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Zweiter Teil. Die Entwicklung der Elektrotechnik im Spiegel der Vereinssitzungen

Full text: 50 Jahre Elektrotechnischer Verein / Görges, Hans (Public Domain)

tende Gedanke war der, durch Verwendung eines nichtzerstäubenden und von 
Verunreinigungen freien Elektrodenmaterials eine unbegrenzte Lebensdauer der 
Glaskörper zu erreichen. 
Da sich hierbei indessen 
andere Nachteile ergaben, 
z. B. Neigung zu Rückzün- 
ı@ dungen, kehrte man wieder 
zu den amerikanischen 
Vorbildern zurück. 
In Deutschland nahm 
zuerst die Allgemeine Elek- 
tricitäts-Gesellschaft als Li- 
zenzträgerin der Westing- 
house-Cooper Hewitt-Ge- 
sellschaft den Bau von 
Quecksilberdampfgleich- 
richtern auf, wobei sie sich 
auf die Ausführungsformen 
der mit ihr befreunde- 
ten General Electric Co. 
stützte. Dr. Hechler be- 
richtet ETZ 1910, S. 1053 
„Über die neuesten Aus- 
ALL - 
Schalttafel mit Glasgleichrichter 
und Widerständen auf der Rückseite, Meßinstrumenten und Schaltern 
auf der Vorderseite. 
Abb. 17. 
FF 
führungen der OQuecksilberdampfgleichrichter“ 
über diese ersten in Deutschland reihenweise her- 
gestellten Glas-Gleichrichter. Ihre Höchststrom- 
stärke war auf 40—50 A beschränkt, die Glas- 
körper lieferte auf Grund der Lizenz die Westing- 
house-Gesellschaft und die General Electric Co. 
Erst zu Beginn des Krieges brachte die Allgemeine 
Elektricitäts-Gesellschaft die ersten Gleichrichter 
mit in Deutschland von Schott & Gen. hergestell- 
ten Glaskörpern heraus. 
Dem amerikanischen Beispiel folgend, ging man Großgleichrichter von Bela Schäfer 
auch in Europa bald daran, Gleichrichtergefäße Abb. 18. 
aus Eisen für größere Leistungen zu konstruieren. 
Den ersten brauchbaren Eisengleichrichter entwickelte in Deutschland Bela Schäfer, 
und zwar zusammen mit Hartmann im Jahre 1910 in der Versuchswerkstätte der 
A
	        
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