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14. Kapitel

Full text: In der dritten Runde / Schievelkamp, Max (Public Domain)

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Spadoni gegen Frank For um die Mittelgewichts- 
meisterschaft von Deutschland.“ 
Franken hatte gearbeitet von der elementarsten 
Bewegungsübung bis zum Match mit Gegner. Es 
galt für ihn nicht nur zu siegen, es galt in erster 
Linie sich nach der vernichtenden Niederlage zu reha⸗ 
bilitieren und den Beweis zu erbringen, daß Spa⸗ 
doni damals durch seine bessere Form, nicht durch 
seine Qualität als Borer überlegen gewesen war. 
Auch Mr. Timmy war von einem rastlosen Eifer 
beseelt. Er hatte sein angenommenes angelsächsisches 
Phlegma abgelegt und leitete das Training mit 
ebensoviel Zielbewußtsein als Strenge. Er kon⸗ 
statierte mit Befriedigung ein ständiges Wachsen 
der Leistungsfähigkeit Frankens, war aber mit Lob 
mehr als sparsam und erhöhte statt dessen von Tag 
zu Tag seine Anforderungen. 
Franken biß die Zähne zusammen und leistete 
fast Uebermenschliches. Immer und immer wieder 
wurde das Pensum praktisch durchgenommen, Ver—⸗ 
teidigung und Angriff mit Ball und Gegner geübt. 
NRuhiges, überlegenes Tempo mit langen, 
sicheren Stopstößen, temperamentvolles Draufgehen 
mit lebhaftem Fintieren und Haken rechts und links. 
Mr. Timmy legte besonderen Wert auf korrekt und 
kraftvoll geführte Stöße, die, wenn sie gelandet 
wurden, den Gegner zu Boden bringen mußten. Er 
erzählte dabei immer wieder die Geschichte vom 
Weltmeister Tommy Burns, der in der 10. Runde 
nur knapp nach Punkten über Sholtreau siegte, ob⸗ 
wohl er seinen Gegner oft, aber nicht schwer genug
	        
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