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Zweiter Teil. Die Entwicklung der Elektrotechnik im Spiegel der Vereinssitzungen

Full text: 50 Jahre Elektrotechnischer Verein / Görges, Hans (Public Domain)

S. 1797 „Der elektrische Lichtbogen zwischen Wolframelektroden und seine 
technische Anwendung“, über die geschichtliche Entwicklung der Lampe, die einen 
Lichtbogen zwischen Wolframelektroden als Lichtquelle benutzt. Er beschreibt 
Gleichstromelektroden mit Stickstoffüllung, Wechselstromlampen mit Neon- und 
mit Stickstoffüllung. Für allgemeine Beleuchtung kommen Wolframbogen- 
lampen nicht in Betracht. Ihr Anwendungsgebiet ist überall dort, wo eine mög- 
lichst punktförmige Lichtquelle bei gleichmäßiger Leuchtdichte, z.B. zum Mikro- 
skopieren, verlangt wird. Die Lampe kann auch als Gleichrichter und zur Er- 
zeugung von Wechselstrom höherer Frequenz benutzt werden. Ihre Lebens- 
dauer beträgt 200 bis 300 Stunden, ihr spezifischer Verbrauch ist an und für 
sich gering, ihre Wirtschaftlichkeit aber trotzdem wegen des großen Vor- 
schaltwiderstandes, den sie verlangt, gering. Sie kommt daher nur da in Be- 
tracht, wo die Wirtschaftlichkeit keine Rolle spielt. 
In dem Fachausschuß für Installationstechnik sind noch mehrere Vorträge 
gehalten worden, die sowohl technische wie wirtschaftliche Fragen erörtern, sie 
dienen aber mehr dem Unterricht und sind daher auch nicht veröffentlicht wor- 
den. Ein in der Fachsitzung für Installationstechnik von Baumann gehalte- 
ner Vortrag, ETZ 1923, S. 182 „Die Notbeleuchtung in Theatern und Waren- 
häusern‘“, befaßt sich mit den Bedingungen, die eine einwandfreie Notbeleuch- 
tung erfüllen muß, und den behördlichen Vorschriften. Es wird sodann ein 
System beschrieben, das diesen Forderungen gerecht wird. 
Die Entwickelung der Glühlampe von den ersten lichtschwachen Ausführun- 
gen bis zu den starken Lampen von 10 kW wird durch die Abb. 69 bis 77 dar- 
zestellt. 
12. Elektrische Bahnen.) 
Die Geschichte der elektrischen Bahnen ist eng mit dem Namen Werner 
v. Siemens verknüpft, dessen unvergängliches Verdienst nicht allein darin 
liegt, daß er mit der Erfindung des dynamo-elektrischen Prinzips eine Strom- 
quelle von bisher nicht gekannter Mächtigkeit erschlossen hat, sondern auch von 
vornherein die praktische Anwendbarkeit der Dynamomaschine im Dienste der 
Wirtschaft klar erkannt hat. Mit der von ihm entworfenen und ausgeführten 
300 m langen elektrischen Bahn auf der Berliner Gewerbeausstellung 1879 
(Abb. 78) ist Werner v. Siemens der Schöpfer der elektrischen Eisenbahn, denn 
allen vorher mit elektrischen Fahrzeugen angestellten Versuchen, die mit gal- 
vanischen Elementen und magnet-elektrischen Maschinen ausgeführt wurden, 
kommt keine praktische Bedeutung zu. Im ersten Vortrag, ETZ 1880, S. 16 
*) Bearbeitet von Dipl.-Ing. Spielhagen nach Unterlagen von Generaldirektor Dr.-Ing. 
Köttgen, Prof, Dr.-Ing. Müller,Direktor Dr. Pforr, Direktor Vipl.-Ing. Poschenrieder, 
Geh. Regierungsrat Dr.-Ing. Reichel, Oberingenieur Dr. Schenkel und Reichsbahndirektor 
Dr.-Ina. Wechmann. 
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