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Viertes Kapitel

Full text: Raffke & Cie / Landsberger, Artur (Public Domain)

kes bescheidenen Ansprüchen für eine Woche 
nötig war. Und in dem Maße, in dem mit dem 
Alter Günthers Aufnahmefähigkeit zunahm, nah- 
men auch die Beziehungen zwischen Fiffi und 
dem Referendar einen immer innigeren Charak- 
ter an. Denn bald reichte der wöchentliche Be- 
such für das, was Günther an französischer 
Sprache konsumierte, nicht mehr aus. Fiffi war 
gewissenhaft, zog die Konsequenzen und kam 
häufiger. 
Daß Günther auf dem Gymnasium trotz die- 
ser privaten Vorstudien gerade im Französi- 
schen hinter den Leistungen der Klasse zurück- 
blieb, war für Raffkes ein Rätsel, zu dessen Lö- 
sung Fiffi auf Befehl Cäcilies den Lehrer, der 
den französischen Unterricht erteilte, aufsuchte. 
Fiffi wußte, es ging um ihr Prestige. Sie ließ 
alle Künste springen. Und obgleich der Ober- 
lehrer Sasse so gar nicht das war, was Fiffi 
liebte, so war das Resultat doch ein ständiger 
„Gedankenaustausch“ zwischen beiden, der aus- 
gezeichnete Erfolge brachte. Denn zu Micha- 
elis ging Günther, statt mit einer Admonition im 
Französischen, mit dem Prädikat „gut“ in die 
Quinta über. 
Fiffi erhielt Gehaltserhöhung,. 
„Woran lag es nur?“ fragte Cäcilie. 
„Sehr einfach,“ erwiderte Fiffi, „Professor 
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