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Zweiter Teil Elftes Kapitel, in dem Emil mit einem Oberstaatsanwalt die Klingten kreuzt

Full text: Emil / Landsberger, Artur (Public Domain)

Und er dachte, sprach es aber nicht aus: Denn man 
kann nie wissen, wozu man ihn noch mal braucht. 
„Sie stellen sich dem Präsidenten gegenüber ge- 
sellschaftlich statt behördlich ein,‘ erwiderte der 
Staatssekretär. „Im Dienste gibt es nur über- und 
untergeordnete Instanzen. Die einen verfügen, die 
anderen gehorchen.“ 
„Sie vergessen, daß ich noch nicht Beamter 
bin.‘ 
„Das bezog sich natürlich auf den Präsidenten, 
nicht auf Sie.‘ 
„So habe ich es auch aufgefaßt — daß ich dem 
Präsidenten noch als Privatmann gegenüberstehe.“ 
„Könnten Sie vielleicht angeben, wie lange Sie 
für den Fall gebrauchen würden?‘ fragte der 
Staatssekretär. 
„Falls ich das Material zusammen habe — also 
auch die in Ihren Händen befindlichen Akten be- 
komme, Herr Oberstaatsanwalt . . .‘ 
„Lassen Sie uns den Fall doch zusammen bearbei- 
ten. Meine Erfahrung wird Ihnen eine große Hilfe 
3ein. 
„Ich lege gerade Wert darauf, ohne jede Hilfe 
zum Ziel zu kommen.‘ 
„Sie haben doch nicht nötig, einen Befähigungs- 
nachweis zu erbringen.‘ 
„Fasser. Sie es als Sport! als Marotte!“ 
„Dafür habe ich in dienstlichen Angelegenheiten 
kein Verständnis,‘“ erwiderte der Staatssekretär. Der 
Oberstaatsanwalt widersprach und sagte: 
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