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Full text: Karussel Berlin / Stratz, Rudolf (Public Domain)

„Seit wann?“ 
„Seit heute vor acht Tagen!“ 
„Gerade seit letztem Montag? Aber da war er doch 
spätnachmittags noch ganz wohl ..“ 
„... und abends ist der Herr Doktor drinnen in der 
Stadt auf der Straße auf einer Bananenschale ausge— 
glitten und gestürzt und mit dem Kopf angefchlagen!“ 
„Ach — und war das denn so arg?“ 
„Herr Doktor blieb bewußtlos liegen!“ 
„Um Gottes willen ...“ 
„Zum Glück hat die Polizei in seiner Brieftasche seine 
Visitenkarten gefunden und ihn in einer Oroschke hierher— 
gebracht!“ 
„Und wie geht es ihm jetzt?“ 
„Herr Doktor fühlt sich schon wieder wohl. Er wird 
bald ganz hergestellt sein!“ 
„Ist er auf?“ 
„Schon seit vorgestern!“ 
„Dann holen Sie ihn ans Telephon!“ 
„Ich darf nicht! Ich habe strengen Auftrag vom Arzt! 
Herr Doktor soll noch Ruhe haben. Es wird ja den ganzen 
Tag nach seinem Befinden gefragt ...“ 
„Sagen Sie mir die volle Wahrheit ...“ Ilselotts 
Stimme zitterte. „Steht es am Ende mit ihm nicht viel 
schlimmer?“ 
„Herr Doktor hat nur noch etwas Kopfschmerzen und 
Schwindel. Sonst fehlt ihm nichts!“ 
„Ich glaub' es nicht! Ich hab' so eine entsetliche 
Ahnung ...“ 
„Verzeihung! Ich werde abgerufen!“ 
Ilselott Hüsgen stand, die Hände ineinandergekrampft. 
„Agnes!“ 
„Gnädige Frau?“ 
„Ist der Wagen schon zurück?“ 
„Eben fährt er ein!“ 
„Er soll warten! ... 
nur schnell ..“ 
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