Path:
Volume

Full text: Monitoring-Bericht zur Umsetzung des Masterplans Industriestadt Berlin (Rights reserved) Ausgabe 3.2021 (Rights reserved)

3. Monitoring-Bericht zur Umsetzung des Masterplans Industriestadt Berlin Stand: 31.01.2021 Inhalt Abkürzungsverzeichnis ...................................................................................................................................... 3 1. Einleitung ................................................................................................................................................... 5 2. Der MPI unter Corona-Bedingungen ......................................................................................................... 7 3. Status Quo zur Umsetzung des MPI .......................................................................................................... 9 3.1 Wo stehen wir aktuell? ...................................................................................................................... 9 3.2 Gesamtschau ................................................................................................................................... 10 3.3 Handlungsfeld „Fachkräfte und Innovation“ ................................................................................... 13 3.4 Handlungsfeld „Digitalisierung“ ...................................................................................................... 16 3.5 Handlungsfeld „Rahmenbedingungen“ ........................................................................................... 21 3.6 Handlungsfeld „Marketing“ ............................................................................................................. 25 4. Förderung durch das MPI-Budget............................................................................................................ 27 5. Ausblick .................................................................................................................................................... 32 Seite 2 | 34 Abkürzungsverzeichnis AG Arbeitsgruppe AMBER Additive Manufacturing Cluster Berlin-Brandenburg BBF Berliner Bodenfonds GmbH BEK 2030 Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm 2030 Berlin Partner Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH BIM Berliner Immobilien Management GmbH BIT6 Berlin Innovation Transfer BImA Bundesanstalt für Immobilienaufgaben BMBF Bundesministerium für Bildung und Forschung BMI Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat DGB Deutscher Gewerkschaftsbund FU Freie Universität Berlin HTW Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin HU Humboldt Universität zu Berlin HWK Handwerkskammer Berlin IAM Industrial Additive Manufacturing IBB Investitionsbank Berlin IHK Berlin Industrie- und Handelskammer zu Berlin InnoBB Gemeinsame Innovationsstrategie der Länder Berlin und Brandenburg ITZ Innovations- und Technologiezentrum IWVK Integriertes Wirtschaftsverkehrskonzept KMU Kleine und mittlere Unternehmen MINT Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik MPI Masterplan Industriestadt Berlin 2018-2021 ÖPNV Öffentlicher Personennahverkehr Seite 3 | 34 RBm-SKzl Der Regierende Bürgermeister von Berlin – Senatskanzlei RBm-Wiss-Forsch Der Regierende Bürgermeister von Berlin – Wissenschaft und Forschung SenBJF Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie SenFin Senatsverwaltung für Finanzen SenIAS Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales SenInnDS Senatsverwaltung für Inneres und Sport SenSW Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen SenUVK Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz SenWEB Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe SKIP Steuerungskreis Industriepolitik StEP Stadtentwicklungsplan TU Berlin Technische Universität Berlin UVB Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg WISTA WISTA Management GmbH; Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Adlershof WTT Wissens- und Technologie-Transfer WvSC Werner-von-Siemens Centre for Industry and Science e.V. VDMA Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau ZVEI Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie Seite 4 | 34 1. Einleitung Übergeordnetes Ziel des Masterplans Industriestadt Berlin ist es, nachhaltiges industrielles Wachstum zu ermöglichen. Durch die Fokussierung auf die Stärken Berlins als innovative Gründer- und Digitalhauptstadt und unter Einbeziehung der F&E-Aktivitäten wird dafür gesorgt, dass die produzierenden Branchen ein wichtiger Impulsgeber für die Berliner Wirtschaft bleiben. Die Corona-Pandemie bedeutet für die Wirtschaft und die gesamte Gesellschaft eine noch nie dagewesene Herausforderung. Bei der Krisenbewältigung leisten die Akteure des Masterplans Industriestadt einen beeindruckenden Beitrag, um systemrelevante Funktionen aufrecht zu erhalten und bilden damit eine wesentliche Stütze der Gesellschaft. Viele engagieren sich für neuartige Initiativen (siehe „2. Der MPI unter Corona-Bedingungen“), die der Abfederung der Auswirkungen der Pandemie auf die Wirtschaft dienen oder zur Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung beitragen. Im Schulterschluss mit allen relevanten Akteuren wurden Impulse und Maßnahmen zur Aufrechterhaltung des Arbeits- und Ausbildungsmarktes erarbeitet. Dies geschieht beispielsweise über neue Anreizsysteme für Qualifizierung durch aufsuchende Beratung. Es ist ermutigend festzuhalten, dass durch die Corona-Hilfsprogramme bisher ungefähr 360.000 Arbeitsplätze in der Hauptstadt gesichert werden konnten1. Die Berliner Industrie hat sich zuletzt stabilisiert und die Umsätze im Oktober 20202 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 8,0 % gesteigert. Im aussagekräftigeren Zeitraum Januar bis Oktober 2020 kam es aber dennoch zu einem leichten Umsatzrückgang von 1,1 % bzw. 239 Mio. EUR auf 20,78 Mrd. EUR (Inland +0,5 %, Ausland -2,3 %). Umsatzzuwächse entstanden in den ersten 10 Monaten bei der Herstellung von Nahrungsmitteln bzw. elektrischen Ausrüstungen; Deutliche Rückgänge bei Aufträgen und Umsätze zeigen sich aktuell in den Branchen Metall, Fahrzeuge und Maschinenbau. Dies entspricht dem bundesdurchschnittlichen Trend. Die Auftragseingänge haben sich hingegen wieder gefestigt. Dennoch fielen sie in der Berliner Industrie bezogen auf den Zeitraum Januar bis Oktober 2020 noch um 6,7 % geringer aus als ein Jahr zuvor (Inland -4,9 %, Ausland -8,0 %). Unter den Branchen hatten vor allem elektrische Ausrüstungen und in leichtem Maße Pharma in den ersten 10 Monaten eine höhere Nachfrage als vor einem Jahr. Für die Industriebeschäftigung ergeben sich unter Betrachtung der von der Bundesagentur für Arbeit veröffentlichten Zahlen für den September 2020 insgesamt 109.200 sozialversicherungspflichte Angestelltenverhältnisse. Dies waren 3.500 bzw. 3,1 % weniger als im Vorjahresmonat (Bundesdurchschnitt bei -2,9 %). Gemäß des letzten IHK-Konjunkturberichts3 fallen die industriellen Beschäftigungsplanungen zudem negativ aus (17 % mehr, 28 % weniger). Die Industriepolitik des Berliner Senats fokussiert insbesondere auf die Unterstützung der digitalen und auf Nachhaltigkeit ausgelegten Transformation , um die Wirtschaft krisenfester zu machen und einen gesunden industriellen Kern in Berlin zu etablieren. Dies geschieht zum Beispiel über die Weiterentwicklung und Neukonzeption verschiedener Förderangebote. Im November 2020 startete das mit 80 Millionen Euro dotierte 1 https://www.ibb.de/de/ueber-die-ibb/aktuelles/presse/pressemitteilungen/coronahilfen-eine-zwischenbilanz-der-ibb.html Die hier gemachten Angaben beruhen auf den von der SenWEB am 22. Dezember 2020 herausgegebenen Konjunkturmeldung für Oktober 2020 (Berichtszeitraum). Die jeweils aktuellsten Daten sind dem Bericht beigefügt. 3 https://www.ihk-berlin.de/blueprint/servlet/resource/blob/4702284/2948154d6ae646e3bc3f4606f46f1df2/konjunkturberichtherbst-2020-data.pdf 2 Seite 5 | 34 Förderprogramm „Digitalprämie“. Zusammen mit weiteren Fördermöglichkeiten, den industriepolitischen Partnerorganisationen und der neu gegründeten Digitalagentur stellt das Land Berlin sicher, dass kleine und mittelständische Unternehmen auch in Krisenzeiten die Unterstützung erfahren, um den Anforderungen der Zukunft gerecht zu werden. Ungeachtet der Corona-bedingten Herausforderungen gab es auch im zurückliegenden Jahr wieder positive Nachrichten, die die Zugkraft Berlins als Innovationsstandort untermauern. Einerseits hat der vor kurzem an die Börse gebrachte Konzern Siemens Energy entschieden, seine Konzernleitung in Berlin anzusiedeln. Das Land Berlin hat sich in einem Memorandum of Understanding mit Siemens Energy auf Eckpunkte der Zusammenarbeit verständigt, mit dem Ziel, ein gemeinsames Standort- und Strukturkonzept zu entwickeln. Auf der anderen Seite nimmt die Neugestaltung des zwölften Zukunftsortes, der Siemensstadt 2.0, Fahrt auf. So wurde der Wettbewerb für den 1. Bauabschnitt in 2020 abgeschlossen. Neben der Siemensstadt 2.0 ist die Berlin TXL - Urban Tech Republic ein weiterer Leuchtturm mit überregionaler und internationaler Strahlkraft für eine moderne, urbane Produktionslandschaft, in der Leben, Wohnen und Arbeiten auf neue Art zusammengedacht werden. Seit Eröffnung des neuen Airports BER am 4. November 2020, begann für die Tegel Projekt GmbH der Countdown zur Übernahme des ehemaligen Flughafengeländes im Mai kommenden Jahres. Hier entsteht ein Forschungs- und Industriepark, in dem urbane Technologien erforscht, erprobt, produziert und zur Marktreife gebracht werden. All dies sind klare Bekenntnisse zur Zukunftsfähigkeit des Industrie- und Innovationsstandorts Berlin und werden die Stadt auf lange Sicht prägen. Der MPI bietet über alle vier Handlungsfelder und zehn Themenclustern hinweg Anknüpfungspunkte, sich den Herausforderungen der Zukunftsthemen zu stellen. All dies geschieht im Zusammenschluss mit Politik, Kammern, Gewerkschaften, Bildungseinrichtungen und der Wirtschaft. Die konkreten Projektinhalte sowie weitere Hintergrundinformationen zum Masterplan können der Website4 zur Industriestadt Berlin entnommen werden. Im Folgenden werden die Ergebnisse der Corona-Umfrage aus dem Frühjahr sowie die Erkenntnisse des dritten formalisierten MPI-Monitorings aus dem Herbst 2020 vorgestellt. Gleichzeitig werden die Herausforderungen und Entwicklungen aufgezeigt, die nach fast zwei Jahren Umsetzung den MPI-Prozess prägen. 