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Zweiter Teil Achtzehntes Kapitel, in dem Emil gegen sich selbst verhandelt

Full text: Emil / Landsberger, Artur (Public Domain)

Straftaten zur Aburteilung kommen, so hielt ich es 
nicht für nötig.“ 
„Ich fürchte, ich werde gezwungen sein, beim 
Minister vorstellig zu werden. Die von mir gestellte 
und von ihm akzeptierte Bedingung war, daß mir 
der Fall zur ausschließlichen Bearbeitung überlas- 
sen würde.‘‘ 
„Wir hatten uns doch geeinigt. Oder haben Sie 
vergessen, daß wir eine Wette abgeschlossen ha- 
ben?“ 
„Ich habe das mehr als einen Scherz aufgefaßt 
und muß auf Auslieferung der Akten bestehen.“ 
„Ich habe die Priorität und bedaure, ablehnen zu 
müssen. Der Fall hat mein volles Interesse und ich 
sehe keinen Grund, warum wir nicht gemeinsam 
den Fall behandeln sollen.“ 
„Weil das Unfug ist.“ 
„Was ich tue, ist niemals Unfug.“ 
..Das galt der Sache, nicht der Person. Wir müß- 
ten, um Kollisionen zu vermeiden, einander von je- 
dem Schritt, den wir tun, unterrichten — das hält 
auf. In Fällen wie diesen kommt es aber oft auf 
Minuten an.‘ 
„Dann muß ich Sie bitten, zurückzutreten. Ein- 
mal bin ich der Ältere im Amt, dann aber hatte ich 
die Akten bereits, als Sie von der Existenz dieses 
Coeur-As noch keine Ahnung hatten.“ 
„Was erst zu beweisen wäre.‘ 
„Ich verfolge den Mann seit zweieinhalb Jahren.“ 
„Dann dürfte der Mangel an Erfolg den Über- 
gang an mich rechtfertigen.‘ 
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