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Zwanzigstes Kapitel

Full text: Raffke & Cie / Landsberger, Artur (Public Domain)

„Sehr fesch!“ 
„Danke!“ quittierte Frida. 
Cäcilie wandte sich an den Diener und sagte: 
„Lassen Sie uns allein! — Ich bin für nieman- 
den da. Auch am Telephon nicht.“ 
„Sehr wohl!“ erwiderte der Diener, verbeugte 
sich und ging. 
Als er draußen war, trat Cäcilie dicht vor 
Frida, die jetzt neben der Chaiselongue stand, 
hin und sagte: 
„Sie sind mir ja eine nette Person!“ 
„Darf ich fragen, wieso ?“ 
„Verstellen Sie sich nicht! Ich weiß alles.“ 
„Was meinen Sie?“ 
„Ihre Beziehungen zu meinem Sohne.“ 
„Ich habe mir nichts vorzuwerfen.“ 
„Aber ich habe Ihnen vorzuwerfen, daß Sie 
an Größenwahn leiden! Wer sind Sie eigent- 
lich, daß Sie sich einreden, mein Sohn wird 
Ihretwegen auf die Ehe mit Suse Röhren ver- 
zichten? Fällt ihm nicht ein. Morgen kommt er 
zurück. Übermorgen verlobt er sich. In vier 
Wochen ist die Hochzeit.“ 
„Nein!“ rief Frida empört und trampste mit 
dem Fuße auf. „Das wollen wir erst einmal 
sehen! Ich habe mir seinetwegen alles vom 
Halse gehalten. Darunter die aussichtsreichsten 
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