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Zwanzigstes Kapitel

Full text: Raffke & Cie / Landsberger, Artur (Public Domain)

eier 
Als der Diener den Befehl der Gnädigen über- 
brachte, verzog sie das Gesicht und sagte: 
„Zu der Alten auf nüchternen Magen ? Danke!“ 
Der Diener lachte. 
„Im übrigen: wenn sie ’was von mir will, wes- 
halb kommt sie nicht zu mir ?“ 
„Soll ich das ausrichten ?“ 
Frida setzte sich auf und sagte: 
„Ne! Das geht nicht. Ich muß Rücksicht auf 
meinen Vater nehmen.“ — Sie betrachtete sich: 
„In dem Aufzuge? Was meinen Sie, ob das 
geht?“ 
Der Diener nahm gerade eine nähere Besichti- 
gung vor, als die Tür aufgingi und Cäcilie ins 
Zimmer stürzte. 
„Wo bleiben Sie?“ rief sie. „Was ist das für 
eine Art, mich so lange warten zu lassen ?“ 
Während der Diener sich ängstlich an die 
Wand drückte, war Frida keinen Augenblick 
verlegen. Nicht einmal die Zigarette legte sie 
aus der Hand. 
„Wir beratschlagten gerade, ob ich in diesem 
Aufzuge...“ 
„Sie haben ja Hosen an!“ rief Cäcilie ent- 
setzt. 
„Allerdings! Sogar seidne. Akt zwei, dritte 
Szene der neuen Operette!“ log sie. 
Cäcilie legte die Lorgnette an und meinte: 
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