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X. Was muß der Bauinteressent von der Berliner Bauordnung wissen?

Full text: Siedeln und Bauen rings um Berlin / Hoffmann, Franz (Public Domain)

92 Was muß d. Bauinteressent v. d. Berliner Bauordnung wissen? 
vom verputzten oder sonst fenerhemmend umkleideten Holz- 
werk entfernt sein. Vom freien Holzwerk (Konstruktionshölzern) 
müssen diese Abstände 50 cm und 25 cm betragen. "Türbeklei- 
dungen, Fußleisten u. dgl. werden dem verputzten Holzwerk 
gleich geachtet. In Rauchrohren von Heizöfen und an diesen 
selbst dürfen kleine Absperrvorrichtungen angebracht werden, 
die das Entweichen der Feuergase in den Schornstein vollständig 
verhindern. Die freibleibende Öffnung muß in zusammen- 
hängender Fläche mindestens % des lichten Rauchrohrquer- 
schnittes, zum mindesten aber 20 qcm betragen und darf nicht 
im unteren Teil der Klappe liegen. Unmittelbar ins Freie 
führende Rauchrohre sind mit Funkenfänger zu schützen. 
Schornsteine missen Zwischenraum vom Holzfachwerk halten. 
Auf Holz oder andere brennbare Bauteile dürfen Schornsteine 
nicht aufgestellt werden. Die Innenflächen der Schornsteine 
müssen von Balken und Dachhölzern mindestens 20 cm entfernt 
sein. Führen Schornsteine durch Gelasse, in denen leicht ent- 
zündbare Stoffe lagern, so sind sie mit Latten oder Gitter- 
verschlägen in mindestens 25 cm Abstand zu umgeben. 
Schornsteinaufsälze sind zulässig, wenn sie die ordnungsgemäße 
Reinigung nicht behindern. In Küchen mit größerer Dampf- 
entwicklung, für Waschküchen, besonders in Mehrfamilien- 
häusern, müssen Wrasenrohre angelegt werden, die zur Ab- 
leitung von Verbrennungsgasen und zur Entlüftung anderer 
Räume nicht benutzt werden dürfen. 
Wasserversorgung: Jedes Grundstück mit Aufenthaltsräumen 
muß Trinkwasser und Feuerlöschwasser aufweisen; einen 
eigenen Brunnen, wenn es nicht an die allgemeine Wasserleitung 
angeschlossen ist. Brunnenentfernung von der Nachbargrenze 
mindestens 5m und 10 m von Abortgruben, Dungstätten, 
Jauche-, Senk- und Sammelgruben. Die Druckwasserleitung er- 
fordert einen Hauptabsperrhahn. 
Entwässerung im Gebiet geschlossener Bauweise an die öffent- 
liche Entwässerung anzuschließen; bei offener Bauweise an die 
betriebsfähige Kanalisation. Nur bei Siedlungen mit Klein- 
häusern kann davon abgewichen werden. Jede Wohnung muß 
ihren eigenen Ausguß unter der Wasserzapfstelle erhalten. Auf 
Grundstücken ohne öffentliche Entwässerung sind Aborte mit 
Wasserspülung im allgemeinen unzulässig. Jede selbständige 
Wohnung muß einen Abort erhalten.
	        
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