Path:
Siebzehntes Kapitel

Full text: Raffke & Cie / Landsberger, Artur (Public Domain)

„Und warum kannst du nicht?“ 
Ein Argwohn stieg in ihr auf, 
„Ich bin todmüde.“ 
„Du wirst wieder munter werden.“ 
„Außerdem bin ich verstimmt.“ 
„Um so mehr Grund für mich, dich aufzu- 
heitern.“ 
„Es ist mitten in der Nacht.“ 
„Sind das deine ganzen Gründe?“ 
„Ja.“ 
„Nun, dann mach ich mir kein Gewissen. Ob 
du um zwei oder um vier in deinem Bette liegst 
— was liegt daran ?“ 
„Das ist es nicht.“ 
„Aha! — Ich wußte es.“ 
Er fragte erstaunt: 
„Was wußtest du?“ 
„Daß es einen anderen Grund hat. Sowohl 
dein Vergessen, daß wir verabredet waren, wie 
auch jetzt dieser, ich möchte fast sagen — Wi- 
derwillen, mit mir noch eine Stunde zusammen 
Zu sein.“ 
„Ich verstehe dich nicht.“ 
„Aber ich verstehe dich. Soll ich dir den 
Grund sagen?“ 
Er gab keine Antwort. 
Frida biß die Lippen zusammen. 
„Also doch!“ entfuhr es ihr. 
227
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.