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2. Kapitel

Full text: In der dritten Runde / Schievelkamp, Max (Public Domain)

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Frau mit einem staunenswerten Unternehmungs⸗ 
geist. Sie haben sich aus eigener Kraft zu einer 
Position heraufgearbeitet. Aber, bitte, vergessen Sie 
eines nicht, gnädige Frau, Sie gingen vorwärts, ver— 
folgten ein vor Ihnen liegendes Ziel. Der arme 
Heino Franken hat eben kein Ziel, sondern er muß 
sich aus dem Zusammenbruch aller seiner Hoffnungen 
und Aussichten salvieren.“ 
Thea Rhoden verzog den üppigen Mund. „Ach 
Gott, Doktor, Sie machen schon wieder in Pbilan— 
thropie!“ 
„Laß ihn doch,“ warf Lonie Laar ziemlich scharf 
ein. „Man kann sich doch auch mal über ernsthafte 
Dinge unterhalten. Erzählen Sie ruhig weiter, 
Doktor!“ 
Dr. Rathmann wandte sich zu Thea: „Gnädi— 
ges Fräulein, wenn Sie Heino Franken kennen wür—⸗ 
den, wäre das Thema zweifellos interessanter für sie! 
Der Mann ist bildschön —“ 
„Ach, schöne Männer sind ekelhaft,“ sagte Lonie 
wegwerfend. 
„Franken ist kein Filmstar, sondern ein ganzer 
Kerl. Groß, schlank, elegant. Ich sage Ihnen, gnä⸗ 
dige Frau — Herrgott, da fällt mir etwas ein, könnte 
man dem Mann nicht eine reiche Frau ver— 
schaffen —“ 
„Na — ich habe doch kein Heiratsbureau.“ 
„Verzeihung, das meinte ich natürlich nicht. 
Außerdem wär' es ja wohl auch zwecklos. Der 
Franken ist ein Charakter, der läßt fich nicht um 
schnöden Mammon verbeiraten!“
	        
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