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5. Kapitel

Full text: In der dritten Runde / Schievelkamp, Max (Public Domain)

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schäfte machte, war eine Begleiterscheinung, aus der 
man ihm keinen Vorwurf machen konnte. Ein Sport, 
der seinen Jüngern Hunderttausende eintrug — wur⸗ 
den doch in Berlin bei Boxkämpfen bis zu 2580 Mark 
Kassenpreis für den einzelnen Platz gezahlt — 
mußte auch seinen Altmeister naͤhren. 
Dr. Rathmann kannte John Timmy flüchtig 
von einem der ersten Borkämpfe her, die in der 
Reichshauptstadt stattgefunden. Er wußte, daß der 
Mann kein Scharlatan war, und hatte über seine 
Fähigkeiten und Leistungen als Lehrer und Trainer 
nur das Beste gehört. So hatte er beschlossen, ihm 
die Ausbildung Frankens anzuvertrauen. 
John Timmy erhob sich etwas steif und gravi⸗ 
tätisch, als hm Dr. Rathmann mit einem Herrn ge⸗ 
meldet wurde. Er verneigte sich kurz und sachlich, 
als beide das Privatbureau der Vorxerschule be— 
traten, bat Platz zu nehmen und setzte sich. 
Dr. Rathmann machte die Herren bekannt und 
bat Timmy, Frankens Ausbildung zu übernehmen, 
ohne sich in Einzelheiten einzulassen. 
Der Meister runzelte die buschigen Brauen 
und sagte lakonisch: „Ein bißchen alt ist der Herr!“ 
„Aber bestes Material, Mr. Timmy,“ er— 
widerte Dr. Rathmann. 
„Wollen Sie sich bitte ausziehen, Herr!“ 
sagte der Meister. 
Franken schoß die Röte ins Gesicht. Er hatte 
das Gefühl, vor einem Sklavenhändler zu stehen, der 
seine Körperkraft taxieren wollte. Da aber John 
Timmy unbewegt, als ginge ihn die ganze Sache
	        
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