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IX.

Full text: Die Reichen / Landsberger, Artur (Public Domain)

IX. 
Die drei Frauen hatten alles getan, um einen 
Skandal zu vermeiden und die Umgruppierung — 
wie Resi es nannte — möglichst geräuschlos vorzu- 
nehmen. Schließlich war es ja nichts Ungewöhn- 
liches, daß zwei Brüder mit ihren Frauen den 
dritten Bruder auf dessen Besitzung in Cladow be- 
suchten und während ein paar Sommerwochen bei 
ihm blieben. 
Aber sie hatten die Rechnung ohne den Tete ge- 
macht. An einen Staatsstreich glaubte er nach der 
Eilsener Nacht zwar nicht mehr — und mit seinen 
Börsenmanövern war er gehörig hineingefallen. 
Aber daß der plötzliche Zusammenschluß der sechs 
und die von ihnen entfaltete Aktivität ganz be- 
sondere Ursachen hatten, war ihm klar vom ersten 
Augenblick an. — Das Unangenehmste für ihn war, 
daß schon in Eilsen alle Menschen sich in ihrer Neu- 
gier an ihn wandten. Seine Eitelkeit duldete nicht 
zu bekennen, daß er selbst nichts wußte. Wenigstens 
nicht mehr als sie. Denn, daß Adolf mit Richards 
Frau, Ernst mit Adolfs und Richard mit der Frau 
von Ernst davongefahren waren — nachdem sie 
zuvor mit einem bisher noch nie an ihnen be- 
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