4 https://www.berlin.de/industriestadt/masterplan-industriestadt-berlin-2018-2021/ Seite 6 | 34 2. Der MPI unter Corona-Bedingungen Bereits Anfang März zeichnete sich ab, dass aufgrund der Corona-Pandemie Prioritäten und Planungen in vielen Projekten grundlegend geändert und angepasst werden mussten. Präsenzveranstaltungen, wie Messen, Award-Verleihungen, Sitzungen und Workshops, die bis vor kurzem zum regulären Repertoire vieler Projekte und Vorhaben gehörten, wurden verschoben, abgesagt oder fanden ausschließlich digital statt. Besonders Initiativen und Projekte, die im Bereich Beratung und Qualifizierung von Unternehmen angesiedelt sind oder deren Projektpartner Schulen, Hochschulen und Unternehmen sind, mussten aufgrund der neuen Prioritätensetzung der genannten Institutionen stark umsteuern. Vor dem Hintergrund der vielen Unwägbarkeiten für die weitere Planung und Umsetzung der MPI-Projekte wurde das ursprünglich ab März 2020 geplante formalisierte Monitoring-Verfahren sowie das anschließende Berichtswesen auf Herbst 2020 verschoben. Gleiches galt für die dritte MPI-Umsetzungskonferenz, die regulär im Anschluss an das Monitoring stattfindet und für Juni 2020 geplant war. Diese wurde nun am 4. November 2020 als rein digitales Format durchgeführt. Alternativ fand im Frühjahr eine niedrigschwellige Befragung der Umsetzungsakteure zu den Auswirkungen der Corona-Krise statt. Ziel war es, ein umfassendes Stimmungsbild einzufangen, um bei konkreten Bedarfen den umsetzenden Akteuren unterstützend zur Seite zu stehen. Die konkreten projektbezogenen Ergebnisse wurden bereits beim Steuerungskreis Industriepolitik im Juni 2020 vorgestellt. Insgesamt gab es 30 Rückmeldungen von 21 Organisationen und Institutionen, von denen einige Befragte für mehrere Projekte sprachen, so dass sich hieraus ein repräsentatives Stimmungsbild ableiten ließ. Zusammengefasst gaben zwei Drittel der Befragten an, dass aufgrund der aktuellen Corona-Situation Änderungen und/ oder Verzögerungen in ihrem Projekt auftreten. Gründe hierfür ergeben sich vor allem aus den Kontaktbeschränkungen und weiteren Corona-bedingten Auflagen sowie einer auf die branchenübergreifenden Hilfestellungen (siehe nächster Absatz) für die Berliner Unternehmen zugeschnittenen Prioritätensetzung. Ca. 70 % der Befragten gaben an, sich aktuell in Corona-spezifischen Initiativen zu engagieren, die der Unterstützung der Berliner Industrie dienen. Diese reichen von konkreten Hilfen5 bei der Umstellung der Produktion auf Desinfektionsmittel oder persönlicher Schutzausstattung, über Information und Beratung zu den verschiedenen staatlichen Hilfsangeboten (z.B. über Hotlines), zu Kurzarbeitergeld, zu Arbeits- und Gesundheitsschutz, Lieferketten sowie zu Digitalisierungsmaßnahmen, bis hin zu eigenen Initiativen (z.B. Berliner HeldInnen Jobs6, 3D-Printing fights Corona7). 5 https://www.healthcapital.de/corona-portal/produzierende-unternehmen-entlang-der-wertschoepfungskette-fuer-psa-desinfektionsmittel-und-medizinprodukte-zur-bekaempfung-von-covid-19/ 6 https://www.berliner-heldinnen-jobs.de 7 https://mobilitygoesadditive.com/sparten/medical-goes-additive/3d-printing-fights-corona/ Seite 7 | 34 Abbildung 1 Ergebnisse der MPI-Umfrage zu Corona im Mai 2020 Zudem zeigte die Umfrage, dass 70 % der befragten Akteure keine negativen finanziellen Auswirkungen auf die laufenden Projekte aufgrund der aktuellen Situation erwarten. Allerdings gaben 30 % der Befragten an, dass hierzu aktuell noch keine finale Aussage möglich war. Diese positiven Zahlen sind vermutlich auch damit zu erklären, dass Projekte zur Revitalisierung der Berliner Industrie überwiegend aus öffentlichen Mitteln im Rahmen des Masterplans Industriestadt gefördert werden. Die im Rahmen der Umfrage gewonnenen Erkenntnisse haben teilweise auch noch in der zweiten Jahreshälfte Bestand. Im nun durchgeführten offiziellen dritten Monitoring zeigt sich, wie sehr sich die herausfordernde Dynamik der Pandemie auf das Projektgeschehen auswirkt. Dies gilt vor allem für zeitliche Verschiebungen, die sich auf die ursprünglichen Meilensteinplanungen auswirkten oder durch die Verlegungen und Absagen von Präsenzveranstaltungen aufgrund von Kontaktbeschränkungen. Aufgrund der branchenübergreifenden Schnittmengen der Corona-bedingten Themen des Arbeitsmarktgipfels und des SKIP, fanden beide Formate im Jahr 2020 gemeinsam statt. Die beteiligten Institutionen und Organisationen erarbeiteten gemeinsam Impulse, die in den Umsetzungsprozess des MPI einfließen. Seite 8 | 34 3. Status Quo zur Umsetzung des MPI 3.1 Wo stehen wir aktuell? 2018 Q3 Q4 Der MPI wird am 4. September vom Berliner Senat beschlossen. Die MPI-Umsetzenden formulieren Projektsteckbriefe zu laufenden oder geplanten Maßnahmen. 2019 Q1 Die MPI-Geschäftsstelle nimmt im März ihre Arbeit auf. Kick-off mit dem Netzwerk Industriepolitik Start der 1. Förderphase 1. Monitoring Start der 2. Förderphase 1. Umsetzungskonferenz am 25. September 2. Monitoring 2. Umsetzungskonferenz am 19. November Q2 Q3 Q4 2020 Q1 Q2 Q3 Q4 2021 Q1 Q2 Q3 Q4 Treffen mit dem Netzwerk Industriepolitik zur MPI-Jahresplanung am 29. Januar Evaluierung und Konsolidierung der Projekte Start der 3. Förderphase 3. Umsetzungskonferenz und 2. Monitoring verschoben auf Herbst 2020 Durchführung und Auswertung der alternativen Corona-Umfrage Steuerungskreis Industriepolitik mit Corona-Schwerpunkt am 12. Juni Q&A-Session zur Projektförderung im Rahmen des MPI Start der 4. Förderphase Start des 3. Monitorings Auswertung des 3. Monitorings und Erstellung des Berichts 3. Umsetzungskonferenz als Online-Format am 4. November Steuerungskreis Industriepolitik und Arbeitsmarkt-Gipfel am 4. Dezember Evaluierung und Konsolidierung der Projekte Komprimiertes handlungsfeldbezogenes Digital-Format Start der 5. Förderphase (Stichtag 01. März) 4. Monitoring 4. Umsetzungskonferenz Gestaltung der Fortschreibung des MPI 5. Monitoring 5. Umsetzungskonferenz Abschlussbericht Vorbereitung, Durchführung und Abschluss bzw. Verstetigung von Projekten zur Förderung der Berliner Industrie Der Masterplan Industriestadt Berlin 2018 -2021 wurde im September 2018 beschlossen. Aufgrund der Corona-bedingten Einschränkungen haben sich für das Jahr 2020 einige Abweichungen vom ursprünglich geplanten Vorgehen ergeben. Auswirkungen auf die Detailplanungen für das Jahr 2021 sind ebenfalls möglich. Seite 9 | 34 3.2 Gesamtschau Der Aufruf zum dritten MPI-Monitoring erfolgte dieses Mal bereits Mitte September, um den Teilnehmenden aufgrund der erschwerenden Corona-Bedingungen mehr Zeit einzuräumen und so die Qualität der erhobenen Daten zu gewährleisten. Stichtag war der 30. Oktober 2020. Insgesamt konnten seit Oktober 2019 weitere Projekte aktiviert werden. Den größten Schub erfuhr das Handlungsfeld „Fachkräfte und Innovation“. Hier entfallen sechs weitere Projekte auf das Themencluster „Fachkräfte“ und drei auf das Themencluster „Wissens- und Technologietransfer“. Im Handlungsfeld Digitalisierung wurden insgesamt vier weitere Projekte aktiviert, im Themencluster „Flächen“ zwei und bei „Marketing“ sechs weitere. Übersicht: Aktivierungsgrad Projekte8 8 Der MPI ist in die vier Handlungsfelder „Fachkräfte und Innovation“, Digitalisierung“, „Rahmenbedingungen“ und „Marketing“ unterteilt. Die Handlungsfelder sind wiederum in zehn Themencluster gegliedert. Der jeweils obere Balken innerhalb eines Themenclusters zeigt die Anzahl der bis zum 3. Monitoring aktivierten Projekte an. Der untere Balken zeigt die Anzahl der aktivierten Projekte zum vergangenen Monitoring an. Die Zahl in Klammern im oberen Balken gibt zudem an, wie viele weitere Projekte im Vergleich zum letzten Monitoring seit Oktober 2019 aktiviert wurden. Seite 10 | 34 Von den nun insgesamt 106 geplanten Maßnahmen Aktivierungsgrad der vorgesehenen MPI-Projekte: und Projekten liegen für 94 auswertbare Informationen 106 zum Projektstatus vor. Das heißt, dass diesen Projekten 94 und Maßnahmen Ansprechpersonen der federführenden Institution zugeordnet werden konnten, eine Aussage zum Projektstatus (in Vorbereitung, in Umsetzung oder abgeschlossen) getroffen werden kann oder wir aufgrund weiterer qualitativer Angaben auskunftsfähig sind. Die erhöhte Grundgesamtheit an Projekten im Vervorgesehene Projekte aktivierte Projekte gleich zum vergangenen Monitoring erklärt sich durch die hinzugekommenen Projekte aus den FörderaufruProjektstatus der aktivierten Projekte (n=94): fen, die sich den einzelnen Maßnahmen zuordnen9. Die Informationen liegen der Geschäftsstelle vor und flie5 7 Abgeschlossen ßen in die öffentliche Projektdatenbank10 ein, die nach 25 Finalisierung des Berichts aktualisiert wird. Dort finden In Bearbeitung sich die konkreten Informationen zu den einzelnen Projekten. In Vorbereitung Von den 94 aktivierten Projekten befinden sich derzeit Noch nicht 57 in Bearbeitung. Bereits 25 Vorhaben gelten formal angefangen 57 als abgeschlossen, zehn davon im Handlungsfeld Rahmenbedingungen“, sechs in „Fachkräfte und InnovaProjektfortschritt bei aktivierten Projekten tion“, fünf in „Digitalisierung“ und vier in „Marketing“. (n=69): Als formal abgeschlossen gelten im Rahmen des MoniVoll im Plan torings auch wiederkehrende Veranstaltungsformate 3 3 (z.B. Deep Tech Award, Urban Tech Summit, MesseforWeitgehend im Plan mate), die im kommenden Jahr erneut durchgeführt 28 19 keine Angabe werden. Sieben Projekte befinden sich aus unterschiedlichen Gründen derzeit noch in Vorbereitung, d.h., dass Abweichung vom eine entsprechende Projektplanung vorliegt, und mit Plan Starke Abweichung einer Umsetzung zeitnah begonnen werden kann. Levom Plan 16 diglich bei fünf von 94 Projekten sind die Vorbereitungen noch nicht abgeschlossen, so dass sie als „noch Stand: 30.11.2020 nicht begonnen“ gelten. 