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Dreizehntes Kapitel

Full text: Raffke & Cie / Landsberger, Artur (Public Domain)

„Ich bin genau so viel wert wie jedes Tier- 
gartenmädchen, deren Vater Millionen hat.“ . 
Linke war im ersten Augenblick platt. Frida 
traf ihn mit seiner eigenen Argumentation, Dann 
bekam er einen roten Kopf und fuhr auf: 
„Du bist nicht bei Sinnen! In dir, da ver- 
drehen sich alle Begriffe. Du bist wie aus einer 
andern Welt. Als wenn du gar nicht zu uns ge- 
hörtest! Aber das bitt’ ich mir aus, den Gün- 
ther, den läßt du aus dem Spiele! Der geht dich 
nichts an.“ 
In diesem Augenblick klopfte es an die Tür 
und Cäcilie trat, ehe Linke noch „herein“ sagte, 
ins Zimmer. 
„O wie gut, daß Sie da sind, Frida! Ich muß 
mit Ihnen reden,“ rief sie außer Atem. 
„Da.haben wir’s!“ dachte Linke und sagte: 
„Ich kann mir schon denken, gnädige Frau! 
Ich rede gerade deswegen mit meiner Tochter. 
Ich bin außer mir: aber man kann seine Augen 
eben nicht überall haben.“ . 
„Also setzen wir uns!“ sagte Cäcilie, nahm 
Frida bei der Hand und zog sie mit sich zur 
Chaiselongue. „Und Sie, Linke, bleiben hier. Es 
ist ganz gut, wenn Sie Bescheid wissen.“ 
„Ich weiß leider schon!“ sagte er ernst. 
„Um. so besser! — Ja, ja, man hat es nicht 
leicht. Je größer die Kinder, um so größer die 
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