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Sechzehntes Kapitel

Full text: Raffke & Cie / Landsberger, Artur (Public Domain)

Leuten. Wir sitzen abends zusammen, trinken 
und plaudern. Aber allein bin ich doch.“ 
„Warum suchen Sie sich nicht andere Zer- 
streuung ?“ 
„Weil ich, was mich verstimmt, dann zehn- 
fach fühle.‘ 
„Sind Sie deshalb so lange nicht gekommen ?“ 
„Ja! — Aber jetzt, wo ich mein Studium habe, 
da hoffe ich, wird es besser gehen.“ 
„Ich begreife Sie nicht! Sie haben doch ’was 
erreicht! Möchten Sie etwa mit einem von allen 
denen da“ — und dabei wies sie auf die jungen 
Leute vor ihnen — „tauschen ?“ 
„Ja!“ sagte Günther. „Das möchte ich!“ 
„Das gefällt mir nicht. — Glauben Sie denn, 
daß sie weniger wert sind?“ 
„Kommt es denn darauf an?“ 
„Nur!“ 
„Um vorwärts zu kommen -— vielleicht; ob- 
gleich auch das so allgemein nicht zutrifft. Aber 
es gibt im Leben ja auch noch andere Dinge, 
die tiefer gehen und von denen mehr abhängt 
als eine Professur oder ein Titel.“ 
Suse verstand ihn. 
„Gewiß! — Und wonach, glauben Sie, daß 
solche Dinge entschieden werden ?“ 
Er quälte sich und sagte: 
„Ich weiß es nicht.“ 
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