9 Der Vollständigkeit halber ist zu erwähnen, dass sich die Anzahl auch ändert, wenn Projekte mehrere Maßnahmen abdecken. In den 94 aktivierten Maßnahmen und Projekten sind auch jene eingeschlossen, die nicht zum formalisierten (durch das Web-Formular), aber zu einem qualitativen Monitoring aufgefordert werden. Das Führen dieser Maßnahmen in einer eigenen Kategorie („begleitende Prozesse/allgemeines Verwaltungshandeln“) beruht auf einem gemeinsamen Beschluss mit dem Netzwerk Industriepolitik im Rahmen des Jahresauftakttreffens 2020. 10 https://www.berlin.de/industriestadt/masterplan-industriestadt-berlin-2018-2021/projekte/ Seite 11 | 34 Von 69 laufenden Projekten und Maßnahmen11 befinden sich ca. 64% weitgehend oder voll im Plan. Knapp 9% berichten von Abweichungen, die sich vor allem Corona-bedingt ergeben. Für weitere 19 Projekte und Maßnahmen wurden formell keine Angaben zum Projektvorschritt getätigt.12 11 Die Sachstände zu diesen Maßnahmen werden nicht über das formelle Monitoring-Verfahren erhoben, sondern qualitativ erfasst. Um die Angaben nicht zu verzerren, finden sich diese nicht in der Grafik zum Projektfortschritt wieder. Gleiches gilt für die bereits im Rahmen des letzten Monitorings abgeschlossenen Maßnahmen, zu denen keine neuen Angaben gemacht werden. 12 Darin enthalten sind auch jene Vorhaben, die in den letzten Förderphasen neu hinzugekommen sind aufgrund des erst kurz zurückliegenden Projektstarts noch keine weiteren Angaben zulassen. Seite 12 | 34 3.3 Handlungsfeld „Fachkräfte und Innovation“ Mit den Themenclustern „Fachkräfte“ und „Wissens- und Technologietransfer“ Im Handlungsfeld „Fachkräfte und Innovation“ gibt es 31 berichtsfähige Projekte, von denen 26 auf das Themencluster „Fachkräfte“ und fünf auf „Wissensund Technologietransfer“ entfallen. Demnach gelten alle 31 vorgesehenen Projekte im Rahmen dieses Handlungsfeldes als aktiviert. Die allermeisten Projekte sind aktuell in Bearbeitung und sechs sind bereits abgeschlossen. Zwei Projekte aus der 3. Förderphase (März 2020) befinden sich noch in Vorbereitung. Zehn Projekte laufen voll im Plan, sechs weitere weitgehend im Plan. Abgeschlossen ist unter anderem das Projekt zur „Sammlung frei lizensierter Bildungsmaterialien / Weiterbildungsdatenbank (WDB)“ unter der Federführung von SenIAS. Das WDB Suchportal für Weiterbildung dient der unabhängigen Suche nach Angeboten der beruflichen Weiterbildung innerhalb der Bundesländer Berlin und Brandenburg und wird regelmäßig aktualisiert. Es ist mittlerweile komplett im responsiven Design programmiert und auf allen mobilen Endgeräten uneingeschränkt nutzbar. Dadurch steigerte sich die Nutzung über mobile Geräte auf 32% aller Zugriffe. Im WDB-Suchportal wurden im Zusammenhang mit neuen Förderinstrumenten und den Anforderungen durch Corona neue Suchkriterien eingearbeitet: „Qualifizierung in Kurzarbeit", „Qualifizierungschancengesetz". Weiterhin wurden „Aufstiegsfortbildung", „Hochschulzertifikat" sowie „Alphabetisierung/Grundbildung" zur Präzisierung der Suche ergänzt. Aktuell sind 3.700 an Unternehmen gerichtete Angebote im Suchportal gelistet. Die Liste der Unterrichtssprachen wurde um die Sprachen Arabisch, Chinesisch, Persisch (Farsi), Thailändisch, Türkisch und Vietnamesisch ergänzt. Eine Vielzahl der Bildungsangebote sind in Online-Kurse umgestaltet worden, so dass bereits ein umfassendes internetbasiertes Angebotsspektrum zur Verfügung steht. Aktivierungsgrad der vorgesehenen MPI-Projekte im Handlungsfeld „Fachkräfte und Innovation“: 31 31 vorgesehene Projekte aktivierte Projekte Projektstatus der aktivierten Projekte (n=31) im Handlungsfeld „Fachkräfte und Innovation“: 2 6 Abgeschlossen In Bearbeitung In Vorbereitung 23 Projektfortschritt bei aktivierten Projekten (n=22) im Handlungsfeld „Fachkräfte und Innovation“: 6 Voll im Plan 10 Weitgehend im Plan keine Angabe 6 Stand: 30.11.2020 Seite 13 | 34 Exemplarisch für viele andere Präsenzformate berichtet die „AG Career Services“, die bereits seit 2010 Teil des Masterplans ist, dass die Karrieremesse jobwunder bedingt durch die Corona-Situation als digitale Messe jobwunderDIGITAL13 umgeplant wurde. Diese fand am 21./22. Oktober 2020 statt mit insgesamt 66 Ausstellern (Unternehmen mit Jobs in der Region, Start-Up-Szene, Arbeitsplatz Wissenschaft und Forschung) sowie verschiedenen Fach- und Expertenforen, an denen u.a. auch Akteure wie Berlin Partner und Partnerorganisationen der „Langen Nacht der Industrie“ beteiligt waren. Vorteil der digitalen Messe ist, dass die Teilnahme den Studierenden und Absolventen und Absolventinnen der verschiedenen Hochschulen sowie den internationalen Graduierten erleichtert wurde. Zum anderen ergab sich damit für die regionalen Arbeitgeber ein größerer potentieller Bewerberpool. Die Abstimmung bzw. Information dazu erfolgte in der Regionalgruppe der Career Services Berlin- Brandenburg sowie bei regionalen Akteuren der Wirtschaftsförderung und Verbänden (Berlin Partner, IHK, UVB, Zukunftsort Campus Charlottenburg etc.). Neben der Durchführung von diesen und ähnlichen Formaten bleibt es die Zielsetzung der AG, eine Aufnahme der Career Services als Einrichtungen der Hochschulen ins Landeshochschulgesetz BerlHG zu erreichen. Career Services unterstützen Fachbereiche und Fakultäten darin, deren Studierende durch verschiedenste Maßnahmen auf den Übergang in die Berufstätigkeit vorzubereiten und dienen Unternehmen als Anlaufstelle. Voraussetzung hierfür ist es, dass Rektorate und Präsidien diese Einrichtungen in ihrer strategischen Ausrichtung der Hochschulen berücksichtigen und sie materiell und personell entsprechend ausstatten. Dies wäre gewährleistet, wenn sie als Organisationseinheit in das Landeshochschulgesetz aufgenommen würden. Bisher waren die Aktivitäten nicht erfolgreich Die Gründung von junior1stein durch SenBJF als langfristige zentrale Strategie für die Entwicklung der MINT-Bildung in Berlin wurde abgeschlossen und liegt aktuell weitgehend im Plan. Mit der Etablierung von junior1stein wird das übergeordnete Ziel verfolgt, die MINT-Bildung von der Kita bis zum Abitur und in die berufliche Bildung hinein zu unterstützen und zu fördern. In diesem Zusammenhang wurden die Pilotcluster in Neukölln, Mitte und Spandau bestehend aus Kitas, Grundschulen, Oberschulen, Gymnasien und Oberstufenzentren in Kooperation mit der regionalen Schulaufsicht ausgewählt. Die ersten Bestandsaufnahmen konnten bereits durchgeführt und mit der inhaltlichen Entwicklungsarbeit in den Bildungseinrichtungen begonnen werden. Bestimmte Aktivitäten wie der Aufbau und Entwicklung der corporate identity, Öffentlichkeitsarbeit oder die Durchführung einer Machbarkeitsstudie für ein „junior1stein-Gebäude“ sollen, aufgrund der Corona-bedingten temporären Schließungen von Schulen und weiteren Bildungseinrichtungen, in das Jahr 2021 verschoben werden. Allerdings konnten so andere Arbeitspakete im Projektgeschehen, wie die Präzisierung des junior1stein-Konzepts und die Entwicklung eines eigenen Masterplans, stärker in den Fokus rücken. Begeisterung für MINT-Themen möchte auch der aus Mitteln des MPI geförderte Mädchen-Technik- Kongress wecken. Ziel des Projektes ist es, Mädchen und junge Frauen bei der Berufs- und Studienwahl zu unterstützen und somit einen Beitrag zur Erhöhung des Frauenanteils in MINT-Berufen und MINT-Studiengängen zu leisten. Die jeweils im Jahr 2020 und 2021 geplante Ein-Tages-Veranstaltung hat das Ziel MINTBerufe möglichst realitätsnah erlebbar zu machen, Berührungsängste zu MINT-Berufen abzubauen, Begeisterung für Naturwissenschaft und Technik zu wecken und dabei zu helfen, im Rahmen von praktischen Workshops eigene Potentiale zu erkennen. Bei der Veranstaltung geht es um die Erkundung von MINT-Berufen allgemein, mit besonderem Fokus auf den Hochtechnologie-Bereich (Optik, Photonik, Mikrosystem- 13 https://jobwunder-karrieremesse.de/ Seite 14 | 34 technik). Leider konnte die Veranstaltung durch die besonders schweren Auswirkungen der Corona-Pandemie im Schulbereich nicht wie geplant im Herbst 2020 durchgeführt werden. Im Jahr 2021 soll nach den aktuellen Planungen der „Mädchen-Technik-Kongress“ stattfinden. Das Projekt zur Weiterentwicklung der „Transfer-Allianz“ ist voll im Plan. Ziel und Aufgabenstellung entsprechend des Masterplans ist die Aktivierung und Weiterentwicklung der bisherigen Transfer-Allianz zu einer noch stärker treibenden Kraft des Technologietransfers zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Hierfür hat die SenWEB in Verbindung mit RBm-WissForsch Anfang 2019 eine agile Arbeitsgruppe (Kern-AG) ins Leben gerufen. Wichtigste Aufgabe dieser AG ist derzeit die Begleitung des Dienstleistungsauftrages, der im ersten Schritt eine Bestandsaufnahme des Transferökosystems in Berlin zur Aufgabe hat. Ein wesentlicher Bestandteil dieses Auftrages war ein im Juni 2020 durchgeführter Web-Workshops mit den relevanten Stakeholdern, in dem verschiedene Fragestellungen und Hypothesen diskutiert wurden, die vorher aus Fokusgruppen-Interviews abgeleitet worden waren. Auf Grundlage dieser Ergebnisse wurde vom Dienstleister ein Konzeptvorschlag mit Handlungsoptionen entwickelt, aus denen konkrete Handlungsempfehlungen zu Umsetzungsstrukturen abgeleitet wurden. Auf Basis dieses Konzeptvorschlags soll im Jahr 2021 in der Kern-AG die konkrete Umsetzung und Operationalisierung diskutiert werden. Im Anschluss soll zu einem geeigneten Zeitpunkt eine politische Mandatierung eingeholt werden. Ebenfalls in diesem Themencluster läuft die aus den Mitteln des MPI geförderte, durch Corona nun digitale Transfer-Offensive „trao – Wo Hochschule Wirtschaft“ (Federführung BIT6) voll nach Plan. Ursprünglich als Thementag mit Unternehmensbesuchen geplant, fanden am 20. Mai 2020 sieben digitale Panels zu Themen, die in der Corona-Krise für die Berliner Wirtschaft besonders relevant sind, statt. Das Format ist kostenfrei und fand so viel Zuspruch, dass im Rahmen der gemeinsamen Transfer Week Berlin-Brandenburg vom 26. bis 30. Oktober 2020 von BIT6, Berlin Partner, der Wirtschaftsförderung Berlin-Brandenburg, der Handwerkskammer und IHK Berlin die führenden Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Hochschulen der angewandten Wissenschaften ihre Expertise ein weiteres Mal den Berliner KMU zur Verfügung stellten. Im Themencluster „Wissens- und Technologietransfer“ kamen im Verlauf der MPI-Förderaufrufe weitere Projekte hinzu, deren konkrete Inhalte der Tabelle im Gliederungspunkt 4 dieses Berichts und der Projektdatenbank auf den Internetseiten14 des Masterplans entnommen werden können. 14 https://www.berlin.de/industriestadt/masterplan-industriestadt-berlin-2018-2021/ Seite 15 | 34 3.4 Handlungsfeld „Digitalisierung“ Mit den Themenclustern „Smart City“, „Vernetzung Startups und Industrie“ und „Digitale Industrie“ Im Handlungsfeld „Digitalisierung“ liegen die Aktivierungsgrad der vorgesehenen MPI-Projekte Schwerpunkte auf den Themenclustern „Smart im Handlungsfeld „Digitalisierung“: City“ mit vier aktivierten Projekten sowie „Vernet27 zung Startups und der Industrie“ und „Digitale Industrie“ mit acht bzw. neun aktivierten Projekten. 21 Beim aktuellen Monitoring konnten 21 der 27 geplanten Projekte dieses Handlungsfelds erfasst werden – vier mehr als im Oktober 2019. Acht der aktivierten Projekte sind derzeit in Bearbeitung, fünf bereits abgeschlossen und drei befinden sich in Vorbereitung. Zudem konnten fünf Projekte noch nicht mit der Umsetzung beginnen. Vier davon entfallen auf die Digitalagentur, worauf im späteren Verlauf des Kapitels genauer eingegangen wird. vorgesehene Projekte aktivierte Projekte Projektstatus der aktivierten Projekte (n=21) im Handlungsfeld „Digitalisierung“: Abgeschlossen 5 5 Für die Entwicklung des Marienparks und die dort ansässigen Unternehmen und UnternehmensinitiaIn Bearbeitung tiven (z.B. IAM Hub), ist die „Anbindung an den Öffentlichen Nahverkehr“ von existenzieller BedeuIn Vorbereitung tung. Seit längerem liefen intensive Diskussionen 3 um die Einrichtung eines zusätzlichen S-Bahnhalts Noch nicht angefangen Kamenzer Damm. Hierbei nahm, nicht zuletzt auf8 grund der intensiven Diskussionen auf den Umsetzungskonferenzen, die SenWEB eine zentrale Ver- Projektfortschritt bei aktivierten Projekten (n=17) mittlerrolle ein. Die Senatsverwaltung für Umwelt, im Handlungsfeld „Digitalisierung“: Verkehr und Klimaschutz (SenUVK), die Deutschen Voll im Plan 1 3 Bahn und das Land Brandenburg konnten sich in die3 sem Sommer nun darauf verständigen, die Priorität keine Angabe zur Realisierung dieser S-Bahn-Anbindung deutlich zu erhöhen. Konkret heißt das, dass der Bau des SAbweichung Bahnhofs direkt nach Fertigstellung der Dresdner vom Plan Bahn im Dezember 2025 beginnen soll. Da es sich Starke um ein Standardbauvorhaben handelt, ist gegenAbweichung 10 vom Plan wärtig von einer Durchführungsdauer von ca. 12 Monaten zu rechnen. Stand: 30.11.2020 Am 6. Oktober 2020 konnte im Marienpark zudem der IAM Hub „light“ eröffnet wurde. Das Netzwerk Seite 16 | 34 „Mobility goes Additive“ hat hier in kurzer Zeit einen Ort geschaffen, der zukünftig zu einer zentralen Anlaufstelle für nationale und internationale Akteure des industriellen 3D-Drucks weiterentwickelt und Produktion, Wissenschaft sowie Coworking miteinander vereinen wird. Die Etablierung des IAM Hubs wird aus den für die Umsetzung des MPI der SenWEB zur Verfügung stehenden Mittel finanziell unterstützt. Noch nicht angefangen hat das Bauvorhaben „ITZ 4.0 Schöneweide“. Derzeit wird geprüft, inwieweit das „ITZ 4.0“ und die Erweiterung der HTW am Campus Wilhelminenhof auf einem landeseigenen Grundstück kombiniert bzw. realisiert werden können. Gemäß Masterplan liegt die Federführung bei der WISTA-MANAGEMENT GMBH. Im Projekt „de:hub“ (Themencluster „Digitale Industrie“, Federführung: SenWEB i.V.m. Berlin Partner) lief mit der Gründung des Vereins IoT+ Network e.V. am 28. August 2020 trotz leichterer Prozessverschiebungen durch die Corona-bedingten Einschränkungen alles voll nach Plan. Der Verein, zusammen mit dem de:hub IoT, bilden eine Anlaufstelle für die Industrieunternehmen der Hauptstadt, die vertieftes Interesse u.a. an den Themen rund um Industrial Internet of Things haben. Das Ziel des Vereins ist es, eine Plattform zu schaffen, um den Austausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Startups auf Augenhöhe zu ermöglichen. Mit Unterstützung von Berlin Partner koordiniert der Verein hierfür die Netzwerkarbeit und bietet eine Informationsquelle für weitere Interessierte. Bis zum Herbst 2020 sind zwei weitere Forschungsprojekte15 im Werner von Siemens Centre for Industry and Science (WvSC e.V.) an den Start gegangen, die über das Innovationsförderprogramm ProFIT16 der SenWEB gefördert werden. Insgesamt laufen dort aktuell drei Forschungsvorhaben, zu zukunftsweisenden elektrischen Antrieben für Maschinenlösungen, zu Hochtemperatur-Anwendungen und zu neuen Technologien für Maintenance, Repair und Overhaul. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sollen noch ressourcenschonendere sowie energieeffizientere Fertigungsverfahren hervorbringen und somit den produktionstechnischen Wandel auf lange Sicht prägen. Zudem wurde mit GRW-Mitteln17 die Errichtung einer Co-Location als Innovationscluster am Hauptstandort Rohrdamm 88 / Siemensstadt sichergestellt. Ziel von Digital+ als Teilprojekt der Maßnahme „Dialog, Vernetzung und Beratung“ ist es, zusammen mit 100 Berliner Unternehmen, eine empirische Bestandsaufnahme durchzuführen und den digitalen Reifegrad zu ermitteln. Die Ergebnisse aus diesem Vorhaben werden wissenschaftlich aufbereitet und öffentlichkeitswirksam publiziert. Die Unternehmen profitieren von den aufgezeigten Digitalisierungsoptionen und werden im Zusammenspiel mit der Digitalagentur auf mögliche Kooperationspartner hingewiesen, mit denen eine Umsetzung gelingen kann. Der Ausbruch der Corona-Pandemie hat den Maßnahmenbeginn verzögert und die persönlichen Akquise-Maßnahmen zusätzlich erschwert. Bis dato konnte bei 27 Unternehmen ein Digital-Readiness-Check durchgeführt werden. Mit weiteren fünf ist man bereits in der Terminfindung, so dass davon auszugehen ist, das Ziel von 100 Unternehmen innerhalb der Projetlaufzeit weiterhin zu erreichen. Prof. Dr. Wittenberg von der HTW, der bereits im Vorgängerprojekt „Digital Value“ involviert war, hat die Projektleitung übernommen. Seit September 2020 sind nun vier weitere HTW-Professoren und Professorinnen mit ihren spezifischen Kompetenzen in Entrepreneurship und Mittelstandsmanagement, Digital Marketing, Digital Business sowie in dem Fachgebiet Innovationsmanagement, Produktionswirtschaft und 15 https://wvsc.berlin/projekte/ https://www.ibb.de/de/foerderprogramme/pro-fit-projektfinanzierung.html 17 https://www.berlin.de/sen/wirtschaft/gruenden-und-foerdern/investitionsfoerderung/wachsen/zuschuesse/ 16 Seite 17 | 34 Operationsmanagement involviert. Sie werden Digital+ wissenschaftlich begleiten und auch in die Unternehmensansprache eingebunden. Die Hannover Messe konnte, wie viele weitere Messen auch, aufgrund der Corona-Krise nicht stattfinden. Die Krise hat verstärkt, was schon vorher zunehmend erkennbar war. Messebetreiber und Aussteller müssen in der Zukunft verstärkt Formate im digitalen Bereich anbieten. Zudem war in den letzten Jahren erkennbar, dass sich die Länderauftritte anderen Regionen deutlich weiterentwickelt haben. Aus diesen Gründen haben sich die Berliner und Brandenburger Akteure dazu entschlossen, den Messeauftritt der Metropolregion auf der Industriemesse in Hannover zu analysieren und im Rahmen eines Dialogprozesses ein neues Messekonzept zu erarbeiten. Der Prozess der Neu-Konzeption startet im ersten Quartal 2021 mit mehreren Workshops. Smart-City-Projekte im Rahmen des MPI Mit der Auszeichnung Berlins im September 2020 als eine von 32 Smart-City-Modellprojekten im Rahmen der zweiten Staffel des BMI-Förderprogramms, wird dieses Themencluster einen eindeutigen Schub erfahren. Mit der Schaffung von