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XXVII.

Full text: Die Reichen / Landsberger, Artur (Public Domain)

XXX VI 
Trotz des Ansehens, das Richard als Präsi- 
dent der geistigen Gemeinschaft der oberen Vier- 
hundert genoß, hatte die von den lauten Erfolgen 
des Filmstars de Rose geblendete Elisabeth doch 
Bedenken, ob er als Sieger aus dem Wettstreit 
hervorgehen würde. Auch hatte der alte Baron 
in Frankfurt sie zum ersten Male die Wesensnähe 
des jüdischen Aristokraten zu ihrer Adelskaste 
erkennen lassen. Das wirkte stark auf sie — und 
sie wurde das Gefühl nicht los, daß man den Alten 
nur durch eine Leistung, die mit dieser hervor- 
stechenden Eigenart in irgendeinem Zusammen- 
hang stand, gewinnen konnte. Das Wesentliche 
und zugleich Ungewöhnliche an ihm schien ihr 
der trotz des Aristokratischen starke jüdische 
Einschlag. Und so sagte sie zu Richard, der 
immer wieder auf das Geistige seiner Position 
pochte: 
„Gewiß! und das wird auch Eindruck auf deinen 
Vater machen. Aber irgend etwas für sein Jüdisches 
Herz fehlt dabei.“ 
„Ich weiß gar nicht, was du willst.“ 
„Du wirst es gleich sehen.“ — Sie ging an den 
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