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13. Kapitel

Full text: In der dritten Runde / Schievelkamp, Max (Public Domain)

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Lonie Laar fuhr auf. „Vielleicht?! — Nach 
allem, wos ich dir gesagt habe, zweiselst du? Ich 
habe nicht notwendig zu lügen oder etwas zu ver⸗ 
heimlichen. Ich pflege, was ich tue, gegen jeden, 
auch gegen dich, zu vertreten.“ 
„Auch, daß Naron Etting nach meiner Abreise 
in deinem Hause aus- und einging?“ 
„Auch das! Ich lasse mir keine Vorschriften 
darüber machen, wen ich empfangen darf. Der 
Baron hat sich durchaus als Kavalier benommen. 
Er hat mir den Hof gemacht, wie das hier am Kur⸗ 
fürstendamm üblich ist, aber er hat sich sofort zurück- 
gezogen, als ich ihm sagte, daß du mein Verlobter 
wärest.“ 
Franken neigte sich über ihre Hand und bat: 
„Ich glaube dir, Lonie! Ich war eben eifersüchtig 
— verzeih! Sieh, ich habe dich lieb, lieber als ich 
selbst gewußt hab'.“ 
Sie legte beide Arme um seinen Nacken und 
küßte ihn auf den Mund. „Du —“ 
Dann machten sie Pläne für die Zukunft, 
setzten die Verlobungsanzeigen auf, überlegten, wie 
sie die Wohnungseinrichtung vervollständigen woll— 
ten. Lonie schlug die Zeitung auf, um Franken auf 
eine Anzeige aufmerksam zu machen. Dabei streiften 
ihre Blicke den Sportteil. Sie wies auf eine Stelle: 
„Du hast Spadoni herausgefordert, und er hat 
angenommen? Und das, obwohl du mir versprochen 
hattest, nicht mehr zu boxen?“ 
Franken nahm ihre beiden Hände. „Ich hatte 
dir's versprochen, Lonie, unter dem niederschmettern⸗
	        
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