Path:
Zweiter Teil Achtzehntes Kapitel, in dem Emil gegen sich selbst verhandelt

Full text: Emil / Landsberger, Artur (Public Domain)

„Hängt es jetzt von Ihrem weiteren Verhalten ab, 
ob Ihnen das Zuchthaus noch einmal erspart bleibt.‘ 
„Wie meinen Sie ’n das?“ 
„Daß Sie vielleicht noch mal mit Gefängnis da- 
vonkommen.‘‘ 
„Wenn ich was tu?“ 
„Wenn Sie uns den Aufenthaltsort von Coeur-As 
verraten.‘ 
„Aus das Loch pfeift’s!‘‘ — Er schien einen 
Augenblick lang zu überlegen. Redlich zitterte wie 
Espenlaub. Konstanze biß . die Zähne aufeinander 
und sagte vor sich hin: „Großer Gott!‘“ — aber An- 
ton trat dicht vor den Tisch und sagte mit fester 
Stimme: 
„Nee! — wenn er’s auch verdient — auf die Art 
nich!“ 
„Sie verbessern damit Ihre Lage.“ 
„Ich weiß von nichts.“ 
„Er verdient es, sagten Sie. Das heißt doch so 
viel als daß er schlecht an Ihnen gehandelt. hat.“ 
„Wenn’s das wär’. Was liegt an mir?“ 
„Hat er Sie verpfiffen?“ 
Anton zog die Schultern hoch und sagte: 
„Vielleicht — vielleicht auch nich.“ 
„Hat er Ihnen Ihr Mädchen fortgenommen?“‘‘ 
Anton fuhr auf: 
„Weiß Gott, das hat er!“ 
„Und den wollen Sie schonen?“ 
„Mein Mädchen war’s nich. Es war seins. Aber er 
hat se auf’m Jewissen.“ 
„Sie lieben das Mädchen?“ 
297
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.