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14. Kapitel

Full text: In der dritten Runde / Schievelkamp, Max (Public Domain)

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hatte einen Spaziergang gemacht, zu Hause Mittag 
gegessen und sich zu einer kurzen Siesta niedergelegt, 
als ihm eine Dame gemeldet wurde. 
Lonie Laar konnte es nicht sein. Die war stolz 
und würde niemals einen Mann aufsuchen, dem sie 
selbst den Laufpaß gegeben. Also konnte die Dame 
nur Thea Rhoden sein, die sich rächen wollte für die 
Beleidigungen, die er ihr angetan. Sie wollte wohl 
eine Szene provozieren, gerade heute am 23. Okto⸗ 
ber, weil sie wußte, daß er heute alle seine Kräfte 
benötigte. Aber alles das lag so weit hinter ihm, 
daß sein Herzschlag nicht um den Bruchteil einer 
Sekunde schneller ging. 
„Ich bedaure, ich bin für niemand zu spre— 
chen,“ sagte er zu dem auf Bescheid harrenden Mäd— 
chen und drehte sich auf die Seite. 
Aber es klopfte von neuem. „Entschuldigen 
schon, Herr Baron, aber die Dame läßt sich nicht 
abweisen. Sie sagt, sie wär' die Braut vom Herrn 
Varon.“ 
„Was?“ Franken saß aufrecht. 
Das Mädchen nickte. „Jawohl, die Braut vom 
Herrn Baron.“ 
„Ich lasse bitten!“ Er stellte sich neben den 
Schreibtisch, auf alles gefaßt. 
Erika trat ein und blieb an der Tür stehen: 
„Willst du mich wirklich nicht sehen, Heino?“ 
„Liebes, Rix, mein Mädel — du bist es!“ Er 
riß sie in seine Arme und küßte sie innig. 
„Aber sage, du kommst zu mir?“ 
Sie errötete. „Es ist wohl nicht recht. Aber
	        
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