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XXI.

Full text: Die Reichen / Landsberger, Artur (Public Domain)

Es dauerte kaum zwei Minuten, da war er 
wieder am Apparat und sagte: 
„Baronin, Ihr Protege ist untergebracht. Die 
Loge wird noch heute gebaut. Und damit der 
arme Kerl ruhig schlafen kann, so lassen wir den 
Posten als den eines Beamten mit Pensionsberech- 
tigung im Etat fungieren.“ 
„Sie sind ein Engel! Wann und wo meldet er 
sich?“ 
„Heute, morgen — wann er will — und zwar 
beim Hausmeister, den ich sofort informiere. Ich 
muß aber wissen, wie er heißt.“ 
„Einen recht sanften Namen, bitte“, sagte Willi 
zu Herrn v. Arnim — und der flüsterte Resi zu: 
„Amadeus Schulze.“ 
Resi gab den Namen weiter und sagte: 
„Ich komme dieser Tage persönlich, um mich 
bei Ihnen zu bedanken.“ 
„Halten Sie Wort, Baronin!“ erhielt sie zur Ant- 
wort — und das Gespräch war beendet. 
„Und wie steht es mit der Marie?“ fragte 
Christoph Wagner. 
„Irgendwas von einer Beamtenklasse hat er 
gesagt“, erwiderte Resi — „aber ich habe ihn nicht 
verstanden. Schade!“ 
„Das jeht dir auch einen Dreck an!“ erklärte 
Willi und rückte mit seinem Stuhl von Christoph 
Wagner ab. „Ich bin jetzt Beamter und rate euch: 
laßt euch nicht ins Ministerium sehen. Ich müßte 
euch sonst verhaften lassen.“ 
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