ressortübergreifenden Strukturen, die sowohl eine Arbeitsgruppe, einen Smart City Beirat sowie ein Smart City-Board als politisches Entscheidungsgremium umfassen werden, sind neue Aktivitäten bereits in der konkreten Abstimmung. Aktueller Stand: DAB Digitalagentur Berlin GmbH Am 20. März 2020 wurde die DAB Digitalagentur Berlin GmbH notariell gegründet. Am 06. April 2020 fand die erste Aufsichtsratssitzung statt, in der die Geschäftsführung der Digitalagentur mit Wirkung zum 07. April 2020 bestellt wurde. Derzeit treibt die Geschäftsführung den Aufbau der Digitalagentur voran. Übergeordnetes Ziel ist es, die Arbeitsfähigkeit der Digitalagentur herzustellen. Neben dem Aufbau zur Herstellung der Arbeitsfähigkeit der Digitalagentur Berlin wurden auch erste inhaltliche und konzeptionelle Arbeiten im Jahr 2020 umgesetzt. Die konzeptionellen Arbeiten zur Digitalagentur Berlin werden zum einen vom politischen Auftrag sowie zum anderen von den bisherigen Ideen der Stakeholder geprägt sein. Ergänzend kommen hinzu aktive Marktrecherche, weitere Gespräche mit der Berliner Wirtschaft und den unterschiedlichen Stakeholdern sowie die Erfahrungen aus dem im November gestarteten Förderprogramm „Digitalprämie“. Die Digitalagentur wird auf Basis der Erfahrungen im Förderprogramm und der zur Verfügung gestellten Daten der Antragstellenden Digitalisierungsbedarfe besser erkennen und auf dieser Grundlage wegweisende Projekte und Programme für die Berliner Wirtschaft entwickeln können. Darüber hinaus hat die Digitalagentur zusammen mit verschiedenen Partnern aus der Wirtschaft Initiativen gestartet, um das Marketing des Förderprogramms zu unterstützen. Die Digitalagentur wurde im Rahmen der letzten Umsetzungskonferenz Anfang November dem Netzwerk des MPI vorgestellt. Die aktuell anstehenden organisatorischen Aktivitäten umfassen den Aufbau einer ITund Kommunikationsstruktur, den Ausbau des Personalkörpers, die Weiterentwicklung der Kommunikationsmaßnahmen sowie den Aufbau des Netzwerks und die Standortfindung einer geeigneten Niederlassung. Zudem beteiligt sich die Digitalagentur an einem Berliner Konsortium für die Bewerbung zum European Digital Innovation Hub. Seite 18 | 34 Sobald die DAB arbeitsfähig ist, können die im MPI formulierten Maßnahmen unter Federführung der Digitalagentur auf den Weg gebracht werden. Eine Aufnahme in das formalisierte Monitoringsystem ist für den nächsten Berichtsturnus geplant. Dennoch haben sich bereits kleinere Änderungen ergeben, die im Folgenden konkret benannt werden: a. Die Digitalagentur wird Experimentierräume entwickeln und diese für Anwendungskooperationen zwischen Startups und Industrieunternehmen (auch Handwerk) nutzen. Das Netzwerk wird im Rahmen von Kooperationen wie z.B. mit dem media:net berlinbrandenburg und der Handwerkskammer Berlin sowie anderen Interessengruppen weiter ausgebaut. b. Informationen über existierende Angebote zur Vernetzung und Kooperation sowie zielgruppenspezifische Recherche und Aufbereitung von Best Practices zu Digitalisierungsmöglichkeiten und -notwendigkeiten in Industrieunternehmen werden auf einer Online-Plattform gebündelt und strukturiert nach Themen dargestellt. Die Vermittlung der Informationen erfolgt darüber hinaus über persönliche Beratung und Veranstaltungen. c. Industrie- und Handwerksunternehmen werden direkt angesprochen und beraten, welche Bedeutung und Auswirkungen die Digitalisierung für ihr Unternehmen haben und welche Unterstützungsangebote ihnen beim zukunftsorientierten Umgang mit der Digitalisierung helfen können. Vorhandene Angebote wie die Mittelstand 4.0 Kompetenzzentren, das Leistungszentrum Digitale Vernetzung und die de:hubs werden integriert. d. Die Digitalagentur wird ein zentrales Angebot für Cybersecurity im Bereich Prävention und Notfall implementieren. Zusätzlich wird an dieser Stelle auf die enge Verzahnung der DAB mit dem aus dem MPI geförderten Projekt Digital+ verwiesen, das zielgerichtet bei der digitalen Transformation von KMU und Handwerksbetrieben im Rahmen einer „Pilotphase“ unterstützt und ggf. in das Angebotsportfolio der Digitalagentur integriert wird. Impulse durch das AMBER-Cluster Die Initiative „AMBER - Additive Manufacturing Cluster Berlin-Brandenburg“ hat das Ziel, Additive Manufacturing (AM) als Schlüsseltechnologie für einen nachhaltigen digitalen Wandel in der Hauptstadtregion zu etablieren. Hierfür hat sich ein starkes regionales Konsortium unter der Federführung der TU Berlin zusammengefunden. An der Initiative sind namhafte Akteure wie die vier Universitäten der Berlin University Alliance (TU Berlin, Charité, FU Berlin, HU Berlin) mit ca. 16 antragstellenden Fachgebieten, vier Forschungseinrichtungen (BAM, Fraunhofer IAP und IPK, Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung -IZT), 30 KMUs und Startups sowie diverse Intermediäre wie z.B. Mobility/ Medical goes Additive, das WvSC und die Wirtschaftsförderungen der Hauptstadtregion beteiligt. Die Auszeichnung des AMBER-Clusters in der 1. Förderphase eines mehrstufigen Antragsprozesses als eine von 16 vorausgewählten Zukunftscluster-Initiativen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Hightech-Strategie 2025 der Bundesregierung, war ein wichtiger Meilenstein für das ambitionierte Ziel, Berlin zu einem Vorreiter in diesem Technologiebereich zu entwickeln. Seite 19 | 34 Auch wenn die Initiative nach aktueller Entscheidung des BMBF keine Förderung aus dem BMBF-Programm erhält, wurden ihr ein sehr hohes Innovationspotenzial und aussichtsreiche Transfermöglichkeiten in die Industrie bescheinigt. Mit den bereits bestehenden regionalen Clusterstrukturen und den Zielen der regionalen Innovationsstrategie (InnoBB 2025) hat die Hauptstadtregion bereits entsprechende Voraussetzungen für die Initiierung, Etablierung und Verstetigung eines neuen 3D-Druck-Ökosystems geschaffen, auf denen AMBER aufsetzen möchte. 3-D-Druck versteht sich in diesem Zusammenhang als eine Querschnittstechnologie, die verschiedene Anwendungspotenziale in den regionalen Clustern heben kann. Durch den stetigen Austausch und der engen Verzahnung zwischen den Projektaktivitäten des IAM Hubs und des WvSC e.V., werden Synergiepotentiale früh identifiziert und die gemeinsame Vision weiter geschärft. Die SenWEB bedauert die Absage des BMBF und ist sehr interessiert, die Zukunftsinitiative AMBER in Berlin weiter voranzutreiben. Deshalb unterstützt die SenWEB die Initiative aus MPI-Mitteln, um mit Hilfe einer Koordinationsstelle die aufgebauten Konsortial- und Projektstrukturen im Bereich AM zu pflegen und zu stärken. Wichtige aktuelle Aufgabe wird es seinnach alternativen Fördermöglichkeiten zu suchen. . Seite 20 | 34 3.5 Handlungsfeld „Rahmenbedingungen“ Mit den Themenclustern „Fläche“, „Finanzierung“, „Verwaltung/Infrastruktur“ und „Energie“ In das Handlungsfeld „Rahmenbedingungen“ fallen Aktivierungsgrad der vorgesehenen MPI-Projekte die Themencluster „Flächen“ (12 aktivierte Projekte), im Handlungsfeld „Rahmenbedingungen“: „Finanzierung“ (fünf aktivierte Projekte), „Verwal31 tung und (digitale) Infrastruktur“ (vier aktivierte Pro28 jekte) und „Energie“ (sieben aktvierte Projekte). Beim aktuellen Monitoring konnten 28 der 31 geplanten Projekte dieses Handlungsfelds erfasst werden – zwei mehr als im Oktober 2020. 16 der aktivierten Projekte sind derzeit in Bearbeitung, zehn bereits abgeschlossen und zwei weitere befinden sich in Vorbereitung. Dabei laufen 12 Provorgesehene Projekte aktivierte Projekte jekte voll und sieben weitgehend im Plan. Bei einem Vorhaben gibt es starke Abweichungen. Für drei Pro- Projektstatus der aktivierten Projekte (n=28) jekte wurden keine Angaben zum Umsetzungsstand im Handlungsfeld „Rahmenbedingungen“: gemacht. 2 Im Themencluster „Verwaltung und (digitale) Infrastruktur“ liegen die Maßnahmen zur Stärkung des „Unternehmensservice“ sowie zur Etablierung „wirtschaftsförderlicher Verwaltungsschnittstellen“ voll im Plan. Im Rahmen der „Stärkung des Unternehmensservices“ wurde die Umsetzung von zwei Meilensteine aktiv vorangetrieben. Im Rahmen der Jubiläumsveranstaltung "10 Jahre Unternehmensservice" am 24. September 2020 erfolgte ein interaktiver Austausch zu industriepolitischen Fragestellungen, sowohl der Akteure des Unternehmensservice und Servicepartner als auch unter Einbezug der teilnehmenden Unternehmen, zu den aktuellen und zukünftigen Herausforderungen und Anforderungen an die Wirtschaftsförderung auch in Bezug auf konkrete Services. Die Veranstaltung hat bestätigt, dass das Netzwerk sehr tragfähig ist und die Arbeitsteilung der einzelnen Akteure sehr gut funktioniert. Diese Leistungsfähigkeit zeigt sich aktuell im Zuge der CoronaPandemie. Eingerichtete Hotlines und thematische 10 Abgeschlossen In Bearbeitung In Vorbereitung 16 Projektfortschritt bei aktivierten Projekten (n=23) im Handlungsfeld „Rahmenbedingungen“: 3 Voll im Plan 1 12 7 Weitgehend im Plan Starke Abweichung vom Plan keine Angabe Stand: 30.11.2020 Seite 21 | 34 Town Hall Calls informieren und beraten die Unternehmen zu den drängenden Themen und bringen die relevanten Wissensträger zusammen. Ein weiterer Meilenstein bezieht sich auf Bezirke-Touren der Leitung der SenWEB. Bedingt durch die Corona-Pandemie war die Umsetzung weiterer Bezirkstouren bisher schwierig und wurde unter Abwägung einzugehender Infektionsgefahren bisher nicht weiterverfolgt. Die Wiederaufnahme dieses Formates wird derzeit geprüft und ggf. in anderer Form weitergeführt. Für die Maßnahme: „(Lokale) Unternehmensnetzwerke und Gebietsmanagements stärken, um so bestehende Industriestandorte weiter zu profilieren und die Vernetzung der Unternehmen (Netzwerkbildung) an diesen Standorten zu fördern.