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XXIX.

Full text: Die Reichen / Landsberger, Artur (Public Domain)

„Wie ein als Gentleman verkleideter Parterre- 
akrobat sieht er aus.“ 
„Er behauptet, daß er sich als Filmstar extra- 
vagant kleiden muß.“ 
„Aber er vergißt, daß trotz seiner Filmerei er 
ein Baron v. Rosen-Geldberg ist.“ 
„Er blamiert uns!“ stimmte Adolf bei — und 
Ernst erwiderte höhnisch: 
„Wenn ihr so gewachsen wärt wie ich!“ 
„Dann hätten wir noch weniger Grund, uns 
so zu kleiden.“ 
„Und wenn ich euch verrate, daß Maurice de la 
Waleffe, der bestangezogene Mann von Paris, die- 
sen Smoking von mir übernommen hat?“ 
„Maurice de la Waleffe!“ wiederholte Richard. 
„Dieser eitle Pariser Snob! Für einen Gentleman 
ist und bleibt London maßgebend.“ 
„Geh so ins Savoy und du wirst erleben, daß 
die guten Damen Londons in Ohnmacht fallen.“ 
„Er kann tragen, was er will“, erwiderte Adele 
— „und wenn es das Verrückteste ist — die deut- 
schen und amerikanischen Blätter bringen Bilder 
und Artikel darüber — und nicht nur Kellner 
und Friseure machen es ihm nach.“ 
„Zwischen einem Filmschauspieler und einem Fri- 
seur ist der Unterschied wohl auch nicht so groß“, 
sagte Resi — und Adele erwiderte: 
„Nicht ganz so groß etwa wie zwischen einem 
Zuchthäusler und dem, der sie betreut.“ 
„Aber, aber!“ rief Elisabeth — „was werft ihr 
euch da an den Kopf? Wenn wir schon unsere 
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