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Sechzehntes Kapitel

Full text: Raffke & Cie / Landsberger, Artur (Public Domain)

„Nun, das ist doch wohl eine übertriebene 
Bescheidenheit von Ihnen,“ warf Röhren ein. 
„Denn nur, um die Tantiemen mit Ihnen zu tei- 
len, wird sich ein Mann wie Viktor Grün ja 
kaum mit Ihnen zusammengetan haben.“ 
„Mir ist es selbst ein Rätsel,“ erwiderte Gün- 
ther. 
„Wahrscheinlich werden Sie ihm Ideen ge- 
geben und seine Phantasie angeregt haben.‘ 
„Ach! Das ist alles ganz anders!“ sagte Gün- 
ther. 
„Glauben Sie denn nicht an sich ?“ fragte Frau 
Röhren. 
„Ich bin noch sehr. jung.“ 
„Und haben trotzdem schon viel erreicht.“ 
Er schüttelte den Kopf. 
„Das ist nichts.“ 
„Demnach befriedigt es Sie nicht?“ 
Günther verneinte. 
„Dann müssen Sie besseres schaffen. Jeden- 
falls haben Sie allein durch die Tatsache, daß 
man ein Stück von Ihnen spielt, mag es nun et- 
was wert sein oder nicht, erreicht, daß man Sie 
beachtet. Heut’ kann ich es Ihnen ja sagen, 
Ohne daß es Sie zu kränken braucht: noch vor 
ein paar Wochen war man ungerecht gegen Sie 
und hatte Vorurteile. Sie haben es sicher selbst 
gefühlt.“ 
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