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Erster Teil. Werden und Wirken des Elektrotechnischen Vereins II. Geschichte des Elektrotechnischen Vereins

Full text: 50 Jahre Elektrotechnischer Verein / Görges, Hans (Public Domain)

minister von Podbielski geleitet. Nach Absendung eines Huldigungs- 
telegrammes an den Kaiser und nach der Begrüßung der Ehrengäste nahm Staats- 
sekretär Kraetke im Auftrage des Reichskanzlers das Wort. Hierauf hielt 
der Vorsitzende Na g lo die Festrede, in der er einen Rückblick auf die histo- 
rische Entwickelung der Elektrotechnik gab. Im Anschluß hieran gab er die 
Ernennung von zwei Ehrenmitgliedern, Lord Kelvinund Carl Conrad, 
Direktor der Kgl. Preußischen Münzanstalten und Schatzmeister des Vereins seit 
seiner Gründung, bekannt und verlas die Stiftungs - Urkunde der Siemens- 
Stephan-Gedenkplatte. Es folgte ihre erstmalige Verleihung an Wilhelm v. 
Siemens. Hierauf hielten Ansprachen und überbrachten Glückwünsche die 
Herren Wilhelm v. Siemens, Münzdirektor Conrad, Alexan- 
der Siemens, Präsident der Institution of Electrical Engineers, London, 
Geheimrat Hertwig, Rektor der Universität Berlin, Prof. Miethe, Rek- 
tor der Technischen Hochschule Berlin, Prof. Arnold, Technische Hoch- 
schule Karlsruhe, Prof. Görges, Technische Hochschule Dresden, Geheimrat 
Ulbricht, Vorsitzender des Verbandes Deutscher Elektrotechniker, Baurat 
Uppenborn, Vereinigung Deutscher ’ Elektrizitätswerke, Prof. Hart- 
mann, Physikalischer Verein und Elektrotechnische Gesellschaft zu Frankfurt 
a. Main, Geheimrat v. Borries, Verein Deutscher Ingenieure und Dufour, 
Vorsitzender der Fachabteilung für Elektrotechnik des Königlich Niederlän- 
dischen Ingenieurinstituts. 
Herr Geheimrat Lochner hielt dann den Festvortrag über „Erfahrungen 
über den elektrischen Schnellbetrieb auf normalspurigen Bahnen‘. Die Sitzung 
schloß mit einem Beisammensein in den Wandelgängen und Restaurationsräumen 
des Reichstagsgebäudes. 
Außer einem Dankschreiben des Kaisers gingen Glückwunschschreiben von 
Behörden, Vereinigungen, Firmen und einzelnen Persönlichkeiten in großer Zahl 
31n. 
6. Stiftungsurkunde der Siemens-Stephan-Gedenkplatte, 
Die Urkunde der Stiftung hat folgenden Wortlaut: 
„Zum dauernden Gedächtnis an die Begründer des Elektrotechnischen 
Vereins und an ihre großen Verdienste beschließt der Elektrotechnische 
Verein, im Jahre 1904, also im fünfundzwanzigsten Jahre seines Bestehens, 
eine Siemens-Stephan-Gedenkplatte zu gründen. Die 
Platte, in massivem Silber künstlerisch ausgeführt, soll auf einer Seite die 
Bildnisse der beiden Männer tragen, ferner eine Widmung und den 
Namen des Empfängers, sowie das Jahr der Verleihung. Die Gedenk- 
platte soll von einer Urkunde begleitet, alle fünf Jahre einmal, und zwar 
zum ersten Male an dem Tage der Feier des fünfundzwanzig- 
jährigen Bestehens des Elektrotechnischen Vereins, an Männer vergeben 
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