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Fünfzehntes Kapitel

Full text: Raffke & Cie / Landsberger, Artur (Public Domain)

bildschön! — So! — Schreiben Sie ’rauf: Tenor. 
Na, also, Sie sind ja gar nicht so unbegabt! — 
Und nun das zweite Paar— die zweite Soubrette. 
— So, und jetzt kommt ihr Bariton. Nun schnell 
noch die komische Alte und ihren Partner! — 
Famos!“ — 
Viktor Grün legte alle sechs Figuren ausge- 
breitet auf den Tisch. — Dann blätterte er in den 
Textbüchern. — „Hier! Das wäre zum Beispiel 
was! ‚Die schöne Galathee‘, Das kennt zwar 
jeder, aber umso besser: Wiedersehn macht 
Freude. Wir ändern natürlich den Trick. Die 
Mühe muß man sich schon machen. Eine 
Büste, wie hier, kann’s nicht sein, die zum Le- 
ben erwacht. Also, was kann außer einer Büste 
noch erwachen? Strengen Sie Ihre Phantasie 
nal an.‘ 
Dann stand er auf. 
Günther saß noch immer, die Schere in der 
Hand, vor dem Tisch. Nicht fähig, einen Ge- 
danken zu fassen, sah er bald auf die Puppen, 
die da ausgebreitet lagen und darauf warteten, 
daß sie von Viktor Grüns Gnaden zum Leben 
erweckt, tanzen und singen und alle möglichen 
anderen Allotria treiben durften. Dann wieder 
sah er zu Viktor Grün auf, der jetzt, mit aufein- 
ander gebissenen Lippen und hochgezogener 
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