“, konnte bis zum aktuellen Zeitpunkt noch kein abschließendes Projekt mit allen Partnerorganisationen definiert werden. Das Gesamtvorhaben bleibt eine wichtige Herausforderung für die industrielle Entwicklung Berlins. Mit der Förderung18 des Projektes „„Grünes Kraftwerk - Visualisierung der regenerativen Energieerzeugung im Industriegebiet Motzener Straße“ des ansässigen Unternehmensnetzwerks konnte jedoch ein erster wichtiger Beitrag zur Unterstützung bestehender Standorte geleistet werden. Die Meilensteine im MPI-Vorhaben „Ankauf von Flächen“ unter der Federführung der SenWEB in Verbindung mit der SenSW wurden weitgehend erreicht. Die Bearbeitung zur Ausübung von vertraglich gesicherten Vorkaufsrechten durch das Land Berlin bei gewerblich genutzten Grundstücken ist mittlerweile bei SenWEB etabliert. Die angemeldeten Ankäufe bei der Bundesanstalt für Immobilienangelegenheiten (BImA) sind allerdings bislang nicht rechtsverbindlich umgesetzt worden. Das Land Berlin befindet sich mit der BImA zu allen gewerblichen Bauflächen weiterhin in Ankaufsverhandlung. Die finanziellen Mittel für die Ankäufe sind im SIWANA19 gesichert, alternativ wird der Kauf durch die neu gegründete Berliner Bodenfonds GmbH realisiert. Darüber hinaus finden aktuell regelmäßige Abstimmungen mit der Finanzverwaltung zum weiteren Vorgehen von notwendigen strategischen Ankäufen sowie Einzelfällen statt. Einige Liegenschaften sollen durch die WISTA Management GmbH angekauft und nach dem Erwerb entwickelt und aktiviert werden. Bezüglich der Gewerbeflächenentwicklung und des Baus neuer landeseigener Gewerbehöfe wurden rechtliche Expertisen eingeholt zu den Themen Beihilferecht bei Flächenzugriff und Bauzuschüssen. Erste geeignete Grundstücke für die Errichtung landeseigener Gewerbehöfe wurden identifiziert. Die Planungsarbeiten am ersten Gewerbehof in Spandau haben bereits begonnen. Zwei weitere Gewerbehöfe in Lichtenberg und Mitte werden vorbereitet. Parallel werden dauerhaft Liegenschaften auf ihre Eignung zur Entwicklung eines landeseigenen Gewerbehofes sondiert. Die Gewerbeflächenentwicklung am Standort Buchholz Nord/Schönerlinder Straße befindet sich in einem kritischen Anfangsstadium, in dem viele „Weichen gestellt" werden. 18 Ziel der MPI-Förderung ist es, im Gewerbegebiet Motzener Straße die umweltfreundliche Strom- und Wärmeerzeugung digital zu erfassen und öffentlich sichtbar via Internetseite zu visualisieren. Das Industriegebiet in schafft sich ein digitales „Grünes Kraftwerk 19 SIWANA ist die Kurzform für Sondervermögen Infrastruktur der Wachsenden Stadt und Nachhaltigkeitsfond. Aus dem Sondervermögen sollen Investitionen in die Infrastruktur des Landes Berlin im Zusammenhang mit der wachsenden Stadt finanziert werden (siehe: https://www.berlin.de/sen/finanzen/haushalt/siwana/sondervermoegen-infrastruktur-der-wachsenden-stadt-und-nachhaltigkeitsfonds-siwana-673149.php) Seite 22 | 34 Aktuelle Herausforderungen stellen sich wie folgt dar: - - - SIWANA IV Ankaufsmittel in Höhe von 50 Mio. € sind weitgehend gebunden/reserviert, bzw. wurden in der SIWANA Revision in die neu gegründeten Berliner Bodenfonds GmbH (BBF) eingebracht. Die Ausübung von Ankäufen durch diese Gesellschaft stellt für die Umsetzung der Gewerbeflächenankäufe und die damit verbundene Weitergabe der Flächen im Erbbaurecht an Unternehmen für alle Beteiligten eine große Herausforderung dar. Aufgrund der 100%-igen Fremdfinanzierung der Ankäufe durch die BBF erhält das Land Berlin ein Erbbaurecht an den angekauften Liegenschaften. Die Vergabe an Unternehmen ist dann nur noch im Untererbbaurecht möglich. Diese komplexe Situation erfordert insbesondere in der Anfangsphase eine enge juristische Begleitung. Die SenWEB wird in diesem Prozess versuchen die Vertragsinhalte und -modalitäten für den Endnutzer (Unternehmen) so einfach, nachvollziehbar und verständlich, wie möglich zu halten. die Preissteigerungsraten im Baugewerbe erhöhen den Druck auf die Wirtschaftlichkeit der landeseigenen Gewerbehöfe, wirtschaftsfördernde Mieten sind jedes weitere Jahr schwieriger umzusetzen, bzw. bedarf es einen höheren Eigenanteil in der Finanzierung. Kapazitäten der Plangeberinstitutionen (zumeist Bezirke) für die planungsrechtliche Sicherung und Entwicklung von Gewerbegebieten sind zumeist bereits durch den Fokus auf die Entwicklung von Wohngebieten gebunden Für die Aktivitäten im Rahmen der bezirklichen Wirtschaftsflächenkonzepte liegen Ergebnisse aus dem qualitativen Monitoring vor. Demnach gibt es bereits Konzepte in folgenden Bezirken: Pankow-Prenzlauer Berg seit 2015 und Friedrichshain-Kreuzberg seit 2017. Konzepte in Erarbeitung gibt es in Reinickendorf seit August 2020, in Treptow-Köpenick seit September 2020 und der Bezirk Mitte hat die Erarbeitung ausgeschrieben. Marzahn-Hellersdorf beginnt gegenwärtig mit der Ausschreibung, so dass hier entsprechend mit der Erstellung Anfang 2021 gestartet werden kann. Weitere Informationen hierzu befinden sich u.a. im Leitfaden zur Erstellung der Bezirklichen Wirtschaftsflächenkonzepte (WiKo), der seit März 2020 verfügbar ist. Die SenWEB ist bei dem Prozess der WiKo-Erstellung zumeist eng eingebunden. Die konkreten Konzepte sind beim jeweiligen Bezirk abrufbar. Zudem wurde eine Broschüre20 zur Nachverdichtung von Gewerbestandorten erstellt und ist auf den Seiten von SenSW abrufbar. Entwicklungen im Themencluster „Energie“ Über alle vorgesehenen sieben Projekte im Themencluster „Energie“ kann bereits seit Oktober 2019 berichtet werden. Diese werden regelmäßig im Rahmen des Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm 2030 (BEK) gemonitort. Voll im Plan ist die Maßnahme „Förderung von Stromspeichern“. Im Rahmen des Förderprogramms „EnergiespeicherPLUS" der SenWEB werden Zuschüsse zu den Investitionen in stationäre, netzdienliche Stromspeichersysteme gewährt, die in Verbindung mit einer neu zu errichtenden Photovoltaikanlage installiert werden. Die Höhe der Förderung ist von der Kapazität des Speichersystems abhängig: Je Kilowattstunde nutzbarer Kapazität des Stromspeichersystems wird eine Zuwendung in Höhe von 300 Euro gewährt. Die 20 https://www.stadtentwicklung.berlin.de/planen/stadtentwicklungsplanung/de/wirtschaft2030/verdichtung_gewerbe/index.shtml Seite 23 | 34 Höchstgrenze beträgt 15.000 Euro. Es wird ein Bonus von 300 Euro pro Stromspeicher bewilligt, wenn der Speicher beziehungsweise das Energiemanagementsystem über eine prognosebasierte Betriebsstrategie verfügt. Antragsberechtigt sind juristische Personen, natürliche Personen und die Berliner Bezirke. Ziel der Förderung ist es, zum Schutz des Klimas und zur Erreichung der gesetzlichen Klimaschutzziele des Landes Berlin, den Ausbau der Photovoltaik in Berlin zu unterstützen, den Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch auch in sonnen- und windarmen Zeiten zu erhöhen, die Möglichkeiten zur Eigenversorgung mit selbst erzeugtem Sonnenstrom zu stärken sowie die Strom-Verteilnetze zu entlasten. Der Launch des Förderprogramms war bereits im Oktober 2019. Bis Oktober 2020 wurden über 600 Förderanträge gestellt, davon wurden 236 Anträge bewilligt. Da bisher vor allem Ein- und Zweifamilienhaus-BesitzerInnen Interesse an der Förderung gezeigt haben sollen gezielt Gewerbetreibende auf die Fördermöglichkeiten hingewiesen werden. Es gibt derzeit zwei Projekte, die unter der Maßnahme „Klimaschutzkonzepte für Gewerbehöfe“ (weitgehend im Plan) geführt werden: der Smart Business District und das Energiemanagement für Gewerbestandorte in Tempelhof-Schöneberg. Beim Smart Business District, einem im Rahmen des Masterplans geförderten Projekts21 unter Federführung der Partner des Innovationsnetzwerks der Infrastrukturunternehmen in Berlin (InfraLab), konnten bereits einige Meilensteine erreicht werden. Hinsichtlich Organisationsform, Baukörperanordnung, städtebaulicher Projektstudie im Gebiet und des Verkehrsaufkommens wurden zum Ende 2019 bereits Konzepte und Machbarkeitsstudien zur Gestaltung der unternehmensübergreifenden Liegenschaft erarbeitet. Aufgrund unternehmensintern offener Fragestellungen zur strategischen Entwicklungsaussicht des Standortes wurden weitergehende Untersuchungen zu Varianten der Baukörperanordnung und zur Konzeption des zukünftigen Energie- und Regenwasserbewirtschaftungsmanagement der Liegenschaft vorerst verschoben, bis eine fundierte Planungsgrundlage zur Verfügung steht. Entsprechend konnte an den ursprünglich angesetzten Meilensteinen für 2020 nicht weitergearbeitet werden. Dies führt zu einer Verschiebung ins Folgejahr 2021. Stattdessen wurden 2020 kurzfristig kleinere Sofortmaßnahmen im Bestand (außerhalb der BEK-Maßnahme) in den Fokus genommen, die unternehmensübergreifende Zusammenarbeit am Standort zu stärken. Dieses Projekt wird sowohl aus dem BEK als auch mit Mitteln des MPI gefördert. Das Energiemanagement in Tempelhof-Schöneberg befindet sich gerade in der Startphase, so dass hier zeitnah weitere Informationen vorliegen werden. 