Path:
XXVIII.

Full text: Die Reichen / Landsberger, Artur (Public Domain)

„Das wär’s bei mir auch gewesen“, sagte eine 
andere, und wieder andere schienen gar nicht zu 
verstehen, was daran überhaupt Besonderes war. 
— Erst als die Frau Meiningers sagte: 
„Schön dumm! Das sollte mir einfallen‘ — und 
Milowski erklärte: 
„Wie kann man überhaupt einer Frau Geld zum 
Aufbewahren geben?“ — verstanden sie, was ge- 
meint war. 
Vorn am Saaleingang entstand plötzlich Lärm. 
Der alte Träger, der wie ein Luchs acht gab, 
stürzte nach vorn. Andere hinter ihm her. Im 
Vorraum, von dem aus man den Saal betrat, stand 
Iwan Tetenborn und hielt an der Hand ein blon- 
des Mädchen, das offenbar einem der Ballbesüucher, 
einem Hühnenkerl, gehörte. 
„Ich war Boxer, Mensch, laß mein Mädchen los!“ 
Tetenborn, der mit der linken Hand das Mäd- 
chen festhielt und mit der rechten seinen Revolver 
umspannte, wies auf die Tür und sagte: 
„Hinter mir steht die Schupo. Ich hab’ mich mit 
ihr verständigt. Ein Zeichen von mir — und 
der Saal wird geräumt.“ 
„Schuft!“ — „Hund!“ 
entgegen. 
„Komm!“ sagte Tetenborn — und zog das 
Mädchen zur Tür. Die Menge, voran der Boxer, 
drang vor. Sie wollten sich eben auf ihn stürzen, 
als Träger zwischen den Parteien stand und mit 
dröhnender Stimme rief: 
„Ruhe!“ 
9296
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.