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Zweiter Teil. Die Entwicklung der Elektrotechnik im Spiegel der Vereinssitzungen

Full text: 50 Jahre Elektrotechnischer Verein / Görges, Hans (Public Domain)

„Die Elektrizität im Dienste des Lebens‘, der im Elektrotechnischen Verein ge- 
halten worden ist, beschreibt Werner v. Siemens diese erste elektrische 
Eisenbahn, die — ursprünglich als Grubenbahn entworfen — dann, da sich mit 
dem Abnehmer Schwierigkeiten ergaben, auf Ausstellungen gezeigt wurde, die sich 
bald um den „Elektrischen Eisenbahnapparat‘“ rissen. Für die große Menge ein 
Mittel der Zerstreuung und Unterhaltung, bildete die erste elektrische Eisenbahn 
für Siemens ein wichtiges Objekt zu Forschungen, deren Ergebnis er in seinem 
Vortrag als „sehr befriedigend und viel versprechend“ bezeichnet. Die gemach- 
ten Erfahrungen gedachte er in großzügiger Weise beim Bau von Hochbahnen 
in Berlin zu verwerten, auf deren Notwendigkeit und Ausführbarkeit er in einem 
Erste elektrische Eisenbahn von Werner v. Siemens 1879. 
Abb. 78. 
weiteren Vortrag, ETZ 1880, S. 47. „Über die dynamo-elektrische Maschine und 
deren Verwendung zum Betriebe von elektrischen Eisenbahnen“, hinweist. Er 
entwickelt darin schon fertige Baupläne für eine Hochbahn durch die Friedrich- 
straße zur Schaffung einer bequemen Nord-Süd-Verbindung im Anschluß an die 
damals im Bau befindliche Stadtbahn. Die Gleiskörper sollten, auf schmiede- 
eisernen Säulen ruhend, zu beiden Seiten der Fahrbahn an der Straßenkante an- 
gelegt werden, der Strom durch die beiden, durch Holzschwellen voneinander 
isolierten Schienen zugeführt werden. Der Antriebsmotor von 5 PS Leistung 
sollte über Riemen auf die Laufräder des Wagens arbeiten. Die Rentabilität 
wäre bei einem Fahrgeld von 5 Pf. und einem Verkehr von fünf Personen je 
Wagen bei 12 Wagen in der Stunde sichergestellt. Der Plan scheiterte an dem 
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