21 https://infralab.berlin/projekte/smart-business-district/ Seite 24 | 34 3.6 Handlungsfeld „Marketing“ Mit dem Themencluster „Marketing“ Im Zuge des dritten Monitorings konnten alle 14 geplan- Aktivierungsgrad der vorgesehenen MPI-Projekte im Handlungsfeld „Marketing“: ten Maßnahmen des Handlungsfelds „Marketing“ aktiviert werden. Zehn der aktivierten Vorhaben sind der14 14 zeit in Bearbeitung. Vier sind bereits abgeschlossen. Von den sieben Vorhaben, die formell erfasst werden, laufen drei Projekte voll und drei weitgehend im Plan. Bei einigen Maßnahmen handelt es sich um wichtige öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen. Projekte wie der „Berlin Urban Tech Summit“ als jährliche Dialogplattform zu Industriethemen gelten formal als abgeschlossen, werden aber jedes Jahr neu aufgesetzt. Ähnliches gilt für die wiederkehrenden Formate „Lange Nacht der Industrie“ und „Deep Tech Award“. Bis auf die Lange Nacht der Industrie, konnten die Formate noch planmäßig, wenn auch Corona-bedingt nur digital bzw. als Hybrid-Format, durchgeführt werden. Die Lange Nacht der Industrie („starke Abweichung vom Plan“) musste im Zuge der Corona-bedingten Einschränkungen letztlich für 2020 ganz abgesagt werden. In diesem Zusammenhang war die angedachte Verzahnung mit der Karrieremesse jobwunder in diesem Jahr nicht wie im geplanten Umfang möglich. Das „AM-Forum“ (weitgehend im Plan), eine Messe für Additive Fertigung in Berlin mit internationaler Zielgruppe, war aufgrund der pandemischen Umstände im März 2020 eine der letzten größeren Präsenzveranstaltungen und wird nach jetzigem Stand zusammen mit dem Creative Council für das Jahr 2021 erneut als Präsenzveranstaltung geplant. Das AM-Forum versteht sich als Entscheider- und Expertenkonferenz, deren Ziel es ist, das Wertschöpfungssystem aus AM-Anwendenden und AM-Lösungsanbietenden in Form von Druckerherstellern, Materiallieferanten und Dienstleistern, zusammenzubringen. Neben dem Konferenzprogramm gibt es viele Matchmaking- und Networking-Formate. Hervorzuheben ist zudem das Event „Women in AM“ am Vortag der Konferenz. Im Jahr 2020 verzeichnete die Messe rund 120 Aussteller, 14 Keynotes und über 65 weitere vorgesehene Projekte aktivierte Projekte Projektstatus der aktivierten Projekte (n=14) im Handlungsfeld „Marketing“: 4 Abgeschlossen In Bearbeitung 10 Projektfortschritt bei aktivierten Projekten (n=7) im Handlungsfeld „Marketing“: 1 Voll im Plan 3 3 Weitgehend im Plan Starke Abweichung vom Plan Stand: 30.11.2020 Seite 25 | 34 Speaker und Speakerinnen. Auch die Teilnehmerzahlen sind stetig steigend. Nach bisherigen Planungen werden sich im kommenden Jahr 2021, 1.200 Teilnehmende zwei Tage mit über 135 Ausstellern und über 120 Redner und Rednerinnen intensiv zu aktuellen AM-Cases und den neuesten Entwicklungen austauschen. Das Ausfallrisiko und die Corona-bedingten Einschränkungen bleiben eine Herausforderung, dennoch wird Berlin wiederholt mit einem Gemeinschaftsstand vertreten sein, für den die Akquise bereits gestartet wurde. Corona trifft vor allem die Messeaktivitäten im Land Berlin schwer. Der Berliner Senat unterstützt mit entsprechenden Hilfeleistungen. Weitgehend im Plan ist das „Talent Attraction Management“. Ausgehend von den Bedarfen der Berliner Unternehmen wurde unter Federführung von Berlin Partner eine erste Kampagne gestartet: Berlin sucht Fachkräfte für pharmazeutische Produktionsbetriebe22. Diese Kampagne läuft noch bis Ende des Jahres. Weitere Kampagnen im Umfeld der industriellen Produktion in Berlin sollen im Jahr 2021 folgen. Für die industriellen Branchen bleiben Recruiting-Kampagnen eine strategische Herausforderung. Aktuell bleibt die Lage der Automobilindustrie, wie das Beispiel Rolls Royce zeigt, angespannt und wird durch die Pandemie weiter verschärft. Die Ansiedlungen von Tesla und Siemens Energy sind allerdings positive Entwicklungen und Bestätigungen für die Zugkraft der Hauptstadtregion. In diesem Zusammenhang sind beispielsweise Kampagnen23, die langfristig darauf abstellen, Ingenieure und Ingenieurinnen für Berlin zu begeistern, weiterhin sinnvoll, allerdings nach Aussage von Berlin Partner kurzfristig schwer umsetzbar. Der Berliner Arbeitsmarkt ist groß und kleinteilig. Einer Vielzahl von Berliner Industrieunternehmen stehen viele Bewerber und Bewerberinnen gegenüber, für die diese Vielfalt zunächst Intransparenz bedeutet. Mit der Weiterentwicklung des Jobportals im Zuge des Projekts „Employer Branding“ werden die einzelnen Branchen in Berlin - mit den entsprechenden Akteuren – vorgestellt. Die Darstellung der Berliner Industriebetriebe im Talent-Portal24 ist deutlich erweitert worden. Ergänzt wird diese Darstellung durch Testimonials von Fachkräften25, die in diesem Sektor arbeiten. Es ist zudem gelungen, namhafte Unternehmen wie Tesla in das Portal einzubinden. Zudem konnte Berlin Partner auf die durch Corona entstandene komplexe Dynamik am Arbeitsmarkt reagieren und hat eine eigene Recruiting-Kampagne („Berliner- HeldinnenJobs“) ins Leben gerufen, auf deren Portal die Unternehmen veränderte Fachkräfte-Bedarfe listen können. Weitgehend im Plan ist die fortlaufende Maßnahme der IHK, in der eigenen Gremienarbeit für industrierelevanten Themen zu sensibilisieren. Auch hier gab es einige Corona-bedingte Veränderungen. So mussten ehrenamtliche Gremientermine überwiegend virtuell stattfinden oder teilweise ersatzlos ausfallen. Im Zuge der Pandemie änderten sich die priorisierten Themen. Der Fokus wurde vor allem auf Lieferketten und Finanzierung gerichtet. Bis zum Monitoring-Stichtag am 30. September 2020 wurden folgende MPI-Themen in den Gremien thematisiert: Technologieförderung, Nachhaltiges Wirtschaften, Flächenpotenziale/Zukunftsorte. Im Zuge der neuen Berlin-Kampagne, in der aus „be berlin“ der neue Slogan „Wir sind ein Berlin“26 wurde, konnte auch die Industriekampagne27 vollumfänglich die geplanten Aktivitäten durchführen. Neben einer 22 https://recruiting.talent-berlin.de/start https://city-of-engineering.berlin/) 24 https://www.talent-berlin.de/arbeite-in-berlin/berliner-branchen/industrielle-produktion/ 25 https://www.talent-berlin.de/arbeite-in-berlin/berlinjobs/insystems-automation/ 26. https://wir.berlin/ 27 https://www.be.berlin/projekte/industriekampagne/ 23 Seite 26 | 34 Social-Media-Kampagne und der bekannten media flights mit neuen Motiven, wurde ein Musikvideo produziert, dass den Sound der Berliner Industrie („Im Beat der Innovation“28) einfängt. Zudem sind weitere namhafte Partnerunternehmen für die Industriekampagne hinzugekommen. 4. Förderungen im Rahmen des Masterplans Ein Novum in der aktuellen Fortschreibung des Masterplans Industriestadt Berlin ist die Hinterlegung eines Budgets aus SenWEB-Haushaltsmitteln, das zur finanziellen Unterstützung von Projekten innerhalb der definierten Maßnahmen für eine Anschub-, Folge- oder Kofinanzierung ganz unterschiedlicher Vorhaben zur Verfügung steht. Seit 1. März 2019 haben insgesamt Aufrufe zu vier Förderphasen stattgefunden. Welche Förderkriterien beachtet werden müssen sowie weitere Informationen zum gesamten Förderprozess sind auf den Seiten zum Masterplan im FAQ29 für alle Interessierten zugänglich. Zudem hat im Sommer 2020 eine Präsenzveranstaltung in der SenWEB stattgefunden, in welcher über die Möglichkeiten der Förderung informiert und Fragen geklärt wurden. Aktuell wird geprüft, ob eine 5. Förderphase stattfinden kann. Die für die Laufzeit des Masterplans bereitgestellten Mittel sind bereits vollständig ausgeschöpft. Dies zeigt, wie erfolgreich dieses Instrument angenommen wurde. Durch die Corona-Pandemie kam es in vielen Förderprojekten zu unvorhersehbaren Verschiebungen, die Änderungsanträge nötig machten. Die bewilligten Projekte der bisherigen vier Förderphasen sind im Folgenden tabellarisch aufgelistet. Seit März 2019 sind insgesamt 25 Projektskizzen eingegangen, die sich auf eine Förderung im Rahmen des MPI beworben haben. Weiterführende Informationen zu den bereits laufenden Projekten können der Projektdatenbank auf den Seiten des Masterplans entnommen oder bei der Geschäftsstelle erfragt werden. 28 Abrufbar 29 unter: https://www.youtube.com/watch?v=d86IetEHyNM https://www.berlin.de/industriestadt/masterplan-industriestadt-berlin-2018-2021/mpi_faq.pdf Seite 27 | 34 Übersicht 1. Förderaufruf per 1. März 2019 Themencluster Federführende Institution Projekt Verwendungszweck HANDLUNGSFELD 1: Fachkräfte und Innovation Fachkräfte Junior1stein Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie Entwicklung einer Landesstrategie für MINTBildung an Kitas und Schulen, Unterstützung der Bildungseinrichtungen durch regionales und persönliches Bildungsmanagement, mit dem Ziel die Qualität der MINT-Bildung zu verbessern. Wissens- und Technologie Transfer Transfer-Allianz SenWEB i. V. m. RBm-WissForschund Berlin Partner Erstellung einer Studie zur Förderung des Wissens- und Technologietransfers in Berlin: Bestandsaufnahme des Ist-Zustandes des Transferökosystems in Berlin, Identifizierung von Herausforderungen und Erarbeitung von Handlungsempfehlungen. HANDLUNGSFELD 2: Digitalisierung Smart City Digitale Industrie Smart Business District IAM Hub 3DDruck Partner des InfraLabs i.V.m. SenWEB Erarbeitung eines Standortentwicklungskonzeptes zum Smart Business District Steglitz. Mobility goes additive e.V. Erstellung eines Geschäftsmodells für einen IAM Hub als bundesweit zentrale Anlaufstelle zu Additiver Fertigung sowie einer Potenzialstudie im Medizinsektor. Es wird eine übertragbare Vorgehensweise für Industrie- und Gewerbestandorte entwickelt, um klimafreundliche Infrastrukturen durch unternehmens- und sektorenübergreifende Maßnahmen aufzubauen. HANDLUNGSFELD 3: Rahmenbedingungen Übersicht 2. Förderaufruf per 1. September 2019 Seite 28 | 34 Flächen Berliner Zukunftsorte stärken Geschäftsstelle Zukunftsorte Federführende Institution Themencluster Projekt Erstellung einer Studie zur Machbarkeit einer innovativen Kompetenzplattform. Mit der geplanten