

Full text: Fünf Jahre Landesjugendamt Berlin 1925-1930 (Public Domain)

Ausführungsgesetzes zur Fürsorgepflichtverordnung) ; 
dagegen war für jeden der 20 Berliner Verwaltungs- 
bezirke ein Jugendamt zu errichten (8 2‘ des Preußi- 
schen Ausführungsgesetzes zum Reichsjugendwohl- 
lahrtsgesetz), daneben ist der Stadt Berlin das Recht 
gegeben, ein Landesjugendamt zu bilden. Die enge 
Verknüpfung von Wohlfahrts- und Jugendämtern so- 
wohl in den Bezirken wie in der Zentrale zu einem ein 
heitlichen, alle Zweige der Wohlfahrtspflege umfassen- 
den Amt, ist in Berlin ebenso zugelassen wie im übr!- 
gen Preußen ($ 10 Abs. 2 Preußisches Ausführungs 
zesetz zum Reichsjugendwohlfahrtsgesetz). Die städt. 
schen Körperschaften haben von diesem Recht Ge- 
brauch gemacht. Die am 26. Juli 1925 veröffentlichte 
Satzung für die Wohlfahrtspflege der Stadt Berlin faßi 
sowohl in der Zentralverwaltung wie in den Bezirken 
alle fürsorgerischen Aufgaben in einem Amt zusammen 
(L:ndes-Wohlfahrts- und -Jugendamt in der Zentral- 
verwaltung; Bezirks-Wohlfahrts- und -Jugendamt in 
den Bezirken) und schafft für die gesamten Gebiete 
öffentlicher Wohlfahrtspflege eine Deputation (Wohl: 
(ahrtsdeputation in der Zentrale; Bezirkswohlfahrts- 
deputation in den Bezirken). Den besonderen Belangen 
äer Jugendwohlfahrt ist dadurch Rechnung getragen, 
daß in der Zentrale ein „Verwaltungsausschuß des 
Landesjugendamts‘“ als Landesjugendamt im Sinne 
des Reichsjugendwohlfahrtsgesetzes und des. Preußi- 
schen Ausführungsgesetzes, und in jedem Bezirk ein 
Jugendheim Spandau 
‚Verwaltungsausschuß des Bezirksjugendamts‘“ als 
Jugendamt im Sinne der gleichen Gesetze gebildet ist. 
Die Wohlfahrtsdeputation, deren Arbeitsgebiet,. wie 
erwähnt, neben allen übrigen Zweigen der Wohlfahrts- 
pflege auch die Jugend-Wohlfahrt umfaßt, besteht aus: 
3 Magistratsmitgliedern. 
2 auf Vorschlag der Vorsitzenden der Bezirksämter 
vom Öberbürgermeister zu ernennenden Bezirks- 
amtsmitgliedern, 
17 Stadverordneten, 
9 Bürgerdeputierten, von denen 8 Vertreter der auf 
dem Gebiete der Wohlfahrtspflege tätigen freien 
Jugendheim Westend: Veranda und Snartplatz 
Organisationen und 1 Vertreter der Kriegsbeschä- 
digten- und Kriegshinterbliehenen-Organisationen 
sein sollen. 
Der Stadtmedizinalrat gehört, falls er nicht Depu- 
‚ationsmitglied mit beschließender Stimme ist, der De- 
putation mit beratender Stimme an. 
Der Verwaltungsausschuß des Landesjugendamts 
setzt sich folgendermaßen zusammen: 
3 Magistratsmitglieder, darunter tunlichst der Vor- 
sitzende der Wohlfahrtsdeputation als Vorsitzender, 
in der Jugendwohlfahrt erfahrene und hewährte 
Stadtverordnete, 
ı leitender Fachbeamter des Landesjugendamts, 
8 in der Jugendwohlfahrt erfahrene und bewährte 
Männer und Frauen, 
L evangelischer und 1 katholischer Geistlicher sowie 
£ Rabbiner, 
1 Lehrer und 1 Lehrerin, ferner 
+ Vertreter der Bezirksjugendämter und 
' Vertreter der Justizbehörden. 
Hinzu treten mit beratender Stimme, soweit sie nicht 
bereits Mitglieder mit beschließender Stimme sind, der 
Stadtschulrat, der Stadtmedizinalrat, der Präsident des 
Landesarbeitsamts, der Oberregierungs- und Medizinal- 
rat des Polizeipräsidiums Berlin und 1 Gewerberat. 
Die Bezirkswohlfahrtsdeputationen und die Verwal. 
tungsausschüsse der Bezirksjugendämter sind entspre- 
chend zusammengesetzt. Die Festsetzung der Zahlen 
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