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Zweiter Teil. Die Entwicklung der Elektrotechnik im Spiegel der Vereinssitzungen

Full text: 50 Jahre Elektrotechnischer Verein / Görges, Hans (Public Domain)

ist gekröpft und in sich zurückgeführt. M ist die Membran. Es wurde weiter 
gezeigt, wie solche Gebilde mittels elektrischer Ersatzkreise berechnet werden 
können; experimentell kann man sie durch Aufnahme von Resonanzkurven un- 
versuchen. Der Gesamtwirkungsgrad kann sowohl bei Luft- als bei Unter- 
wasserschallsendern auf 5so% gebracht werden. . In der Diskussion teilte 
F. Meyer mit, daß bei Feuerschiffen, Hafeneinfahrten usw. die neuen Luft- 
und Wasserschallsender sich gegenüber den älteren Formen (Sirenen bzw. 
Glocken) gut bewährt hätten. 
Neben dem Rundfunk hat gerade die Unterwasserschalltechnik die Akustik 
besonders beeinflußt. Das zeigt z. B. der Vortrag von Lichte über die 
„Theorie des elektro-magnetischen Telephons“, ETZ 1926, S. 1336; ENT 3, 
(83, 1926, in dem in Anlehnung an die von Hahnemann und Hecht entwickelte 
Behandlungsweise der Schallsender der Wirkungsgrad und die „Apparat- 
konstante‘ gewöhnlicher Telephone berechnet und mit Messungen verglichen 
wurden. 
Ein neues Gebiet stellen die Großlautsprecher dar, mit deren Hilfe es mög- 
lich ist, in Versammlungen, Kirchen usw. die Stimme des Redners einem sehr 
großen Kreise von Zuhörern verständlich zu machen. Hiervon handelte ein 
Vortrag von Trendelenburg, ETZ 1927, S. 1685 „Über Bau und An- 
wendung von Großlautsprechern“. Er erläuterte zunächst die Grundlagen der 
2Jektro-akustischen Umformung. Es kommt darauf an, daß keine schwach ge- 
dämpften Resonanzstellen und keine nichtlinearen Verzerrungen auftreten. Als 
Ergebnis der theoretischen Untersuchung wurde von Riegger mit dem Vortra- 
genden der Blatthaller entwickelt. Großlautsprecher weisen allgemein für die 
höheren Frequenzen eine starke Richtwirkung auf, wofür Messungen bei- 
gebracht wurden. 
Einen Überblick über das gesamte Gebiet gibt schließlich noch der Vortrag 
von Lüschen, ETZ 1929, S. 1693 „Elektroakustische Übertragungssysteme 
mit besonderer Berücksichtigung der Telephonie auf weite Entfernungen und 
des Klangfilms“. Er zeigte zunächst, daß jedes, auch noch so unregelmäßige 
Geräusch ein Frequenzspektrum besitzt, das sich messen läßt. Aus diesem wird 
aber durch die Übertragungs- und Wiedergabemittel nur ein Teil ausgeschnitten, 
nach Maßgabe der „Frequenzkurve“ der betreffenden Einrichtung. Diese Fre- 
quenzkurve steht gleichzeitig in einem engen Zusammenhange mit der Art, wie 
die Apparate auf plötzliche Spannungsänderungen reagieren, also mit den soge- 
nannten Einschwingvorgängen. Außer dieser Amplituden- und Phasenver- 
zerrung kommt aber noch die nichtlineare Verzerrung in Betracht, die durch den 
Klirrfaktor erfaßt wird. Besonders ausführlich ging Lüschen auf den jüngsten 
Zweig der Wiedergabetechnik, nämlich den Tonfilm ein; nach einer Besprechung 
der verschiedenen Verfahren und der bei ihnen zur Zeit noch vorhandenen Män- 
gel wurde der Schluß seines Vortrages als Sprechfilm durchgeführt. 
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