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Full text: Die Unterwelt von Berlin / Landsberger, Artur (Public Domain)

kehrt. Dadurch, daß man uns bestraft, nimmt 
man ihnen den Schutz. Und es ist falsch, zu 
glauben, wir üben einen Zwang aus auf die 
Mädchen. Viel eher sie auf uns. Eine Dirne. 
die sich verändern will, fragt heute nicht nach 
unsern Wünschen, sondern zieht ihrer Wege 
und hinterläßt uns einen Abschiedsbrief, wie ich 
ihn dieser Tage erst wieder von einem Mädchen 
bekommen habe, an dem ich sehr gehangen bin 
und die ich unter allen Umständen wieder zu 
mir ziehen wollte, weil ich sie liebe. 
Wenn ich gestehe, daß es zwischen mir und 
der Frieda, auf die sie anspielt, zu Ende ging, 
da Frieda einem ordentlichen Menschen in die 
Hände fiel, so wird mir das jeder glauben. Nur 
sie nicht. Wo einmal Eifersucht in einem sol- 
chen Mädchen erwacht, da gibt es keinen Ver- 
stand mehr und wir müssen viel ausstehen. Daß 
ein Mädchen von uns gelegentlich verprügelt 
wird, bestreite ich nicht. Aber es hat seine Ur- 
sache, und ich sagte schon, daß sie es haben 
will. Denn wenn wir für sie nicht in Wut ge- 
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