Kompetenzplattform könnten wichtige Erkenntnisse für eine bedarfsgerechte Lehre ermittelt werden. Weiterhin wird bei Auswertung der erhobenen Daten ein Kompetenzprofil der ganzen Stadt klar. Die Hochschulen könnten sich gegebenenfalls anders oder noch deutlicher positionieren, um geeignete Studierende, aber auch Talente anzusprechen. Verwendungszweck HANDLUNGSFELD 1: Fachkräfte und Innovation Fachkräfte Wissens- und Technologie Transfer Broschüre „Studieren ohne Abitur“ RBm. WissForsch i. V. m. SenIAS, TU Berlin Die Informationslage von beruflich qualifizierten und berufstätigen Studienberechtigten soll durch die Erstellung einer zielgruppengerechten Informationsbroschüre zum Studium ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung über die bestehenden Möglichkeiten zur Gestaltung der individuellen Bildungsbiografie verbessert werden. MINT-Orientierungs-Studium TU Berlin für MINTOrientierungsstudium Öffentlichkeitsarbeit zur Profilierung des MINT-Orientierungsstudiums TransferRoad-Show 2020 (trao) BIT6 Konzeptionierung und Durchführung einer Transfer-Veranstaltung mit dem Ziel, die Berliner Hochschulen für Angewandte Wissenschaften und die Berliner Wirtschaft weiter miteinander zu vernetzen, um aktuelle Transfer-Fragen zu diskutieren und Ideen für gemeinsame Projekte zu generieren Mit dem MINT-Orientierungsstudium wird die Gewinnung zukünftiger qualifizierter und motivierter MINT-Fachkräfte für Berlin unterstützt. Seite 29 | 34 HANDLUNGSFELD 2: Digitalisierung Organisation und Durchführung innovativer Workshops und Hackathons mit dem Ziel, ein integriertes Beratungs- und Vernetzungsangebot zu entwickeln, das kleine und mittelständische Industrieunternehmen und Startups auf der Grundlage konkreter Fragen aus dem industriellen Umfeld zusammenführt. Vernetzung Startups und Industrie Beratungs- & Vernetzungsangebot Berlin Partner, Digitale Industrie Digital + Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW), Digitalagentur Empirische Bestandsaufnahme von ca. 100 Unternehmen mit dem Ziel, ihren digitalen Reifegrad zu bestimmen und Digitalisierungsoptionen aufzuzeigen. Die Ergebnisse werden wissenschaftlich aufbereitet und veröffentlicht. HANDLUNGSFELD 3: Rahmenbedingungen Finanzierung Know-howTransfer Finanzierung Berlin Partner, IBB, SenWEB Organisation und Durchführung von Seminaren/Workshops mit dem Ziel, die Beratungskompetenz der Forschungseinrichtungen zur Umsetzung des Förderinstrumentariums für betriebliche Investitionen zu verbessern und somit die Machbarkeit digitaler, innovativer sowie Gründungs- und Erweiterungsvorhaben mit betrieblichem Investitionsbedarf im industriellen Kontext in Berlin zu erhöhen. Übersicht 3. Förderaufruf per 1. März 2020 Federführende stitution Themencluster Projekt In- Verwendungszweck HANDLUNGSFELD 1: Fachkräfte und Innovation Fachkräfte Landeskommission Duales Studium RBm. WissForsch Entwicklung eines Maßnahmenplans zur Umsetzung der Empfehlungen aus dem Bericht der Landeskommission Duales Studium Seite 30 | 34 (Schwerpunkte: Konkretisierung des notwendigen Ausbaus, Feinkonzeption einer Landesagentur "Duales Studium") MädchenForschungsverbund Technik- Kon- Berlin e.V., Ferdigress nand-Braun-Institut, Leibniz i. V. m. SenIAS Wissens- und Technologie Transfer Organisation und Durchführung eines Mädchen-Technik-Kongresses mit der Zielstellung, Mädchen und junge Frauen für MINTBerufe zu begeistern und somit bei der Berufs- und Studienwahlorientierung zu unterstützen. Es soll ein Beitrag zur Erhöhung des Frauenanteils in MINT-Berufen und MINTStudiengängen geleistet werden. HU Transfer Management Humboldt- Universi- Aufbau eines Transfer-Managements an der tät zu Berlin (HU) Humboldt-Universität zu Berlin: Entwicklung, Umsetzung und Evaluation eines Transfer-Konzeptes. Dadurch sollen Forschungsergebnisse der HU-Forschenden effizienter auf ihre Verwertbarkeit am Markt geprüft, der Umfang der anwendungsorientierten Forschung an der HU Berlin vergrößert und so die Innovationen besser in Markt und Gesellschaft verbreitet werden. Koordinierungsstelle der Gründungsservices der Berlin University Alliance TU Berlin i. V. m. Humboldt-Universität zu Berlin und BHI Innovations Das Einrichten und Betreiben einer Koordinationsstelle für die Verbundaktivitäten der Gründungsservices der Berlin University Alliance Mit der Schaffung einer Koordinationsstelle für die Gründungsaktivitäten der Berlin University Alliance wird dazu beigetragen, dass mehr Innovationsprojekte und Startups aus dem Umfeld der Berliner Universitäten generiert werden, um so neue Arbeitsplätze in Berlin zu schaffen. Spree Innova- Hochschule für tion Hub Technik und Wirtschaft Berlin (HTW) Einrichtung eines Innovationsraumes für Begegnung, Austausch und Kooperation („Spree Innovation Hub“), mit dem Ziel den Wissens- und Technologietransfer zwischen Wirtschaft und Wissenschaft zu optimieren. HANDLUNGSFELD 2: Digitalisierung Seite 31 | 34 Digitale Indust- TransferHub rie Marzahn Geschäftsstelle Zukunftsorte (WISTA Management GmbH) i. V. m. Bezirksamt MarzahnHellersdorf von Berlin Konzepterstellung und Aufbau einer physischen Anlaufstelle am Zukunftsort CleanTech Marzahn zur Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft vor Ort. Übersicht 4. Förderaufruf per 1. September 2020 Themencluster Federführende Institution Projekt Verwendungszweck HANDLUNGSFELD 1: Fachkräfte und Innovation Wissens- und Technologietransfer Studie zu Gründungen im Bereich Biotechnologie Freie Universität Berlin Erstellung einer Studie zu Gründungen im Bereich der Biotechnologie. Mit der Studie soll eine Grundlage geschaffen werden, um die Rahmenbedingungen für den Wissens- und Technologietransfer an Berliner Hochschulen und Forschungseinrichtungen im Bereich der Biotechnologie deutlich zu verbessern. 5. Ausblick Nach 27 Monaten der gemeinsamen Umsetzung zeigen die Monitorings, dass der Masterplans Industriestadt Berlin 2018 -2021 als Erfolg zu werten ist. Trotz Corona-bedingter Einschränkungen für das Jahr 2020 konnten die ambitionierten Ziele einer Vielzahl von Maßnahmen erreicht werden. Inzwischen sind bereits 25 Maßnahmen abgeschlossen und über die durch die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe bereitgestellten Projektmittel, konnten 18 zusätzliche Projekte finanziell unterstützt werden, die ihrerseits ihren Beitrag zur Industriestadt Berlin leisten. Wie lebendig der Masterplan ist, zeigt sich zum einen an der Zahl der eingereichten Projektskizzen im Jahr 2020 aber auch am ungebrochen hohen Interesse am Gesamtprozess mitzuwirken und der damit verbundenen Beteiligung bei der vor kurzem durchgeführten digitalen 3. Umsetzungskonferenz am 4. November. Neben der Berichterstattung der Geschäftsstelle zum Umsetzungsstand des Masterplans, wurde in zwei Panels anhand verschiedener Fragestellungen in den Themenblöcken Fachkräfte und Digitalisierung lebhaft diskutiert. Im Themenblock Digitalisierung wurden zunächst die Planungen der Digitalagentur, vor allem in Abgrenzung zu den bestehenden Angeboten, vorgestellt und im Folgenden die Möglichkeiten des Förderprogramms „Digitalprämie“ erläutert. Im Fachkräfte-Panel standen Fragen der Sicherung von Arbeit in Zeiten von Corona im Mittelpunkt. Seite 32 | 34 Im Jahr 2021 soll es u.a. kleinere Formate geben, in denen die handlungsfeldbezogenen Diskussionen zu konkreten Fragestellungen fortgeführt werden können. Im 1. Quartal 2021 ist ein komprimiertes Format in einem Themencluster aus dem Handlungsfeld „Fachkräfte und Innovation“ geplant. Nachdem seit dem letztem Monitoring 94 Projekte aus den über 100 Maßnahmen aktiviert werden konnten, liegt der Fokus im Jahr 2021 nun darauf, einen erfolgreichen Abschluss der Projekte zu gewährleisten. Eine weitere Aufgabe besteht darin, Schlussfolgerungen über die Zielerreichung der im Masterplan verabredeten Maßnahmen zu ziehen. Dies geschieht auf Ebene der Einzelprojekte, der Handlungsfelder und des MPI insgesamt. Hierfür werden die bisher aus den Monitorings und aus dem Gesamtprozess gewonnenen Erkenntnisse für die Vorbereitung und kommenden Planungen der durch den SKIP beschlossenen Fortschreibung genutzt. Bereits zum aktuellen Zeitpunkt zeigt sich, dass sich die Bereitstellung eines MPI-Budgets und die damit verbundene Projektfinanzierung als besonders wirksames Instrument erwiesen hat. Durch die Möglichkeit der Förderungen konnte flexibel auf Projektideen der umsetzenden Akteure eingegangen und diese anhand der im Masterplan definierten Ziele, erfolgsversprechend integriert werden. Diese besondere Dynamik ist ein weiterer Baustein, der zum Erfolg der neuen Fortschreibung beitragen kann. Übergeordnetes Ziel der Fortschreibung ist es, den Masterplan thematisch enger zu fokussieren und somit auch eine entsprechend konzentrierte Förderkulisse zu entwickeln. Zu diesen Fragen werden die Umsetzungsakteure und das Netzwerk Industriepolitik in geeigneter Weise eingebunden. Das gemeinschaftliche Engagement und eine positive Grundstimmung aller am MPI-Prozess Mitwirkenden stehen auch im kommenden Jahr weiterhin im Vordergrund. Die stetige Vernetzung der Umsetzungsakteure entlang der Handlungsfelder und Themencluster bleibt weiterhin eine übergeordnete Aufgabe, um die Transparenz des durch den MPI bereits Erreichten zu erhöhen und die für die Zielerreichung der noch laufenden Projekte erfolgsentscheidenden Faktoren zu identifizieren. Seite 33 | 34 Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe Martin-Luther-Str. 105 10825 Berlin Seite 34 | 34
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.