Path:
Zweiter Teil Achtes Kapitel, in dem Emil die Bekanntschaft eines Filmstars macht

Full text: Emil / Landsberger, Artur (Public Domain)

gen Sie nicht aus Versehen links hinein. Es könn- 
ten für Ihnen eine üble Überraschung geben — eine 
von die Boxers mit seiner Frau wohnen da.‘“ 
„Ist das Parterre hoch?“ fragte Emil. „Aber du 
siehst ja aus, als ob du klettern könntest.“ 
„Um in das Schlafzimmer Assunta Lu’s zu ge- 
langen, nehme ich es mit jedem Fassadenkletterer 
auf.“ 
Emil stutzte, und die Gräfin sagte drohend: 
„Baron! Sie wissen, der Einbruch geht nur bis 
an den Nachttisch.‘“ — Sie reichte erst Emil, dann 
dem Baron die Hand und sagte: „Auf Wiedersehen 
also gegen zwei Uhr.‘ 
„Gräfin nehmen es mir nicht übel, aber ich werde 
kaum Zeit finden, vorher meine Karte bei Ihnen ab- 
zuwerfen.‘‘ 
„Sie sollten ihn aber vorher mit den Örtlichkeiten 
vertraut machen,“ riet Emil. 
„Sie hören doch, der Baron hat keine Zeit.“ 
„Er wird sie sich schaffen,‘ erwiderte Emil und 
fragte den Baron: „Was hast du vor?“ 
„Ich wollte mit Fräulein Konstanze in die Oper 
gehen.“ 
„Das wird zuviel für einen Abend,‘ erwiderte 
Emil. „Geh du jetzt mit der Gräfin mit — ich ent- 
schuldige dich schon bei Konstanze.“ 
Der Baron riß die Tür auf und ging mit Fräu- 
lein Krause hinaus. Emil kehrte an den Schreib- 
tisch zurück, schüttelte den Kopf und sagte: 
„Wir Wilden sind doch bessere Menschen.“ 
„3
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.