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Zweiter Teil. Die Entwicklung der Elektrotechnik im Spiegel der Vereinssitzungen

Full text: 50 Jahre Elektrotechnischer Verein / Görges, Hans (Public Domain)

daher nur wenige Kraftübertragungsanlagen ausgeführt. Dagegen brachte die 
Frankfurter Ausstellung von 1891 eine großartige Kraftübertragung, näm- 
uch die von Lauffen a. N. nach Frankfurt a. M. über eine Entfernung von 
130 km. Den Wirkungsgrad dieser Übertragung gibt v. Dolivo-Dobro- 
wolsky, ETZ 1892, 
S. 211 „Über den Nutz- 
effekt der Kraftübertra- 
gung Lauffen a. N. — 
Frankfurt a. M.‘, auf 
rund 75°% an, von de- 
nen 8° auf den Gene- 
rator, 11° auf die Lei- 
tung und 3... 4° auf 
jeden Transformator ent- 
fielen. Als Übertragungs- 
spannung war nach dem 
Vortrag von v. Doli- 
vo - Dobrowolsky, 
ETZ 1891, 5.238 „Über 
Kraftübertragung und 
Drehstrommotoren“‘, 
eine Spannung von 
15 000 Volt geplant. Die 
gleiche Spannung wurde 
bei der Drehstrom-Ver- 
suchsschnellbahn Ma- 
rienfelde — Zossen be- 
nutzt, über.die W.Rei- 
chel, ETZ 1904, 5. 486 
„Über die Zuführung 
elektrischer Energie für 
größere Bahnnetze“‘, 
berichtet. Als „enorm 
hoch‘ galten damals 
die 60 kV, mit denen 
an der Küste des Stillen Ozeans die Wasserkräfte der Sierra Nevada für 
San Francisco nutzbar gemacht wurden. Nach der von W. Blanck, ETZ 
1902, S. 862 „Über extreme Hochspannungsanlagen im fernen Westen der Ver- 
einigten Staaten“, gegebenen Beschreibung dieser Anlage betrug die Länge der 
Freileitung 360 km. Bemerkenswert ist die Beschreibung der Kreuzung eines 
Armes der Bai von San Francisco mit der großen Spannweite von 1900 m. Nach 
dem Kriege zeigte sich eine starke Zunahme der Anlagen mit einer Spannung 
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