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XIV.

Full text: Die Reichen / Landsberger, Artur (Public Domain)

Von nun an sprachen sie kein Wort mehr mit- 
einander. 
Als sie in dem Schloß in Cladow ankamen, stieg 
jeder auf seiner Seite aus dem Wagen. Schön gab 
dem Chauffeur so auffällig wie möglich eine Mark 
und sagte: 
„Damit Sie sehen, daß ich kein kleinlicher 
Mensch bin — Sie verstehen?“ 
Dann ging er hinter Iwan Tetenborn ins Haus. 
Frau Adele und Baron Ernst empfingen sie mit 
großer Freundlichkeit: 
„Auf Sie ist Verlaß, Tete‘“, sagte Adele und 
reichte beiden die Hand. 
Tetenborn stellte vor: 
„Herr Filmdirektor Schön!“ 
„Von der Ufa?“ fragte Adele. 
„Seh’ ich so aus, daß ich für andere Leute Geld 
verdiene? Ich arbeite für mich und verdiene für 
mich und meine Familie — Sie verstehen? — auf 
reelle Weise. Meine Bücher können Sie prüfen von 
vorn und von hinten.“ 
„Ich bin überzeugt davon.“ 
„Wieso?“ 
„Dem Eindruck nach, den Sie machen.“ 
„Wenn Sie sich bei mir an einem Film beteiligen 
Sie verstehen? — da haben Sie Ihr Geld sicherer 
angelegt als auf der Bank von England.“ 
„Es handelt sich um meinen Schwager“, er- 
widerte Adele und wies auf Ernst, der ein paar 
Schritte zurückgetreten war. 
„Wer sich beteiligt, ist mir gleich — das heißt, 
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