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Zweiter Teil. Die Entwicklung der Elektrotechnik im Spiegel der Vereinssitzungen

Full text: 50 Jahre Elektrotechnischer Verein / Görges, Hans (Public Domain)

Die Arbeiten von Marx und der Porzellanfabrik Hermsdorf auf dem Ge- 
biete der Stoßprüfung der Isolatoren veranlaßten die Porzellanfabrik Rosenthal 
zu Anstrengungen auf dem gleichen Gebiet, über die Bucksath in einem 
Vortrage, ETZ 1924, S. 568 und 601, „Allgemeine Theorie der Reflexion der 
Wanderwellen und ihre Anwendung auf die Stoßprüfung der Porzellan-Isola- 
toren‘, berichtet. Aus seinen theoretischen Ausführungen ist zu erwähnen, daß 
eine gewisse Länge der für die Entladung benutzten Leitungen erwünscht ist, 
ferner, daß Maschinen und Transformatoren sich zur Erzeugung der Stoßwellen 
nicht eignen, daß vielmehr ein Kondensator von hinreichender Kapazität er- 
forderlich ist. Er beschreibt dann seine Anlage und teilt die Ergebnisse an ver- 
schiedene Isolatortypen mit. Wichtig ist, daß die Ausfälle gegenüber der nach 
der Niederfrequenzprüfung einwandfreien Stückzahl mit der Zahl der in der 
Stoßanlage vorgenommenen Schläge abnimmt, so daß man annehmen kann, 
mit etwa 50 Schlägen den Endzustand erreicht zu haben, und damit der Versuch 
abgebrochen werden darf. Die lebhafte Aussprache zeigt, wie zeitgemäß der 
Vortrag war. Die weitere Behandlung der Frage der Stoßprüfung führte im 
Jahre 1926 zur Aufstellung besonderer „Leitsätze für die Prüfung von Hoch- 
spannungs-Isolatoren mit Spannungsstößen‘‘. 
Minuten 
ol 
,4 
A 
Hertz 
7000 
500900 
Durchschlagskennlinie 
eines festen Isolierstoffs. 
U = angelegte Spannung; 
I == Strom, der den Isolierstoff durchfließt; 
JIm== Durchlagsspannung. 
Abb. 38. 
a 
30 kV 
Durchschlagszeit einer 0,143 mm dicken Platte 
aus vulkanisiertem Gummi, abhängig von der 
angelegten Spannung (Effektivwert) und von der 
Frequenz. 
Uq = Durchschlagspannung für Dauerbeanspruchung, 
Abb. 39. 
Ein Beispiel für einen mustergültigen Betrieb auf dem Zweige der keramischen 
[soliermittel gab ein Filmvortrag von Wallich, ETZ 1926, S. 114 „Her- 
stellung und Prüfung von elektrotechnischem Porzellan, insbesondere von Hoch- 
spannungs-Isolatoren‘, in dem Herstellungs- und Prüfungseinrichtungen der 
Hermsdorf-Schomburg-Werke gezeigt wurden. Man erkannte, daß von der 
Porzellanindustrie ohne Rücksicht auf die Kosten bahnbrechende Forschungen 
durchgeführt werden. 
173
	        
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