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5. Kapitel

Full text: In der dritten Runde / Schievelkamp, Max (Public Domain)

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Kabine, die in dem Saal errichtet war. Timmy 
warf einen prüfenden Blick auf die schlanke, sehnige 
Gestalt und nicktte. 
Dann begann er mit den UAebungen. 
Der etwas kurze und beleibte Meister sprang 
wie ein Gunmmiball hin und her, so daß Franken sich 
ein Lächeln nicht verbeißen konnte. All das mar— 
kierte Phlegma, das Timmy zur Schau zu tragen 
pflegte, war verschwunden. In dem breiten, bart— 
losen Antlitz saß eine verbissene Energie, als dieser 
Mann im scharf betonten Rhythmus von einem 
Bein auf das andere hüpfte und schließlich mit 
federnder Kraft durch ein Seil sprang. 
Als Timmy stehen blieb, ging sein Atem in der 
gewölbten Vrust kaum um eine Nüance schneller, 
und seine Stimme klang so ruhig und blechern wie 
sonst, als er sagte: 
„Ja, Herr, das ist der Anfang. Sie müssen vor 
allem fest und wendig im Untergestell werden. Das 
ist die Grundlage des Boxens. Na, nun machen 
Sie das mal!“ 
Franken kam sich unsäglich lächerlich vor, als er 
die Hüpfübungen machte. Vor allem wurde ihm 
klar, daß die Sache nicht ganz so einfach war, wie sie 
auf den ersten Blick schien. Nach wenigen Minuten 
pfiff ihm der Atem durch die Lunge, und er mußte 
eine Pause machen. 
Timmy zog eine Grimasse. „Ja, Herr, Lebung, 
Aebung und noch einmal Uebung machen den Mei— 
ster. Man muß energisch sein. And solide sein. 
Vor den Mädchen brauch' ich Sie nicht zu warnen.
	        
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