Path:
Erster Teil, in dem gezeigt wird, daß auch ein Einbrecher ein sympathischer Mensch sein kann

Full text: Emil / Landsberger, Artur (Public Domain)

Ich sagte schon, daß die Neureichen unserer Tage 
im Gegensatz zu den früheren, die zeitlebens 
kleine Leute blieben, viel Geschmack in der Ausstat- 
tung ihrer Wohnräume, in der Wahl ihrer Kleider 
und auch in anderen Dingen zeigen, somit eine Kul- 
lur vortäuschen, die sie sich unmöglich von gestern 
zu heute aneignen konnten. Denn die Assimilations- 
fähigkeit der Menschen hat sich nicht geändert. Die 
Gründe liegen tiefer und sind durchaus unerfreu- 
lich. Ich glaube, sie in dem Verschwinden jeder 
Persönlichkeitsmerkmale bei den Menschen unserer 
Zeit erblicken zu müssen. Die Menschen hatten frü- 
her einen Typ, der nicht nur im Äußeren lag, und 
der sich nicht verwischen ließ wie eine Kreide- 
zeichnung von einer Schiefertafel. Gleichgültig, ob 
das, was sie schön fanden, geschmackvoll oder ge- 
schmacklos war — sie hatten ihr Urteil und dach- 
ten nicht daran, es der Mode zu opfern, sofern die 
ihnen nicht zusagte. Heute aber ist es eine Herde, 
und begeistert sagt der Innenarchitekt unserer Tage: 
„Die Neureichen sind so klug, uns vollständig selbst 
wählen zu lassen, Sie fragen, wenn sie die fertige 
Wohnung beziehen, wohl hin und wieder etwas er- 
staunt: ‚Ist das schön?‘ — Und wenn man ihnen 
wi T
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.